MARKT UND TRENDS

Standortanalyse Ferienwohnung: Welches Konzept trägt Ihren Standort wirklich?

Wie Sie aus Lage, Marktdaten und Zielgruppe eine belastbare Ertragsprognose ableiten — und warum die Reihenfolge entscheidet.

18 Min. Lesedauer Markt und Trends Für Eigentümer von Ferienobjekten
WORUM ES GEHT

Vorangestelltes Fazit

Die meisten Ferienimmobilien werden mit einem Bauchgefühl gekauft und mit einem Konzept vermarktet, das zur Region nicht passt. Das ist ärgerlich, weil es vermeidbar ist. Eine Standortanalyse für Ferienwohnungen klärt vor jeder Investition drei Fragen: Welches Nutzungskonzept passt zu dieser Region? Welche Zielgruppe ist hier in ausreichender Zahl unterwegs? Und welche Ertragsprognose lässt sich aus Marktdaten, Wettbewerbsdichte und Mikrolage seriös ableiten?

Dieser Beitrag zeigt, wie eine solche Analyse Schritt für Schritt entsteht. Sie lesen, welche Datenquellen seriös sind und welche nicht, wo die typischen Denkfehler lauern und wie sich aus 31 Einzelkriterien eine konkrete Empfehlung ergibt. Am Ende wissen Sie, ob Ihr Standort eine touristische Ferienvermietung trägt, ob ein Boardinghouse die bessere Wahl wäre oder ob ein anderes Konzept die Saisonalität ausgleicht. Wer eine Adresse hat und 48 Stunden Zeit, bekommt am Ende des Artikels einen kostenfreien Standortcheck mit individueller Auswertung.

In den ersten 90 Tagen legen Sie die Grundlage für die nächsten drei Jahre Vermietung.

— Leitmotiv für die Vermietungsentscheidung

EINSTIEG

Warum jede Vermietung mit der Lage steht und fällt

Eine Ferienimmobilie ist ein eigentümliches Wirtschaftsgut. Sie hat einen Schlüssel und eine Adresse, aber kein Geschäftsmodell. Das Geschäftsmodell entsteht erst durch die Verbindung aus Lage, Konzept und Zielgruppe. Wer diese drei Größen falsch zusammensetzt, kauft sich oft ein Problem, das er erst zwei Jahre später erkennt: schwache Auslastung in der Nebensaison, Preise unter Markt, weil der Wettbewerb dichter ist als gedacht, oder ein Konzept, das in der Region schlicht keine Nachfrage findet.

Die Tourismusbranche in Deutschland hat im Jahr 2025 mit 497,5 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord aufgestellt, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Übernachtungen in Ferienunterkünften blieben dabei nahezu konstant bei einem leichten Plus von 0,2 Prozent. Diese Zahlen klingen beruhigend, sie sind es aber nur auf den ersten Blick. Denn der Markt ist regional sehr unterschiedlich. Die Ostseeküste hat laut Deutschem Ferienhausverband ein Angebot von rund 132.000 Ferienunterkünften, die Nordseeküste 82.000. In strukturschwachen Binnenregionen liegen die Zahlen bei einem Bruchteil davon. Ob Ihre Immobilie zu den Gewinnern oder den Verlierern dieser Verteilung gehört, entscheidet sich nicht durch Hoffnung, sondern durch Datenarbeit.

Ein Standort trägt nie alle Konzepte gleich gut. Die Frage ist nicht, ob Sie vermieten können, sondern was Sie an dieser Adresse vermieten sollten.

— Grundsatz der konzeptbasierten Standortanalyse

Dieser Satz fasst zusammen, was viele Eigentümer übersehen. Sie fragen pauschal nach Vermietung, obwohl in Wahrheit sieben sehr unterschiedliche Konzepte zur Auswahl stehen: die klassische touristische Ferienvermietung, die kleine Pension, die Monteursunterkunft, das Hostel, die Jugendherberge, das Boardinghouse für Geschäftsreisende und die möblierte Mid-Term-Vermietung von drei bis elf Monaten. Jedes dieser Konzepte hat eigene Anforderungen an die Region, an die Mikrolage und an das Objekt selbst. Eine 65 Quadratmeter große Eigentumswohnung in Warnemünde ist ein anderes Wirtschaftsgut als ein gleich großes Apartment in Frankfurt-Sachsenhausen, obwohl beide auf dem Papier ähnlich aussehen.

Karte
DREI EBENEN

Region, Mikrolage, Objekt: Drei Filter, die unabhängig voneinander wirken

Eine seriöse Standortanalyse arbeitet auf drei klar getrennten Ebenen, weil sich auf jeder Ebene andere Fragen entscheiden. Wer diese Ebenen vermischt, bekommt am Ende ein Urteil, das schwerer falsch als richtig sein kann.

Auf der regionalen Ebene wird ein Radius von zehn Kilometern um die Adresse betrachtet. Hier geht es um Marktstruktur und Nachfragepotenzial: Wie viele Übernachtungen verzeichnet die Region pro Jahr und Einwohner? Wie ausgeprägt ist die Saisonalität? Welche Branchen prägen die lokale Wirtschaft, und wie viele Großbaustellen oder Werke gibt es, die Monteure brauchen? Liegt eine Hochschule mit nennenswerter Studierendenzahl in Reichweite, oder eine Klinik mit Personalbedarf? Wie viele Wettbewerber sind im selben Marktsegment bereits aktiv, und wie hoch sind deren Auslastungen? Diese Ebene beantwortet die Frage, ob ein Konzept hier grundsätzlich funktioniert.

Auf der Mikrolage wird die konkrete Adresse innerhalb der Region eingeordnet. Eine Ferienvermietung, die 250 Meter vom Strand entfernt liegt, hat strukturell andere Chancen als eine, die zwei Kilometer landeinwärts steht. Hier zählen Erreichbarkeit per Auto und Bahn, Stellplätze, die Versorgungslage in fünf Minuten Fußweg, das Lärmprofil, der Charakter des Quartiers und die Internetqualität. Selbst Gäste, die nichts mit Workation zu tun haben, erwarten heute selbstverständlich Glasfaser oder zumindest stabiles WLAN.

Auf der Objektebene entscheidet sich, ob das Konzept tatsächlich umsetzbar ist. Eine Eigentumswohnung mit 65 Quadratmetern und vier Schlafplätzen kann eine erstklassige Ferienwohnung sein, aber sie wird nie ein Hostel oder eine Jugendherberge. Sanitärstandard, Sanierungszustand, Außenflächen, Brandschutz und Genehmigungslage gehören in diese Ebene. Gerade die Genehmigungslage ist tückisch: Viele Eigentümer entdecken erst nach dem Kauf, dass die Teilungserklärung der Eigentümergemeinschaft eine Kurzzeitvermietung untersagt oder dass die Kommune eine Zweckentfremdungssatzung erlassen hat, die die geplante Nutzung faktisch ausschließt.

Region, Mikrolage und Objekt sind keine Kaskade. Es sind drei voneinander unabhängige Filter, und jeder davon kann ein Konzept ausschließen.

— Methodische Grundregel der Standortanalyse

Podcast: Standortanalyse

Eine 65-Quadratmeter-Wohnung in Warnemünde ist ein anderes Wirtschaftsgut als ein gleich großes Apartment in Frankfurt-Sachsenhausen — auch wenn sie auf dem Papier identisch aussehen. Karsten Brahm und Sonja Heinen sprechen darüber, warum die meisten Ferienimmobilien mit einem Konzept vermarktet werden, das zur Region nicht passt. „Eine Ferienimmobilie hat einen Schlüssel und eine Adresse, aber kein Geschäftsmodell.“

Sonja hinterfragt, lacht, lässt sich überzeugen – Karsten bringt Zahlen, Praxisfälle und einen Satz, der sitzt: „Erst die Daten, dann die Entscheidung.“ 26 Minuten über Saisonalität, sieben Vermietungskonzepte und die 90-Tage-Pyramide, die entscheidet, ob Ihre Immobilie in drei Jahren läuft oder repariert wird.

ERSTE 30 TAGE

Was müssen Vermieter in den ersten 30 Tagen beachten?

Wer eine Ferienimmobilie neu erworben hat oder eine bestehende Immobilie umwidmen möchte, sollte die ersten 30 Tage als Diagnosephase begreifen. Diese Zeit ist nicht für Möbelkauf oder Inseratsfotos da. Sie ist für die Klärung der Grundlagen.

In den ersten drei Tagen klären Sie die rechtlichen Eckpunkte. Liegt das Objekt in einem reinen Wohngebiet, einem Mischgebiet oder einem Sondergebiet Tourismus? Existiert für die Kommune eine Zweckentfremdungssatzung, und wenn ja, ist die geplante Nutzung genehmigungsfähig? Bei Eigentumswohnungen kommt die Teilungserklärung dazu: Manche WEG-Beschlüsse erlauben Kurzzeitvermietung bis zu einer bestimmten Anzahl Tage pro Jahr, andere verbieten sie ausdrücklich. Diese Prüfung kostet wenig Zeit, kann aber Monate später viel Geld sparen.

Zwischen Tag 4 und Tag 14 erfolgt die Marktrecherche. Hier werden die regionalen Übernachtungszahlen vom Statistischen Landesamt zusammengetragen, die Wettbewerber im 10-Kilometer-Radius über AirDNA, Booking und Airbnb identifiziert und die Saisonalität der Region beschrieben. Wichtig ist, sich nicht nur die Hauptsaison anzusehen. Eine Region mit 80 Prozent Auslastung im August und 15 Prozent im November ist eine andere wirtschaftliche Realität als eine, die ganzjährig zwischen 50 und 70 Prozent pendelt.

Zwischen Tag 15 und Tag 30 stehen Mikrolage und Objekt im Fokus. Eine Vor-Ort-Begehung zu unterschiedlichen Tageszeiten zeigt mehr als jeder Online-Check. Wie laut ist die Straße morgens um sieben? Wie sicher fühlt sich das Quartier an einem Samstagabend? Wie weit ist der nächste Supermarkt tatsächlich, wenn man den Koffer trägt? Solche Details kann eine Datenbank nicht liefern, aber sie entscheiden, ob ein Gast nach drei Nächten eine Fünf-Sterne- oder eine Drei-Sterne-Bewertung schreibt.

Stimmungsbild Vor-Ort-Begehung
MARKTDATEN

Marktdaten sind Vorratshaltung, kein Stimmungsbild

Eine der häufigsten Fehlerquellen bei der Standortanalyse ist der Rückgriff auf Stimmungsbilder statt auf Daten. Bekannte schwärmen von der Ostsee, der Nachbar empfiehlt das Allgäu, ein Artikel im Wochenendmagazin lobt die Mecklenburgische Seenplatte. Das ist alles nicht falsch, aber es ist auch keine Standortanalyse. Marktdaten haben den unschätzbaren Vorteil, dass sie auch das zeigen, was im Stimmungsbild nicht vorkommt: die Sättigung eines Marktes, die Erosion einer Saison, den Preisdruck durch neue Anbieter.

Übernachtungen 2025 in Deutschland — Rekordwert laut Destatis
0 ,5 Mio.
Ferienunterkünfte in Deutschland — Marktstudie Deutscher Ferienhausverband
0
Auslastung im August — der nachfragestärkste Monat im deutschen Ferienhausmarkt
0 %
Durchschnittlicher ADR Januar 2024 — plus 15 Prozent gegenüber Vorjahr (Lodgify)
0

Die wichtigsten kostenfreien Quellen sind das Statistische Bundesamt mit seiner Beherbergungsstatistik, die Statistischen Landesämter für regionale Daten, der Deutsche Tourismusverband sowie die Tourismusverbände der Bundesländer. Für Wettbewerbsdaten ist AirDNA die Standardreferenz. Wer Monteursunterkünfte oder möblierte Mid-Term-Vermietung prüft, ergänzt monteurzimmer.de und Wunderflats. Eine wichtige Einschränkung muss man kennen: Die amtliche Beherbergungsstatistik erfasst nur Betriebe ab zehn Schlafgelegenheiten. Privatvermieter mit kleineren Einheiten tauchen darin nicht auf. Der Deutsche Ferienhausverband schätzt, dass über 80 Prozent des Marktes von Privatanbietern getragen wird. Eine Standortanalyse, die sich allein auf die amtliche Statistik stützt, übersieht damit den größten Teil des tatsächlichen Wettbewerbs.

Eine Standortanalyse ohne Plattformdaten ist wie eine Wetterprognose ohne Satellit. Theoretisch möglich, praktisch unbrauchbar.

— Praxisregel zur Datenquellenauswahl

KONZEPTE

Sieben Konzepte, sieben Logiken

Die Annahme, eine gute Lage trage automatisch jedes Vermietungskonzept, hält keiner Praxisprüfung stand. Sieben Konzepte sind in der Regel zu prüfen, und jedes davon folgt einer eigenen Logik. Tippen Sie auf einen Reiter, um das jeweilige Konzept im Detail zu sehen.

90-TAGE-PYRAMIDE

Die 90-Tage-Pyramide für die Vermietungsentscheidung

Ein einfaches Modell hilft Eigentümern, die Reihenfolge der Schritte nicht durcheinanderzubringen. Die Basis bilden die ersten 30 Tage mit Diagnose. Die Mitte sind die Tage 31 bis 60 mit Konzeptentscheidung und Vorbereitung. Die Spitze sind die Tage 61 bis 90 mit Vermarktung und Buchungseingang. Wer in den Tagen 31 bis 60 ein Konzept festlegt, das an der Genehmigungslage scheitert, hat vier Wochen verloren. Wer in den Tagen 61 bis 90 vermarktet, ohne den Markt zu kennen, ist preislich entweder zu teuer oder verschenkt Marge.

01

Tage 1 bis 30: Diagnose

Ziel: Klärung der Grundlagen.
Aufgaben: Recherche der Region, Wettbewerbsanalyse, Mikrolagen-Begehung, Genehmigungsprüfung.
Erfolgskriterium: Standortanalyse mit Eignungsscore für jedes der sieben Konzepte.

02

Tage 31 bis 60: Entscheidung

Ziel: Verbindliche Konzeptwahl.
Aufgaben: Auswahl Hauptkonzept, Investitionsplan, gewerbliche und steuerliche Klärung, Plattformauswahl.
Erfolgskriterium: Dokumentierter Plan mit Budget, Zeitlinie und konkreten nächsten Schritten.

03

Tage 61 bis 90: Marktstart

Ziel: Erster Buchungseingang.
Aufgaben: Inserate erstellen, Buchungssystem einrichten, Reinigungs- und Wäschelogistik etablieren, Gästekommunikation vorbereiten.
Erfolgskriterium: Erste zehn Buchungen mit Bewertungsabschluss.

In den ersten 90 Tagen legen Sie die Grundlage für die nächsten drei Jahre Vermietung. Was hier schiefgeht, repariert sich selten von allein.

— Leitmotiv aus der Beratungspraxis

AGENTUR

Welche Rolle spielt eine Vermietungsagentur in den ersten 90 Tagen?

Eine spezialisierte Agentur macht den Unterschied zwischen einem Eigentümer, der zwölf Monate lang lernt, und einem, der zwölf Monate lang vermietet. In Phase 1 liefert sie die Marktdaten, die ein Privatvermieter sich sonst aus zehn verschiedenen Quellen zusammensuchen müsste, und macht aus diesen Daten eine konkrete Empfehlung. In Phase 2 strukturiert sie die Konzeptwahl und kennt die Stolperfallen, die in der Theorie selten auftauchen, in der Praxis aber häufig: vom WEG-Beschluss über die Brandschutzauflage bis zur Bettensteuer. In Phase 3 übernimmt sie die operativen Routinen und gibt dem Eigentümer Zeit zurück.

Die wirtschaftliche Logik dahinter ist schlicht: Eine Provision in der Größenordnung von 15 bis 25 Prozent des Mietumsatzes klingt zunächst hoch. Wer dagegenrechnet, was er an Auslastung, Preisniveau und Bewertungsdurchschnitt gewinnt, kommt häufig zu dem Schluss, dass die Provision durch Mehrertrag refinanziert wird. Eine Agentur mit überregionalen Marktdaten kennt die saisonalen Preisspielräume und nutzt sie, statt sie zu verschenken.

Es gibt allerdings einen wichtigen Unterschied zwischen Agenturmodellen. Manche Anbieter sind reine Plattformen, die ein Inserat verwalten und gegen Provision an die Buchungsportale weiterreichen. Andere sind Vollservice-Verwalter, die das Objekt operativ führen und die Vermarktung verantworten. Wieder andere arbeiten regional spezialisiert, sind dafür aber außerhalb ihrer Region kaum hilfreich. Eine bundesweit aufgestellte Agentur, die Standortdaten aus vielen Regionen aggregiert, hat einen strukturellen Wissensvorteil: Sie sieht früh, wenn ein neuer Trend in einer Region greift, weil sie ihn aus anderen Regionen schon kennt.

ERTRAGSPROGNOSE

Auslastung und Ertragsprognose: Was realistisch erwartbar ist

Eine seriöse Ertragsprognose besteht nicht aus einer Zahl, sondern aus drei Szenarien. Das Realistic Case beschreibt, was in einem normalen Jahr mit ordentlicher Vermarktung erwartbar ist. Das Best Case beschreibt, was unter günstigen Umständen drin ist, wenn alles zusammenpasst. Das Stress Case beschreibt, was passieren kann, wenn die Auslastung wegbricht. Wer nur das Realistic Case kennt, hat keine Ahnung von seinem Risiko.

Die durchschnittliche Auslastung deutscher Ferienunterkünfte lag laut einer dwif-Erhebung, die Statista im Januar 2024 veröffentlicht hat, im Inland bei rund 24 Wochen pro Jahr. Das entspricht etwa 168 Tagen oder einer Auslastungsquote von 46 Prozent über das volle Jahr. Diese Zahl ist allerdings ein Querschnitt über alle Lagen, alle Konzepte und alle Vermarktungsstrategien. Eine professionell vermarktete Ferienwohnung in einer touristischen Top-Lage erreicht 60 bis 75 Prozent, eine schwach beworbene Wohnung in einer Mittellage liegt eher bei 35 bis 45 Prozent. Lodgify berichtet für Gastgeber mit Inseraten auf mehreren Plattformen Ausbuchungsraten, die je nach Monat um 8 bis 30 Prozent über dem Single-Channel-Niveau liegen.

Eine wichtige Klarstellung: Prognosen sind Prognosen. Sie hängen vom Zustand des Objekts, der Qualität der Vermarktung und vom Engagement des Vermieters oder seiner Agentur ab. Eine Standortanalyse beantwortet die Frage, was an einer Adresse möglich ist. Sie beantwortet nicht die Frage, was Sie tatsächlich erreichen werden. Diese Antwort liegt in Ihren eigenen Händen.

Eine seriöse Ertragsprognose macht aus einer schlechten Lage keine gute. Sie macht eine gute Lage planbar.

— Grundsatz der Drei-Szenarien-Methode

SAISONALITÄT

Saisonalität: Der Faktor, den fast alle unterschätzen

Saisonalität ist der wahrscheinlich am häufigsten unterschätzte Faktor in der Standortanalyse. Eine Region mit 80 Prozent Auslastung im August und 15 Prozent im November hat eine Jahres-Durchschnittsauslastung, die aussieht wie Mittelmaß, wirtschaftlich aber etwas anderes bedeutet als eine gleichmäßig verteilte Auslastung. Die Fixkosten laufen das ganze Jahr. Wer im Winter leersteht, zahlt trotzdem Heizung, Versicherung, WEG-Hausgeld und gegebenenfalls Kreditrate.

Die Daten des Deutschen Ferienhausverbands zeigen klar: Küstenregionen sind stärker saisonal geprägt als südliche Bergregionen, die als Wander- und Skigebiete ganzjährig funktionieren. Ein Objekt im bayerischen Voralpenland kann sowohl Sommerwanderer als auch Winterskifahrer ansprechen, während ein Objekt auf Usedom außerhalb der Strandsaison auf Wellness, Workation oder die Vorweihnachtszeit angewiesen ist.

Die strategischen Antworten auf Saisonalität sind mehrschichtig. Ein Konzept-Mix kann helfen: Eine Wohnung, die im Sommer als Ferienwohnung läuft und im Winter an Pendler oder Sabbaticals geht, kann die Auslastung über das Jahr glätten. Ein zweites Standbein über Workation-Pakete, Hundefreundlichkeit oder Familienangebote in der Nebensaison ist ein bewährter Hebel. Wer die Nebensaison passiv akzeptiert, lässt typischerweise zwischen 15 und 25 Prozent des möglichen Jahresumsatzes liegen.

STOLPERFALLEN

Drei Fehler, die Eigentümer immer wieder machen

Aus der Beratungspraxis lassen sich drei Muster erkennen, die mit auffallender Regelmäßigkeit auftreten. Der erste Fehler ist die emotionale Standortwahl. Eine Familie hat seit Jahren Urlaub auf Sylt gemacht und kauft dort ein Apartment, ohne zu prüfen, ob der Markt nicht längst gesättigt ist. Der zweite Fehler ist die Konzeptverliebtheit. Ein Eigentümer entscheidet sich für ein Hostel, weil das Konzept spannend wirkt, übersieht aber, dass die Region weder die Frequenz noch die Zielgruppe trägt. Der dritte Fehler ist die Genehmigungs-Naivität. Eine Wohnung wird gekauft, mit der Annahme, das wird schon gehen, und drei Monate später kommt der Bescheid, dass die Zweckentfremdungssatzung der Stadt eine Kurzzeitvermietung untersagt.

Alle drei Fehler haben dieselbe Wurzel: Sie entstehen, weil eine Reihenfolge nicht eingehalten wird. Erst die Daten, dann die Entscheidung. Erst die Genehmigung, dann das Konzept. Erst der Markt, dann das Marketing. Wer diese Reihenfolge umkehrt, kauft sich Probleme, die kein noch so guter Verwalter mehr reparieren kann.

Standortanalyse ist Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. Sie zeigt nicht, was Sie sich wünschen, sondern was wirklich geht.

— Lehre aus der Beratungspraxis

RECHT

Die rechtliche Lage: Zweckentfremdung, Bettensteuer und KVDG

Die rechtliche Lage ist in den letzten Jahren komplexer geworden, und sie wird sich weiter verändern. Drei Themenfelder sind besonders relevant: das Kurzzeitvermietungs-Datenaustausch-Gesetz (KVDG), die kommunalen Zweckentfremdungssatzungen und die Bettensteuer. Tippen Sie auf einen Bereich, um die Details zu sehen.

Mit der EU-Verordnung 2024/1028 ist eine zentrale Datenmeldepflicht für Plattformen wie Airbnb und Booking eingeführt worden, die ab 20. Mai 2026 in Deutschland über die Bundesnetzagentur umgesetzt wird. Das Kurzzeitvermietungs-Datenaustausch-Gesetz, kurz KVDG, verpflichtet Kommunen, ein digitales Registrierungsverfahren für Kurzzeitvermieter einzuführen, wenn sie Buchungsdaten von den Plattformen erhalten möchten. Für Vermieter bedeutet das: Wer in einer Stadt mit aktivem KVDG-Verfahren vermietet, muss sich registrieren. Welche Städte das sind, ist von der Bundesnetzagentur einsehbar.

Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und seit 2024 auch Leipzig regulieren die Kurzzeitvermietung scharf. In Leipzig dürfen Wohnungen seit der Satzungsänderung nicht länger als drei Monate pro Jahr als Ferienwohnung vermietet werden, und auch das nur mit behördlicher Genehmigung. Wer eine Immobilie in einer regulierten Stadt erworben hat, sollte vor jeder Investition die kommunale Lage prüfen.

Die Bettensteuer, in manchen Städten Tourismus- oder Übernachtungssteuer genannt, wird von immer mehr Kommunen erhoben. Sie liegt typischerweise zwischen 3 und 7,5 Prozent des Übernachtungsentgelts. Geschäftsreisende sind in vielen Städten ausgenommen, was eine korrekte Dokumentation erfordert. Die DAC7-Richtlinie verpflichtet Buchungsplattformen seit 2024 zudem, Vermieterdaten an die Finanzbehörden zu melden, sobald bestimmte Schwellenwerte überschritten sind.

DATENABFRAGE

Welche Daten brauchen wir für Ihre kostenfreie Standortanalyse?

Eine Standortanalyse ist ein Datenprodukt. Sie braucht objektspezifische Eingaben, die nur Sie als Eigentümer liefern können, und marktbezogene Recherche, die wir übernehmen. Damit eine fundierte Analyse möglich ist, benötigen wir lediglich sieben Eckdaten von Ihnen: die Adresse Ihrer Immobilie, die Objektart, die Wohnfläche, die Anzahl der Schlafplätze, den Zustand und Sanierungsstand, die aktuelle Nutzung sowie Ihr primäres Ziel der Vermietung. Diese Angaben kosten Sie etwa zwei Minuten.

Die übrigen 90 Prozent der Analyse erstellen wir aus öffentlichen und kostenpflichtigen Datenquellen: Statistisches Landesamt für Tourismusdaten, IHK-Daten für Wirtschaftsstruktur, Bundesagentur für Arbeit für Pendlerströme, AirDNA für Wettbewerbsdaten, Geoportal für Bebauungsplan, kommunale Quellen für Zweckentfremdung und Stellplatz, Lärmkartierung und Hochwassergefahrenkarten für Mikrolagen-Risiken. Aus diesen Daten entstehen 31 Einzelbewertungen, eine konzeptspezifische Gewichtung und am Ende ein Score zwischen 0 und 100 Prozent für jedes der sieben Konzepte.

Innerhalb von 48 Stunden erhalten Sie das Ergebnis als ausführliches Gutachten per E-Mail. Es enthält die Bewertung Ihrer Region, die Bewertung Ihrer Mikrolage, die Empfehlung des am besten geeigneten Konzepts, eine indikative Preisspanne sowie eine Drei-Szenarien-Ertragsprognose. Die Analyse ist kostenfrei, weil wir an der nachgelagerten Beratung interessiert sind, nicht am Verkauf des Gutachtens.

Infografik Datenfluss Webform → Gutachten
STANDORTANALYSE · ERST-EINSCHÄTZUNG

Welches Vermietungskonzept passt zu Ihrer Immobilie?

Beantworten Sie sieben kurze Fragen und Sie erhalten eine fachliche Einschätzung, welche Vermietungs- und Beherbergungskonzepte an Ihrem Standort wirtschaftlich tragfähig sind.

Straße und Hausnummer, PLZ, Ort
Bitte geben Sie eine vollständige Adresse mit PLZ und Ort an.
Bitte wählen Sie eine Objektart aus.
Bitte geben Sie eine Wohnfläche zwischen 15 und 800 m² an.
Bitte geben Sie die Anzahl der Schlafplätze an (1 bis 30).
Bitte wählen Sie einen Zustand aus.
Bitte wählen Sie die aktuelle Nutzung aus.
Bitte wählen Sie Ihr Ziel aus.
Bitte geben Sie Ihren Namen an.
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an.
Bitte stimmen Sie der Datenverarbeitung zu.

Vielen Dank — Ihre Anfrage ist eingegangen.

Wir haben Ihre Angaben erhalten und beginnen mit der Auswertung. Innerhalb von 48 Stunden erhalten Sie Ihre individuelle Standortanalyse per E-Mail. Bei Rückfragen melden wir uns telefonisch.

Etwas ist schiefgelaufen.

Ihre Anfrage konnte nicht übermittelt werden. Bitte versuchen Sie es in einigen Minuten erneut oder kontaktieren Sie uns direkt unter standortcheck@favorent.de.

Ihre Angaben werden ausschließlich zur Erstellung der Standortanalyse verarbeitet und nicht an Dritte weitergegeben. Details: Datenschutzerklärung.
PRAXIS

Praktische Tipps aus der Beratungspraxis

Aus der Arbeit an vielen hundert Standortanalysen lassen sich einige Tipps verdichten, die in keinem Lehrbuch stehen, aber den Unterschied zwischen Frust und Freude machen.

Infografik Praktische Tipps mit Symbolen
VERMEIDEN

Was sollten Sie in den ersten 90 Tagen vermeiden?

Drei Dinge sollten Sie in den ersten 90 Tagen aktiv vermeiden, weil sie häufig zu späteren Korrekturen führen, die teurer sind als das ursprüngliche Vorhaben.

Voreilige Investitionen in Möblierung und Ausstattung sind tückisch, bevor das Konzept feststeht. Eine Möblierung für Boardinghouse-Gäste sieht anders aus als für Familienurlauber, und beide unterscheiden sich von einer Monteursunterkunft. Wer früh kauft und später umentscheidet, kauft doppelt.

Plattform-Inserate ohne geklärte Genehmigungslage sind ein Risiko. Plattformen wie Airbnb oder Booking erlauben Inserate auch ohne Nachweis einer Genehmigung, aber das Risiko trägt der Vermieter. In Städten mit Zweckentfremdungssatzung sind Bußgelder von mehreren tausend Euro pro Verstoß möglich.

Pricing nach Bauchgefühl verschenkt Marge. Dynamic-Pricing-Tools wie PriceLabs oder Beyond Pricing arbeiten mit Marktdaten und passen Preise tagesgenau an. Wer manuell mit Festpreisen arbeitet, verschenkt in der Hauptsaison Marge und schreckt in der Nebensaison Buchungen ab. Die Investition in ein Pricing-Tool refinanziert sich bei mittlerer Auslastung typischerweise innerhalb der ersten Saison.

QUALITÄTSSICHERUNG

Sieben Tipps für die ersten Bewertungen

Die ersten Bewertungen entscheiden, wie das Inserat in den Plattform-Algorithmen rankt. Wer hier solide arbeitet, baut sich Rückenwind auf, der Monate trägt.

DATEN VS. INTUITION

Die Rolle von Daten gegen Bauchgefühl

Eine Standortanalyse darf das Bauchgefühl nicht ersetzen, aber sie sollte es korrigieren. Bauchgefühl ist wertvoll, weil es Erfahrung verdichtet. Es ist aber unzuverlässig, weil es Erinnerungslücken hat. Wer eine Region einmal in einem schönen August besucht hat, schätzt sie tendenziell überpositiv ein. Wer einmal in einem trüben November in eine Region gefahren ist, unterschätzt sie. Daten korrigieren beide Verzerrungen, weil sie über zwölf Monate hinweg verteilt sind.

Eine zweite Funktion von Daten: Sie schaffen Vergleichbarkeit zwischen Regionen, die ein einzelner Eigentümer aus eigener Anschauung gar nicht kennen kann. Eine Agentur, die jährlich hunderte Standortanalysen erstellt, sieht Muster, die ein Eigentümer mit einer Immobilie nie sehen wird. Sie sieht zum Beispiel, dass eine Region in den letzten zwei Jahren 15 Prozent neue Wettbewerber bekommen hat, ohne dass die Übernachtungszahlen entsprechend gestiegen sind. Das ist ein Frühwarnindikator für sinkende Auslastung, der in keiner amtlichen Statistik steht.

Bauchgefühl ist Ihre Hypothese. Daten sind der Test.

— Methodische Grundregel der datenbasierten Vermietungsentscheidung

ERGEBNIS

Was Sie nach der Standortanalyse haben

Am Ende einer Standortanalyse haben Sie nicht nur ein PDF mit Tabellen. Sie haben eine Entscheidungsgrundlage, mit der Sie nüchtern abwägen können. Das Gutachten enthält fünf konkrete Bestandteile:

Wichtig ist eine ehrliche Erwartungshaltung: Eine Standortanalyse ist keine Garantie. Sie ist eine fundierte Wahrscheinlichkeitsaussage. Ob die Prognose eintrifft, hängt vom Zustand des Objekts, der Qualität Ihrer Vermarktung und vielen weiteren Faktoren ab, die wir nicht steuern können. Wir sagen Ihnen, was an Ihrer Adresse möglich ist. Was Sie daraus machen, liegt in Ihrer Hand.

INTERAKTIV · ERTRAGSRECHNER

Spielen Sie die Drei-Szenarien-Prognose mit Ihren eigenen Annahmen durch

Vier Regler — Median-ADR, Auslastung, Mikrolagen-Score und Bewirtschaftungskostenquote — und Sie sehen, wie sich Best Case, Realistic Case und Stress Case Ihres Jahresumsatzes verändern. Die zugrundeliegende Formel ist dieselbe, die wir auch in der Standortanalyse einsetzen.

Ertragsprognose-Rechner

Drei Szenarien aus Ihrem Marktumfeld. Bewegen Sie die Regler, um die Eckdaten Ihrer Kalkulation einzustellen.

Mittlerer Übernachtungspreis vergleichbarer Objekte in 10-km-Radius (AirDNA, Booking-Recherche).
Erwartete Belegung über 365 Tage. Inland-Durchschnitt laut dwif rund 46 Prozent.
0 = unterdurchschnittliche Lage, 0,5 = mittel, 1 = Top-Lage. Ergibt sich aus den 12 Mikrolagen-Kriterien.
Reinigung, Wäsche, Strom, Bettensteuer, Provisionen, Versicherung — typisch 25 bis 40 Prozent.
Jahresumsatz-Szenarien (brutto)
Best Case
0 €
Realistic
0 €
Stress Case
0 €
Netto nach Bewirtschaftung (Realistic): 0 € pro Jahr
Berechnung: ADR-adjustiert = ADR × (0,85 + Mikrolagen-Score × 0,30). Best Case = Auslastung +10 Punkte, ADR +10 Prozent. Stress Case = Auslastung -15 Punkte, ADR -10 Prozent. Es handelt sich um Modellrechnungen — die tatsächlichen Ergebnisse hängen von Objektzustand, Vermarktung und vielen weiteren Faktoren ab.
QUELLEN

Quellen und weiterführende Daten

Sämtliche Marktdaten und Aussagen in diesem Artikel sind durch öffentlich zugängliche Quellen belegt. Die folgende Auflistung dokumentiert die zentralen Referenzen.

FAZIT

Erst die Daten, dann die Entscheidung

Eine Standortanalyse ist nicht der schnelle Weg zur Entscheidung. Sie ist der gründliche Weg, der Ihnen Jahre des Optimierens erspart. Die Daten sind verfügbar, die Methodik ist erprobt, und die Reihenfolge ist klar: Erst die Region, dann die Mikrolage, dann das Objekt, dann das Konzept, dann die Preise, dann das Marketing. Wer diese Reihenfolge einhält, hat eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, mit seiner Ferienimmobilie wirtschaftlich Erfolg zu haben.

Wenn Sie eine Adresse haben und in den nächsten Wochen eine Entscheidung treffen müssen, beantworten Sie sieben kurze Fragen über unser Webformular. Sie erhalten innerhalb von 48 Stunden eine ausführliche, kostenfreie Standortanalyse mit Konzeptempfehlung, Preisindikation und Drei-Szenarien-Ertragsprognose. Sie behalten am Ende die Entscheidung. Wir liefern Ihnen die Datengrundlage.

01

Region prüfen

Tourismus, Wirtschaft, Wettbewerb im 10-km-Radius — bevor Sie über Konzepte sprechen.

02

Mikrolage einordnen

Erreichbarkeit, Versorgung, Lärm, Internet — die Adresse innerhalb der Region einordnen.

03

Konzept wählen

Sieben Konzepte vergleichen, Score über 65 Prozent als Untergrenze.

04

Drei Szenarien

Best, Realistic und Stress Case rechnen — Risiko sichtbar machen, nicht verstecken.

HÖRVERSION · DIESES ARTIKELS ALS PODCAST

Lieber zuhören — mit klarer Trennung zwischen Form und Inhalt

Den gesamten Inhalt dieses Artikels stellen wir Ihnen auch als Hörversion zur Verfügung — als Gespräch zwischen Karsten Brahm, unserem Fachexperten bei Favorent, und der Journalistin Sonja Heinen. Die Audio-Form ist künstlich erzeugt, die fachliche Substanz stammt vollständig von uns: unsere Einschätzung, unsere Erfahrung aus dem laufenden Betrieb, unsere Position in offenen Fragen.

Karsten Brahm
Fachexperte · Favorent
Sonja Heinen
Journalistin · Gesprächspartnerin

Dialog statt Vortrag — aus didaktischem Grund

Komplexe Themen wie Preisstrategie, Treuhandabrechnung oder die Mechanik der Kurtaxe lassen sich als Vortrag selten so vermitteln, dass sie auch beim einmaligen Hören hängenbleiben. Wer als Vermieterin oder Vermieter nebenbei zuhört — im Auto, beim Objektrundgang, in der Küche — hat keine Möglichkeit, eine Passage zurückzuspulen, wenn ein Argument zu schnell vorbei war.

Im Dialog passiert etwas anderes. Eine Stimme stellt eine Position auf, die zweite hakt nach, widerspricht oder führt einen Spezialfall ein. Genau in dieser Spannung wird der Sachverhalt greifbar. Der Zuhörer geht den Gedankengang mit, statt ihn passiv zu empfangen.

Karsten Brahm bringt die Favorent-Position ein — fachlich, aus dem laufenden Betrieb. Sonja Heinen als Journalistin hakt nach, fordert Beispiele, stellt die Fragen, die Eigentümerinnen und Eigentümer in Beratungsgesprächen wirklich stellen.

Warum wir das Paar nicht jede Folge wechseln

Die beiden Stimmen bleiben über alle Folgen hinweg dieselben. Das hat einen einfachen Grund: Wer regelmäßig zuhört, lernt ihre Rollen kennen. Sie wissen nach kurzer Zeit, wer welchen Punkt vertreten wird, und können sich auf die Sache konzentrieren statt auf das Format. Das gibt der Reihe einen vertrauten Rhythmus — vergleichbar mit den festen Moderationsteams etablierter Wirtschaftspodcasts.

Was ist KI, was sind wir?

Die Sprachsynthese erzeugt die Stimmen, die Sie hören. Das Skript dahinter schreiben wir. Jede Aussage zu Preis, Recht, Marktlage oder Ablauf ist geprüft, jede Einschätzung ist unsere eigene. Wo wir auf Quellen Dritter verweisen, nennen wir sie. Wo wir eine eigene Position einnehmen, sagen wir das ebenfalls. Die Künstlichkeit der Stimme ändert nichts daran, dass die fachliche Verantwortung bei Favorent liegt.

Klare Trennung: Form automatisiert — Inhalt eigen. Wir lassen die Stimme generieren, nicht die Meinung.

Was wir damit erreichen wollen

Unser Ziel ist nicht Reichweite und auch nicht Unterhaltung. Unser Ziel ist, dass Sie nach dem Hören genug Substanz haben, um die nächste Entscheidung für Ihr Objekt selbstständig zu treffen — oder mit uns auf Augenhöhe darüber zu sprechen.

Wenn Sie nach einer Folge zurückrufen und sagen: „Ich habe die Mechanik der dynamischen Preisbildung verstanden, jetzt lassen Sie uns über meinen Fall sprechen“ — dann hat die Hörversion ihren Zweck erfüllt. In diesem Sinn ist das Audio-Format für uns kein Marketing-Kanal, sondern eine Vorbereitung auf das eigentliche Gespräch. Wir investieren die Zeit, damit Sie sie nicht investieren müssen.