REGION MITTE · BRANDENBURG

Ferienhausverwaltung Brandenburg

Unsere Deutschland-Zentrale in Rostock verwaltet Ihre Objekte mit regionalen Partnern vor Ort. Von Lübbenau über Lübben bis Burg (Spreewald) verwalten wir Ferienobjekte mit der gleichen Sorgfalt, die Sie von Ihrem eigenen Zuhause erwarten würden.

Ihr Team vor Ort
ZentraleRostock
Service-Partner18 regional
GästekarteGästeCARD Spreewald
KENNZAHLEN REGIONAL

Was Favorent-Objekte in Brandenburg erreichen

Durchschnitts-Auslastung
50 %
Über das gesamte Jahr, Favorent-Objekte in Brandenburg
Amtlicher Landeswert 2025: 39,8 Prozent ohne Campingplätze
Durchschnitts-Netto-Jahresertrag
12.600 EUR
Pro Objekt, nach Abzug aller Favorent-Kosten und Kurtaxe
Branchen-Benchmark bei gleicher Auslastung
Durchschnittliche Bewertung
4,8 / 5
Über alle Portale (Booking, Airbnb, FeWo-direkt) aus echten Gäste-Reviews
Regional-Durchschnitt: 4,3
Buchungs-Vorlauf
58 Tage
Durchschnittliche Zeit zwischen Buchung und Anreise – zeigt gesunde Nachfrage
In der Hauptsaison Mai bis September teils über 100 Tage
Zur Methodik: Die Auslastungskachel leitet sich aus der amtlichen Bettenauslastung des Landes Brandenburg für 2025 ab (39,8 Prozent, Beherbergungsstätten ohne Campingplätze, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistischer Bericht G IV 1 – m 12/25). Der Aufschlag von 25 Prozent bildet den Vorsprung professionell vermarkteter Objekte gegenüber dem Marktdurchschnitt ab. Ertrag, Bewertung und Buchungsvorlauf sind Erfahrungswerte aus der Favorent-Verwaltung. Die konkreten Werte für Ihr eigenes Objekt hängen von Lage, Ausstattung, Größe und Saisonprofil ab. Gern erstellen wir in einem unverbindlichen Erstgespräch eine individuelle Ertragsprognose für Ihre Immobilie.
SAISON UND BESONDERHEITEN

Wie sich Brandenburg über das Jahr verteilt

Auslastungs-Profil Brandenburg

Monatswerte in Prozent, abgeleitet aus der amtlichen Bettenauslastung Brandenburgs 2025 (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistischer Bericht G IV 1 – m 12/25), mit einem Aufschlag von 25 Prozent für professionell vermarktete Objekte

32
Jan
38
Feb
40
Mär
49
Apr
56
Mai
60
Jun
65
Jul
63
Aug
57
Sep
54
Okt
42
Nov
37
Dez
Stärkste Monate ab 55 Prozent Mittlere Monate 40 bis 54 Prozent Schwache Monate unter 40 Prozent

Regionale Besonderheit

Der Spreewald als UNESCO-Biosphärenreservat und das Brandenburgische Seenland bieten eine einzigartige Kombination aus Wasserwegen und Naturerlebnis. Die Saison ist eng an Rad-, Paddel- und Wandertourismus gekoppelt.

Saisonfenster

Mai bis September ist die stärkste Zeit, trägt aber nur 56,3 Prozent der Jahresübernachtungen. Eine tote Saison gibt es in Brandenburg nicht: Der schwächste Monat kommt amtlich auf 25,4 Prozent Bettenauslastung, und 88 Prozent der Beherbergungsstätten sind im Dezember geöffnet. Der höchste Monatswert des abgeleiteten Profils liegt im Juli bei 65 Prozent, in der Nebensaison sichern wir die Grundauslastung durch gezielte Paarurlauber- und Wellness-Kampagnen.

RECHT UND PFLICHTEN

Rechtliche Rahmenbedingungen in Brandenburg

Kurtaxe und Gästebeitrag

Ob eine Kur- oder Gästeabgabe anfällt, entscheidet in Brandenburg die einzelne Gemeinde. In den acht Kurorten und sechzehn Erholungsorten ist sie die Regel, in den übrigen Gemeinden überwiegend nicht: 72,4 Prozent aller Übernachtungen des Jahres 2025 entfielen auf Gemeinden ohne Prädikat. Seit der Novelle des Kommunalabgabengesetzes vom Juni 2024 darf jedoch jede Brandenburger Gemeinde einen Gästebeitrag einführen. Sie wird vom Vermieter eingezogen und an die Gemeinde abgeführt. Der Vermieter zieht die Abgabe vom Gast ein und führt sie an die Gemeinde oder die von ihr beauftragte Stelle ab, meist monatlich und bei Kleinvermietern teilweise quartalsweise. Er haftet dafür persönlich. Favorent übernimmt die komplette Abwicklung inklusive der GästeCARD Spreewald und weiterer regionaler Gästekarten.

Aktuelle Sätze, ganzjährig: 1,50 bis 3,00 Euro pro Person und Übernachtung. Keine der acht geprüften Gemeinden staffelt nach Saison – von 1,50 Euro in Buckow und Bad Wilsnack bis 3,00 Euro in Bad Saarow. Die Altersgrenze für die Befreiung liegt je nach Ort zwischen dem 8. und dem 18. Lebensjahr: 18 Jahre in Lübbenau, Lübben, Burg und Rheinsberg, 14 Jahre in Templin, 10 Jahre in Bad Saarow und 8 Jahre in Buckow. Maßgeblich ist immer die Satzung der Gemeinde.

Meldepflicht und Meldeschein

Meldepflicht nach Bundesmeldegesetz, digitale Erfassung in den anerkannten Kur- und Erholungsorten etabliert. Seit dem 1. Januar 2025 füllen nur noch Gäste ohne deutsche Staatsangehörigkeit einen besonderen Meldeschein aus und legen ein gültiges Ausweisdokument vor (§ 29 Abs. 2 Satz 1 Bundesmeldegesetz). Maßgeblich ist die Staatsangehörigkeit und nicht der Wohnsitz: Ein in Spanien lebender Deutscher füllt keinen Meldeschein aus, ein in Berlin lebender Franzose schon. Favorent übernimmt die gesamte Abwicklung elektronisch, sodass Sie als Eigentümer keine administrativen Lasten tragen.

Zweckentfremdung und Genehmigung

Ein Landesgesetz existiert seit dem 5. Juni 2019, es ist aber reine Ermächtigung und wirkt nur über eine kommunale Satzung. Erlassen hat eine solche Satzung bislang allein Potsdam. Der landesweit wirksame Hebel ist ein anderer: Die Umnutzung einer Wohnung in eine Ferienwohnung ist nach § 59 der Brandenburgischen Bauordnung baugenehmigungspflichtig. Vor Aufnahme einer neuen Vermietung prüfen wir für Sie die konkrete Rechtslage in Ihrer Gemeinde und beantragen falls erforderlich die notwendigen Genehmigungen. So vermeiden Sie Bußgelder und rechtliche Nachforderungen.

Steuerreporting für Sie

Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Kleinunternehmer-Regelung: Wir liefern Ihnen monatlich eine konsolidierte Abrechnung, die Ihr Steuerberater oder Sie selbst direkt ins Jahres-Reporting übernehmen können. Inklusive Betriebsausgaben-Zuordnung und Kurtaxe-Nachweisen.

Hinweis: Diese Angaben sind eine allgemeine Orientierung. Die konkreten Regelungen in Ihrer Gemeinde können abweichen und sich jährlich ändern. Favorent prüft vor Übernahme Ihrer Immobilie die geltende Kur- oder Gästebeitragssatzung, die Zweitwohnungssteuersatzung und die baurechtliche Situation der jeweiligen Gemeinde. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung. Rechtsstand: 13. August 2026.
PARTNER UND STIMMEN

Unser Netzwerk in Brandenburg

18+
regionale Service-Partner in Brandenburg, sorgfältig ausgewählt und langjährig erprobt
Reinigung
Zertifiziert und versichert
Wäscherei
Hotel-Standard
Hausmeister
24/7 Notfall
Handwerker
Regional vernetzt
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„Berlin-nah zu vermieten hat seine Tücken, weil Gäste oft spontan buchen. Favorent schafft es, die kurzen Vorlaufzeiten in den Ertrag zu bringen."

Familie Koch
Eigentümer Spreewaldhaus Lübbenau
★★★★★

„Am Scharmützelsee ist der Sommer klar die stärkste Zeit, aber Frühjahr und Herbst sind besser, als viele denken. Favorent füllt uns April und Oktober gezielt auf, und genau das macht am Jahresende den Unterschied."

Herr Lang
Eigentümer Seehaus Bad Saarow
ENTWICKLUNG SEIT 1992

Brandenburg seit 1992: aus 4,6 wurden 14,3 Millionen Übernachtungen

Als das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 1992 zum ersten Mal zählte, kamen 1.455.459 Gäste ins Land und blieben 4.634.785 Nächte. Im Jahr 2025 waren es 5.439.964 Gäste und 14.316.340 Übernachtungen. Bei den Übernachtungen ist das das 3,09-Fache, bei den Gästen fast das Vierfache. Das Bettenangebot wuchs von 33.557 auf 91.882 Betten, die Zahl der Betriebe von 724 auf 1.688. Wer heute in Brandenburg ein Ferienhaus vermietet, bewegt sich in einem Markt, den es in dieser Form vor gut drei Jahrzehnten schlicht nicht gab.

Steiler Aufbau, lange Konsolidierung, stetiges Wachstum

Der Zuwachs verteilte sich sehr ungleich über die Jahre. Schon 2001 stand die Übernachtungszahl bei 9.530.208, mehr als die Hälfte des gesamten Zuwachses seit 1992 lag also in den ersten zehn Jahren. Danach folgte eine lange Konsolidierung: Zwischen 2002 und 2010 kamen nur rund zwölf Prozent hinzu, das Bettenangebot blieb praktisch konstant, und die Zahl der Betriebe sank sogar von 1.682 auf 1.630. Erst ab 2011 wuchs der Markt wieder verlässlich, bis 2019 um weitere 26 Prozent auf 13.974.886 Übernachtungen.

Auffallend ist, was in dieser Reihe nicht passiert: Es gibt keinen einzigen Einbruch, der auf eine Konjunkturkrise oder auf eine verlorene Zielgruppe zurückginge. Zwischen 1996 und 2019 sank die Jahreszahl nur dreimal, und jedes Mal um weniger als zwei Prozent. Brandenburg ist damit ein bemerkenswert ruhiger Markt.

2020: der Befund, der die ganze Region erklärt

Dann kam die Pandemie. Brandenburg verlor 2020 27,5 Prozent seiner Übernachtungen. Berlin verlor im selben Jahr 64,0 Prozent. Dieser Abstand ist der wichtigste Einzelbefund der gesamten Reihe, denn er beschreibt, wovon das Land tatsächlich lebt: von der Naherholung aus der Stadt und aus dem eigenen Bundesland. Als Fernreisen ausfielen, blieb die Nachfrage vor der Haustür. 2021 lag noch auf Vorjahresniveau, 2022 sprang die Zahl um 33,8 Prozent, und 2023 war das Vorkrisenniveau wieder erreicht.

2024 wurde daraus das stärkste Jahr seit Beginn der Statistik: 14.413.013 Übernachtungen. Und 2025 fiel der Wert erstmals wieder, auf 14.316.340. Das sind 0,7 Prozent weniger als im Rekordjahr und weiterhin 2,4 Prozent mehr als 2019. Beides gehört zusammen genannt. Wer nur den Rekord zitiert, beschreibt einen Markt, den es seit anderthalb Jahren nicht mehr gibt. Wer nur den Rückgang nennt, übersieht, dass das Niveau historisch hoch bleibt.

Der zweite Trend ist unauffälliger und kostet Geld

1992 blieb ein Gast im Schnitt 3,2 Tage. 2025 sind es 2,6 Tage, der niedrigste Wert der gesamten Reihe. Aus Sommerfrische ist Kurzurlaub geworden. Für ein einzelnes Objekt bedeutet das bei gleicher Belegung mehr Anreisen, mehr Wechsel, mehr Reinigungen und mehr Kommunikation je verkaufter Nacht. Nur in den beiden Krisenjahren 2020 und 2021 stieg die Dauer kurz auf 3,1 beziehungsweise 3,2 Tage, weil weniger Gäste länger blieben. Seit 2024 liegt sie wieder unter dem Vorkrisenwert.

Parallel dazu wurden die Betriebe größer. Rechnerisch kamen 1992 auf einen Betrieb 46 Betten, 2025 sind es 54. Diese Zahl ist allerdings nur ein Trendindikator, kein exaktes Maß, und der nächste Abschnitt erklärt, warum.

Was die Zahlen leisten und was nicht

Die amtliche Reihe beginnt 1992. Ältere Werte sind mit ihr nicht vergleichbar, weil die Erhebung vor 1981 nur bestimmte Gemeinden erfasste und gesamtdeutsche Ergebnisse erst ab 1992 vorliegen.

Der Sprung von 1993 auf 1994 sieht mit 34 Prozent nach einem gewaltigen Nachfrageschub aus. Er war vor allem Wachstum des Berichtskreises: Die Zahl der erfassten Betriebe stieg im selben Jahr von 736 auf 1.047. Wer aus den Jahren vor 1996 Trends ableitet, misst den Aufbau der Statistik und nicht den Markt.

In derselben Quelltabelle zählt die Spalte Betriebe die Campingplätze mit, die Spalte Betten dagegen nicht. Beides in einer Darstellung zu mischen erzeugt falsche Betriebsgrößen. Deshalb steht oben ausdrücklich „Trendindikator“.

Und die amtliche Quelldatei enthält einen Formfehler: Die Kopfzeile der Brandenburg-Tabelle beschriftet die letzte Spalte mit „2024“, dort stehen jedoch die Werte für 2025. Wir haben die Spalte gegen den Statistischen Bericht G IV 1 – m 12/25 geprüft, bevor wir sie verwendet haben. Solche Prüfungen sind der Grund, warum auf dieser Seite jede Zahl eine Quelle trägt.

Schließlich gilt für die gesamte Reihe eine Erfassungsgrenze: Gezählt werden nur Beherbergungsbetriebe ab zehn Betten. Die typische Ferienwohnung mit vier bis sechs Betten taucht in diesen 14,3 Millionen Übernachtungen überhaupt nicht auf.

Was daraus für Eigentümer folgt

Die Reihe lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Brandenburg ist über drei Jahrzehnte gewachsen, hat 2024 seinen Höhepunkt erreicht und 2025 zum ersten Mal seit der Pandemie wieder nachgegeben. Wachstum ist damit vorerst kein Selbstläufer. Wer heute Auslastung gewinnen will, gewinnt sie nicht mehr aus dem Markttrend, sondern aus Sichtbarkeit, sauberer Preissteuerung und der Fähigkeit, kurze Aufenthalte dicht aneinanderzureihen. Genau dafür ist eine Verwaltung da.

1990

Das Biosphärenreservat Spreewald wird am 1. Oktober gegründet, 475 Quadratkilometer mit rund 1.500 Kilometern Fließen. Am 12. Dezember werden die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin UNESCO-Welterbe.

1991

Die UNESCO erkennt das Biosphärenreservat Spreewald an. Der Schutzstatus ist bis heute das stärkste Alleinstellungsmerkmal der Region und zugleich der Grund für strenge Auflagen beim Bauen.

1992

Beginn der amtlichen Beherbergungsstatistik für Brandenburg: 1.455.459 Gäste, 4.634.785 Übernachtungen, 724 Betriebe. Alle Rekordvergleiche beziehen sich auf dieses Startjahr.

2000 bis 2010

Die IBA Fürst-Pückler-Land wandelt die Bergbaufolgelandschaft der Lausitz um und legt den Grundstein für das Lausitzer Seenland.

2001

Bundesgartenschau Potsdam auf dem Bornstedter Feld, rund 2,6 Millionen Besucher bis zum 7. Oktober.

2003

Der Barbarakanal zwischen Geierswalder und Partwitzer See wird fertig, der erste schiffbare Überleiter im Lausitzer Seenland.

2004

Tropical Islands eröffnet am 19. Dezember in der ehemaligen Cargolifter-Halle bei Krausnick. Heute rund 1,2 Millionen Besucher im Jahr und der wichtigste Ganzjahres-Frequenzbringer im Dahme-Seenland.

2015

Bundesgartenschau Havelregion vom 18. April bis 11. Oktober, die erste dezentrale BUGA Deutschlands, rund 1,05 Millionen Besucher.

2016

Senftenberg, einst Zentrum des Braunkohlereviers, wird staatlich anerkannter Erholungsort.

2018

Das Kabinett beschließt am 2. Oktober die Novelle des Kurorte-Gesetzes: mindestens 100 klassifizierte Betten je Prädikatsort, Entwicklungskonzepte, Überprüfung alle zehn Jahre.

2019

Das Brandenburgische Zweckentfremdungsverbotsgesetz tritt am 5. Juni in Kraft. Es verbietet selbst nichts, sondern ermächtigt Gemeinden zu eigenen Satzungen.

2020

Die Pandemie kostet 27,5 Prozent der Übernachtungen, Berlin verliert 64,0 Prozent. Am 31. Oktober eröffnet der Flughafen BER.

2021

Potsdam erlässt am 30. April die erste und bis heute einzige Zweckentfremdungsverbotssatzung Brandenburgs.

2022

Die Tesla-Fabrik Grünheide liefert am 22. März die ersten in Brandenburg gebauten Fahrzeuge aus und schafft im Seenland Oder-Spree einen neuen Monteur- und Geschäftsreisemarkt.

2023

Das Kabinett beschließt am 6. Juni die neue Tourismusstrategie des Landes mit fünf Zukunftsfeldern. Am 6. September treten in Potsdam die ersten sozialen Erhaltungssatzungen in Kraft.

2024

Rekordjahr mit 14.413.013 Übernachtungen. Am 18. Juni beschließt der Landtag die KAG-Novelle: Künftig darf jede Gemeinde einen Gästebeitrag erheben, auch ohne Kurprädikat.

2025

Seit dem 1. Januar entfällt der Meldeschein für deutsche Staatsangehörige. Potsdam führt im April eine Übernachtungssteuer von 7,5 Prozent ein. Das Jahr endet mit 14.316.340 Übernachtungen, dem ersten Rückgang seit der Pandemie.

2026

Die EU-Kurzzeitvermietungsverordnung gilt ab dem 20. Mai; ein landesweites Registrierungsverfahren plant Brandenburg vorerst nicht. Am 29. Juni soll der schiffbare Lausitzer Seenverbund mit rund 4.000 Hektar Wasserfläche vollendet werden.

Infografik zur Entwicklung des Brandenburger Tourismus von 1992 bis 2025: Übernachtungen, Gäste, Betten und Aufenthaltsdauer im Zeitverlauf
Brandenburg 1992 bis 2025 im Überblick. Datengrundlage: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, „Tourismus und Gastgewerbe – Lange Reihe bis 2025“, Tabelle 2, sowie Statistischer Bericht G IV 1 – m 12/25. Darstellung: Favorent.
ZEHN JAHRE IN ZAHLEN

Was die amtliche Statistik über Brandenburg sagt

1. Land Brandenburg von 2015 bis 2025

Alle Werte beziehen sich auf Beherbergungsbetriebe ab zehn Betten. Gäste und Übernachtungen schließen Campingplätze ein, das Bettenangebot nicht. Betriebe und Betten sind jeweils Juli-Werte.

Auf schmalen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.

JahrGästeÜbernachtungenØ Dauer
(Tage)
Betriebe
(Juli, mit Camping)
Betten
(Juli, ohne Camping)
Ø Bettenauslastung
(ohne Camping)
20154.658.50212.518.9472,71.65584.946nicht veröffentlicht
20164.780.06312.880.2732,71.65084.581nicht veröffentlicht
20174.898.80913.090.1002,71.64884.926nicht veröffentlicht
20185.055.13013.546.7242,71.66385.585nicht veröffentlicht
20195.230.02513.974.8862,71.68586.46642,3 %
20203.260.83410.135.0963,11.70284.537nicht veröffentlicht
20213.165.34810.106.5123,21.74187.706nicht veröffentlicht
20224.777.60813.521.4562,81.71688.18539,6 %
20235.190.24914.244.9732,71.72490.08840,8 %
20245.426.36814.413.0132,71.71891.78440,2 %
20255.439.96414.316.3402,61.68891.88239,8 %
Warum die Auslastungsspalte Lücken hat: Amtlich ausgewiesen und belegbar sind die Jahreswerte für 2019 sowie für 2022 bis 2025. Für 2015 bis 2018 sowie 2020 und 2021 stünden die Werte in den Statistischen Berichten G IV 1 – m 12/15 bis 12/21, Tabelle 6; diese Jahrgänge waren über die frei zugänglichen Quellen nicht abrufbar. Wir schreiben die Lücke lieber hin, als sie zu schätzen.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, „Tourismus und Gastgewerbe – Lange Reihe bis 2025“, Tabelle 2; Statistischer Bericht G IV 1 – m 12/25; Auslastungswerte aus der Pressemitteilung Nr. 25/2026 sowie den TMB-Charts zur Tourismusentwicklung 2022 bis 2025. Ø Dauer amtlich ausgewiesen.

2. Monatliche Bettenauslastung 2025

Diese Werte sind amtlich berechnet und nicht von uns nachgerechnet. Bezugsgröße sind die angebotenen Bettentage der geöffneten Beherbergungsstätten, jeweils ohne Campingplätze.

Auf schmalen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.

Monat 2025Land BrandenburgSpreewaldSeenland Oder-SpreeFerienzentren, -häuser,
-wohnungen (Land)
Januar25,4 %27,7 %25,3 %21,4 %
Februar30,4 %38,5 %30,5 %27,6 %
März32,1 %36,1 %31,1 %24,8 %
April39,0 %49,3 %37,1 %36,7 %
Mai44,6 %52,5 %42,4 %35,4 %
Juni48,1 %53,1 %45,3 %39,4 %
Juli51,7 %58,1 %49,7 %56,3 %
August50,7 %60,7 %47,9 %55,4 %
September45,3 %51,8 %41,7 %35,1 %
Oktober43,2 %50,1 %40,0 %40,7 %
November33,5 %35,9 %31,1 %26,0 %
Dezember29,7 %32,9 %29,0 %24,9 %
Januar bis Dezember39,8 %46,3 %37,8 %36,3 %
Was auffällt: Der schwächste Monat des Landes liegt bei 25,4 Prozent, der stärkste bei 51,7 Prozent. Zwischen Tief und Hoch liegt also nur der Faktor 2,0. Das Ferienhaussegment schwankt deutlich stärker als das Land insgesamt, hat im Juli mit 56,3 Prozent aber den höchsten Einzelwert der Tabelle.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistische Berichte G IV 1 – m 01/25 bis 12/25, jeweils Tabelle 6 (Land und Reisegebiete) beziehungsweise Tabelle 3 (Betriebsarten). Der Jahreswert ist die amtliche Spalte „Januar bis Dezember“.

3. Die zwölf Reisegebiete

Das Amt gliedert Brandenburg in zwölf Reisegebiete. Sie sind nicht deckungsgleich mit den Landkreisen.

Auf schmalen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.

ReisegebietÜbernachtungen 2019Übernachtungen 2025Δ 2019 zu 2025Gäste 2025Ø DauerBettenauslastung 2025
Seenland Oder-Spree2.284.0732.132.594−6,6 %663.5383,237,8 %
Spreewald2.098.2342.095.820−0,1 %781.5972,746,3 %
Dahme-Seenland1.112.8601.585.988+42,5 %910.0861,746,0 %
Potsdam1.338.8861.501.050+12,1 %638.5182,451,3 %
Ruppiner Seenland1.503.2291.429.033−4,9 %486.1702,938,6 %
Fläming1.204.5701.153.382−4,2 %454.3502,538,1 %
Havelland1.193.9581.114.614−6,6 %401.2552,833,0 %
Uckermark1.019.880988.309−3,1 %320.7413,139,1 %
Barnimer Land940.140844.791−10,1 %297.2462,834,0 %
Lausitzer Seenland637.292700.113+9,9 %225.8713,131,2 %
Prignitz422.383529.095+25,3 %201.2912,633,7 %
Elbe-Elster-Land219.381241.551+10,1 %59.3014,136,7 %
Land Brandenburg13.974.88614.316.340+2,4 %5.439.9642,639,8 %
Bitte nicht verwechseln: Bad Saarow liegt im Reisegebiet Seenland Oder-Spree, nicht im Spreewald. Brandenburg hat vier Reisegebiete mit „Seenland“ im Namen, deshalb ist die Kurzform mehrdeutig. Und wer mit Wachstum argumentieren möchte, muss auf Dahme-Seenland, Prignitz oder Potsdam zeigen: Spreewald und Seenland Oder-Spree sind zusammen zwar rund 30 Prozent des Landes, haben ihr Niveau von 2019 aber nicht wieder erreicht.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung Nr. 25/2026 mit Datentabelle „Tourismus 2019 und 2025 nach Reisegebieten“; Gäste, Aufenthaltsdauer und Auslastung aus Statistischer Bericht G IV 1 – m 12/25, Tabellen 4 und 6. Übernachtungen einschließlich Campingplätze, Auslastung ohne. Prozentwerte 2019 zu 2025 eigene Berechnung aus den amtlichen Absolutwerten.

4. Kurabgabe je Ort, Stand 2026

Geprüft wurden die acht staatlich anerkannten Kurorte und die drei großen Spreewald-Erholungsorte. Maßgeblich ist immer die Satzung der jeweiligen Gemeinde.

Auf schmalen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.

OrtPrädikatErwachsene je ÜbernachtungErmäßigtKinder frei bisSaisonstaffelungObergrenze / Jahreskarte
Bad SaarowThermalsole- und Moorheilbad3,00 €1,50 € (10 bis 17 Jahre, Schwerbehinderte ab GdB 80)unter 10 Jahrenkeine30 Tage; Jahreskarte 90,00 €
Burg (Spreewald)Ort mit Heilquellenkurbetrieb2,00 €Reha-Patienten 1,00 €bis 18 Jahrekeine28 Kalendertage; Jahresbeitrag 56,00 €
Lübben (Spreewald)Erholungsort2,00 €nicht belegtbis zum vollendeten 18. Lebensjahrkeine28 Tage im Jahr
Lübbenau/SpreewaldErholungsort2,00 €nicht belegtbis zum vollendeten 18. Lebensjahrkeine56,00 € ab 28 Kalendertagen
Rheinsberg3 Ortsteile als Erholungsorte1,90 €nicht belegtbis zum vollendeten 18. LebensjahrkeineJahresbeitrag 66,50 €
TemplinThermalsoleheilbad2,00 €jede fünfte zahlungspflichtige Person der Familie frei; Schwerbehinderte ab GdB 80 freibis zum vollendeten 14. LebensjahrkeineDauercamper 42 Tage im Jahr
Bad WilsnackThermalsole- und Moorheilbad1,50 €0,75 € (Jugendliche)nicht belegtnicht belegtnicht belegt
Buckow (Märkische Schweiz)Kneippkurort1,50 €0,50 € (9 bis 18 Jahre)bis zum vollendeten 8. LebensjahrkeineJahresbeitrag vorgesehen
Der wichtigste Befund dieser Tabelle: Keine einzige der acht geprüften Gemeinden staffelt nach Saison. Alle Satzungen nennen einen einheitlichen Ganzjahressatz zwischen 1,50 € (Buckow, Bad Wilsnack) und 3,00 € (Bad Saarow). Auch die verbreitete Annahme „Kinder unter 18 sind frei“ stimmt nur in vier der geprüften Orte. Die Altersgrenze liegt je nach Ort zwischen dem 8. und dem 18. Lebensjahr.

Quellen: Kurbeitragssatzungen der Stadt Lübbenau/Spreewald (Fassung 2025), der Stadt Lübben (Spreewald) seit 01.04.2015 nebst 1. Änderung, des Amtes Burg (Spreewald), von Bad Saarow (Amt Scharmützelsee), der Stadt Rheinsberg (Lesefassung 2026, in Kraft seit 20.10.2025), der Stadt Templin (Neufassung vom 26.02.2025) und der Stadt Buckow (beschlossen am 13.05.2015, Ortsteil Hasenholz ausgenommen). Bad Wilsnack: Der Satz von 1,50 € stammt nur aus Sekundärquellen, die Satzung selbst war nicht einsehbar, weil die Website ein fehlerhaftes TLS-Zertifikat liefert. Deshalb sind die übrigen Felder dieser Zeile offen gelassen.

5. Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Betriebsartenvergleich

Sortiert nach der Veränderung gegenüber 2019. Nur die oberste Zeile bildet die Ferienhausvermietung ab.

Auf schmalen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.

BetriebsartÜbernachtungen 2025Δ 2024 zu 2025Δ 2019 zu 2025
Ferienzentren, Ferienhäuser, Ferienwohnungen2.403.976+1,9 %+20,8 %
Hotels garnis1.236.422+0,9 %+54,4 %
Campingplätze1.603.127−0,8 %+15,3 %
Hotels5.022.175−1,8 %−5,7 %
Jugendherbergen und ähnliche Betriebe888.879−3,2 %−7,2 %
Pensionen480.020−6,5 %−8,5 %
Vorsorge- und Rehakliniken1.485.626+2,7 %−8,7 %
Erholungs-, Ferien-, Schulungsheime830.872−0,6 %−11,6 %
Gasthöfe365.243−4,3 %−12,1 %
Alle Betriebsarten14.316.340−0,7 %+2,4 %
Das Segment ist der stärkste Gewinner nach absoluten Zuwachszahlen: plus 413.194 Übernachtungen seit 2019, während das Land insgesamt nur 2,4 Prozent zulegte. 2025 entfielen 2.403.976 der 14.316.340 Übernachtungen auf Ferienzentren, Ferienhäuser und Ferienwohnungen, also 16,8 Prozent.

Und die Zahl, die gern falsch zitiert wird: Der Anteil am Bettenangebot beträgt 21,6 Prozent (19.869 von 91.882 Betten ohne Campingplätze) beziehungsweise 14,3 Prozent, wenn man Campingplätze einrechnet. Die oft genannten 46,5 Prozent sind falsch. Das ist die Obergruppe „Weitere Beherbergungsstätten“, in der zusätzlich Jugendherbergen, Erholungs- und Schulungsheime sowie Vorsorge- und Rehakliniken stecken. In Brandenburg fällt dieser Fehler besonders groß aus, weil das Land überdurchschnittlich viele solcher Häuser hat.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Statistischer Bericht G IV 1 – m 12/25, Tabellen 1 und 11; Bettenangebot nach Betriebsarten aus G IV 1 – m 07/25, Tabelle 3 (Stichtag Juli 2025). Anteile eigene Berechnung aus den amtlichen Absolutwerten.

AKTUELLE LAGE

Was in Brandenburg gerade diskutiert wird

Diese Auswahl bündelt 20 Meldungen aus Presse, Landesbehörden, Statistikamt und Kommunen aus den Jahren 2024 bis 2026. Aufgenommen ist nur, was sich mit einer erreichbaren Quelle belegen lässt. Drei Meldungen sind für Eigentümer besonders wichtig und deshalb hervorgehoben.

Nachfrage und Rekordjahr

4 Meldungen
03.03.2025Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung 32/2025

Brandenburgs Tourismus boomt

Das Land meldet für 2024 14,4 Millionen Übernachtungen von 5,4 Millionen Gästen, den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung 1992. Die Bettenauslastung sank im selben Jahr allerdings von 40,8 auf 40,2 Prozent. Mehr Gäste bei sinkender Auslastung heißt: Es kamen noch mehr Betten dazu.

Stand 2026KernmeldungAmt für Statistik Berlin-Brandenburg, Datenblatt Tourismus

2025 fällt der Rekord wieder

Für 2025 weist das Amt 14,3 Millionen Übernachtungen aus, ein Minus von 0,7 Prozent. Die Gästezahl stieg minimal, die Bettenauslastung ging auf 39,8 Prozent zurück. Das ist der erste Rückgang seit der Pandemie und der Grund, warum wir auf dieser Seite Rekord und Rückgang immer zusammen nennen.

2026Landeshauptstadt Potsdam, Pressemitteilung 085

Potsdamer Tourismusbilanz 2025

Potsdam erreicht 1,5 Millionen Übernachtungen und 638.518 Gäste, erstmals über 100.000 Übernachtungen in November und Dezember. Der Auslandsanteil liegt bei nur 10 Prozent. Die neue Übernachtungssteuer brachte 5,595 Millionen Euro.

2024Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald

Gute Halbjahresbilanz für den Tourismus

Das erste Halbjahr 2024 war mit 6,4 Millionen Übernachtungen und 2,5 Millionen Gästen das erfolgreichste Halbjahr der Landesgeschichte. Ein Jahr später lag das Halbjahr bereits wieder im Minus.

Wasser und Klima

4 Meldungen
11.08.2026KernmeldungRadio Cottbus

Niedrigwasser im Spreewald: Paddler sollen Schleusen meiden

Die Stadt Lübben ruft dazu auf, Boote an Bootsrollen und Umsetzstellen über Land zu tragen, statt Schleusen zu benutzen, damit kein Wasser verloren geht. Ein generelles Fahrverbot gibt es nicht, aber Wartezeiten und eingeschränkte Durchfahrten. Für Objekte, deren Buchbarkeit am Wasser hängt, ist das ein Nachfragerisiko.

Stand 07.08.2026KernmeldungLandesamt für Bauen und Verkehr Brandenburg

Amtliche Sperrliste der schiffbaren Landesgewässer im Spreewald

Vier Sperrungen sind unbefristet oder dauern seit Jahren an: das Große Fließ seit dem 23.11.2023 wegen einer defekten Brücke, die Spree an der Schlepziger Mühle unbefristet nach einem Schleusenschaden, der Burg-Lübbener-Kanal seit dem 25.07.2025 und der Dresslerstrom seit dem 03.02.2026. Dazu kommen mehrere baubedingte Sperrungen im Jahr 2026.

30.07. bis 01.08.2026Niederlausitz aktuell

Waldbrand bei Jüterbog wächst auf 308 Hektar

Auf dem munitionsbelasteten ehemaligen Truppenübungsplatz war kein direkter Löschangriff möglich, im Einsatz waren ferngesteuerte Kettenfahrzeuge. Warnungen ergingen in Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark. Es war der dritte Brand auf diesem Gelände binnen weniger Monate.

Mai 2026Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH

Waldbrand im Wildnisgebiet Jüterbog

Anfang Mai 2026 vernichtete ein Feuer über 150 Hektar Wald. Angelegte Waldbrandschutzstreifen begrenzten die Ausbreitung. Waldbrandgefahr gehört in Brandenburg zur Standortfrage, nicht zur Ausnahme.

Wohnraum und Abgaben

6 Meldungen
04.12.2025KernmeldungStadtspuren, Potsdam

Potsdam verschärft die Zweckentfremdung und erhöht die Zweitwohnungssteuer

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt am 03.12.2025: Kurzzeitvermietung über Plattformen wie Airbnb gilt ausdrücklich als Zweckentfremdung, die Umwandlung in Mikroapartments wird unzulässig. Zum 01.01.2026 steigt die Zweitwohnungssteuer von 20 auf 25 Prozent der Jahresnettokaltmiete.

26.06.2024Tourismusnetzwerk Brandenburg

Neues Kommunalabgabengesetz eröffnet Chancen für den Tourismus

Der Landtag beschließt am 18.06.2024 die Neufassung des KAG. Künftig darf jede Gemeinde einen Gästebeitrag erheben, nicht mehr nur Prädikatsorte, und auch Tagesgäste können herangezogen werden. Das ist die wichtigste Abgabenländerung des Jahrzehnts für Brandenburger Vermieter.

2025Landeshauptstadt Potsdam, Pressemitteilung 176

Wohnraumschutzbericht 2025

Der vierte Bericht nennt 12 zurückgeführte Leerstandswohnungen, 34 Hinweise und 48 Anträge auf Genehmigung einer Zweckentfremdung. Potsdam ist die einzige Brandenburger Kommune, die Zweckentfremdungsverbot und Milieuschutz überhaupt einsetzt.

2026Tourismusnetzwerk Brandenburg

EU-Kurzzeitvermietungsverordnung ab Mai 2026

Die Verordnung gilt ab dem 20.05.2026, das nationale Durchführungsgesetz liegt seit Januar 2026 im Entwurf vor, die Bundesnetzagentur wird zentrale Zugangsstelle. Wichtig für Eigentümer: Das Land Brandenburg plant kein landesweites Registrierungsverfahren, die Entscheidung liegt bei den Kommunen.

31.03.2026Senatskanzlei Berlin

Berlin führt Pflicht-Registrierungsnummern ein

Zum 20.05.2026 braucht in Berlin jede Kurzzeitvermietung eine Registrierungsnummer, Plattformen müssen regelmäßig Daten melden. Für das Berliner Umland ist das ein realistischer Vorbote, auch wenn Berliner Recht für Brandenburger Objekte nicht gilt.

27.07.2026Der Tagesspiegel

Grundstücksmarkt Brandenburg: mehr Häuser in zweiter Reihe gefragt

Der Grundstücksmarktbericht 2025 zählt rund 27.000 Kaufverträge und 7,2 Milliarden Euro Umsatz. Der Durchschnittspreis für ein Einfamilienhaus liegt landesweit stabil bei 361.000 Euro, der Bodenrichtwert im Speckgürtel bei 318 Euro je Quadratmeter gegenüber 111 Euro in der Peripherie.

Erreichbarkeit

3 Meldungen
01.08.2025 bis 30.04.2026Deutsche Bahn, Baustelleninformationen

Generalsanierung Hamburg–Berlin trifft die Regionallinien

Neun Monate Vollsperrung mit Einschränkungen auf zahlreichen Brandenburger Regionallinien, darunter RE2, RE6, RB10, RB14, RB20 und RB32, dazu RE8 und RB73. Ersatzverkehr mit Bussen. Da nur 9 Prozent der Gäste mit der Bahn anreisen, war der Effekt begrenzt, aber spürbar.

2026Verbraucherzentrale Brandenburg

Funklöcher bleiben ein Problem

Rund 23 Prozent der Menschen in Brandenburg sind mit dem Mobilfunkempfang unzufrieden, in Orten unter 5.000 Einwohnern sind es 30 bis 31 Prozent. Für ein Ferienobjekt ist Empfang inzwischen ein Ausstattungsmerkmal wie eine Spülmaschine.

2025DEHOGA Brandenburg

Rund 2.703 fehlende Fachkräfte im Gastgewerbe

Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 fehlten im Hotel- und Gaststättengewerbe rund 2.703 Fachkräfte. Die TMB verweist auf eine Ausdünnung des touristischen Angebots durch Personalmangel. Wer als Eigentümer selbst reinigt und übergibt, spürt diesen Markt unmittelbar.

Strukturwandel in der Lausitz

3 Meldungen
24.04.2026Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung

Schiffbarmachung der Lausitzer Seen

Am 29.06.2026 soll der schiffbare Seenverbund offiziell vollendet werden: rund 4.000 Hektar zusammenhängende Wasserfläche aus gefluteten Braunkohletagebauen, verbunden durch Kanäle. Eine komplett neue Ferienregion geht in Betrieb.

18.12.2024Der Tagesspiegel

20 Jahre Tropical Islands

Eröffnet am 19.12.2004 in der ehemaligen Cargolifter-Halle, heute rund 1,2 Millionen Besucher im Jahr und Platz für etwa 6.000 Personen gleichzeitig. 2024 kam das Hotel Ohana für rund 30 Millionen Euro dazu.

2026parkerlebnis.de

Tropical Islands investiert rund 113 Millionen Euro

Bis 2026 fließen rund 113 Millionen Euro in den Park. Mittelfristig sind 300 Millionen Euro für den Ausbau der Bettenkapazität vorgesehen: derzeit 1.900 Betten, genehmigt sind bis zu 9.000. Für Vermieter im Umfeld ist das ein zweischneidiges Signal.

Bewusst nicht aufgenommen haben wir drei Meldungen, deren Veröffentlichungsdatum sich nicht zweifelsfrei feststellen ließ, sowie eine ältere Zahl zum Anteil der Berliner an den Tagesreisen nach Brandenburg: Sie stammt aus einer Studie von 2014, und die zugehörige Quellseite ist nicht mehr erreichbar. Alle hier verlinkten Quellen wurden am 13.08.2026 geprüft.

BEHÖRDEN UND PFLICHTEN

Was Behörden in Brandenburg wirklich verlangen

Brandenburg wird beim Thema Ferienvermietung häufig falsch beschrieben, in beide Richtungen. Mal heißt es, das Land sei streng reguliert, weil es ein Zweckentfremdungsverbotsgesetz gibt. Mal heißt es, es gebe gar keine Hürden. Beides trifft nicht zu. Wir haben deshalb die Rechtslage Punkt für Punkt geprüft und schreiben hier auf, was tatsächlich gilt.

Der landesweite Hebel, den fast niemand nennt

Wer eine Wohnung zur Ferienwohnung macht, braucht in aller Regel eine Baugenehmigung

Nach § 59 der Brandenburgischen Bauordnung ist eine Nutzungsänderung genehmigungspflichtig. Und das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass die dauerhafte Nutzung einer als Wohnung genehmigten Einheit als Ferienwohnung für einen ständig wechselnden Personenkreis genau eine solche Nutzungsänderung ist. Planungsrechtlich gilt die Ferienwohnnutzung als eigenständige Nutzungsart, die sich vom dauerhaften Wohnen unterscheidet.

Das betrifft weit mehr Eigentümer als jede kommunale Satzung, weil es im ganzen Land gilt und nicht nur in einer einzigen Stadt. Zuständig ist die untere Bauaufsichtsbehörde, also der Landkreis oder die kreisfreie Stadt. Im Verfahren wird geprüft, ob die Ferienwohnnutzung am konkreten Standort planungsrechtlich zulässig ist. Verfahrensfrei bleibt eine Nutzungsänderung nur dann, wenn für die neue Nutzung keine anderen öffentlich-rechtlichen Anforderungen gelten.

Wer ein Objekt kauft, das bereits als Ferienwohnung genehmigt ist, hat dieses Thema hinter sich. Wer eine bestehende Dauerwohnung umwidmen will, sollte es vor dem Kauf klären und nicht danach.

Zweckentfremdung

Ein Landesgesetz gibt es, eine Satzung hat genau eine Stadt

Das Brandenburgische Zweckentfremdungsverbotsgesetz vom 5. Juni 2019 (GVBl. I/19 Nr. 18) existiert wirklich. Es verbietet allerdings selbst nichts. Es ist eine reine Ermächtigung: Gemeinden, in denen die Versorgung mit Wohnraum besonders gefährdet ist, dürfen durch eigene Satzung bestimmen, dass Wohnraum nur mit Genehmigung anders genutzt werden darf. Als Zweckentfremdung gilt dann unter anderem die Nutzung für die Fremdenbeherbergung an mehr als acht Wochen im Kalenderjahr. Der Bußgeldrahmen reicht bis 100.000 Euro.

Entscheidend ist der zweite Teil des Satzes. Genau eine Kommune in ganz Brandenburg hat eine solche Satzung erlassen: Potsdam, in Kraft seit dem 30. April 2021 und am 3. Dezember 2025 verschärft. Seither erfasst die Satzung ausdrücklich die Kurzzeitvermietung über Plattformen wie Airbnb, und die Umwandlung von Bestandswohnungen in Mikroapartments ist unzulässig.

Was das praktisch heißt: Im Spreewald, am Scharmützelsee, im Ruppiner Seenland, in der Uckermark, im Havelland und in der Lausitz besteht nach derzeitigem Stand keine Genehmigungspflicht nach Zweckentfremdungsrecht. Wer dort vermietet, hat aus diesem Gesetz weder eine Antragspflicht noch ein Bußgeldrisiko. Die Baugenehmigungsfrage oben bleibt davon unberührt.

Sollte eine Gemeinde künftig eine Satzung erlassen, greift eine Übergangsregelung: Wohnraum, der beim Inkrafttreten bereits länger als acht Wochen im Jahr als Ferienwohnung genutzt wird, bleibt zwei Jahre genehmigungsfrei, wenn der Verfügungsberechtigte das innerhalb von drei Monaten anzeigt. Diese Frist zu verpassen ist teuer.

Quellen: Brandenburgisches Zweckentfremdungsverbotsgesetz (BRAVORS) · Landeshauptstadt Potsdam, Zweckentfremdungsverbot · Stadtspuren vom 04.12.2025

Kurbeitrag und Gästebeitrag

Die Rechtslage hat sich 2024 grundlegend geändert

Bis 2024 galt: Nur staatlich anerkannte Kur- und Erholungsorte durften eine Gästeabgabe erheben. Diese Prämisse ist überholt. Der Landtag hat am 18. Juni 2024 das Kommunalabgabengesetz neu gefasst, ausgefertigt am 21. Juni 2024. Seither dürfen alle Brandenburger Gemeinden einen Gästebeitrag erheben, auch ohne Prädikat, und auch von Tagesgästen. Die Zweckbindung wurde von Heil- und Kurzwecken auf allgemeine touristische Zwecke erweitert.

„Kurbeitrag“ ist seither im Wesentlichen nur noch eine Bezeichnung, die den acht staatlich anerkannten Kurorten vorbehalten bleibt: Bad Belzig, Bad Freienwalde, Bad Liebenwerda, Bad Saarow, Bad Wilsnack, Buckow in der Märkischen Schweiz, Burg im Spreewald und Templin. Dazu kommen 16 staatlich anerkannte Erholungsorte.

Eine verbreitete Aussage stimmt so nicht: „In Brandenburg fällt pro Gast und Übernachtung die Kurabgabe an“. Brandenburg hat rund 409 Gemeinden, aber nur 24 Prädikatsorte. Und die amtliche Statistik zeigt: 72,4 Prozent aller Übernachtungen des Jahres 2025 entfielen auf Gemeinden ohne Prädikat. Richtig ist deshalb: Ob eine Abgabe anfällt, entscheidet die einzelne Gemeinde. In den Prädikatsorten ist sie die Regel, seit 2024 kann sie überall dazukommen.

Wie das aussieht, zeigt Rheinsberg. Die Stadt hat am 11. Mai 2026 eine Gästebeitragssatzung beschlossen, die zum 1. Januar 2027 in Kraft tritt. Das Erhebungsgebiet wächst von drei auf alle 17 Ortsteile, der Satz beträgt 1,90 Euro je Person und Aufenthaltstag, höchstens für 35 Kalendertage im Jahr. Neu und für Brandenburg wichtig: Inhaber von Zweitwohnungen mit Hauptwohnsitz außerhalb Rheinsbergs gelten als ortsfremd und zahlen einen Jahresbeitrag von 66,50 Euro. Vermieter ab zehn Schlafgelegenheiten rechnen monatlich ab, Vermieter darunter quartalsweise. Für fristgerechte Abrechnung zahlt die Stadt eine Kostenerstattung von vier Prozent des Nettogästebeitrags zuzüglich Umsatzsteuer.

  • Abgabengläubigerin ist immer die Gemeinde. Sie kann die Erhebung an ein Amt oder eine beauftragte Gesellschaft übertragen. In Templin geht die Zahlung an die Tourismus-Marketing Templin GmbH, in Buckow an das Amt Märkische Schweiz, in Burg an das Amt Burg (Spreewald).
  • Der Vermieter zieht die Abgabe vom Gast ein, führt sie ab und haftet persönlich dafür. Der Rhythmus richtet sich nach der Satzung, meist monatlich.
  • Verstöße sind Ordnungswidrigkeiten. In Rheinsberg reicht der Rahmen je nach Tatbestand bis 5.000 beziehungsweise 10.000 Euro.
  • Keine der acht geprüften Gemeinden staffelt nach Saison. Die Sätze gelten ganzjährig und liegen zwischen 1,50 und 3,00 Euro. Die Altersgrenze für die Kinderbefreiung schwankt zwischen dem 8. und dem 18. Lebensjahr.

Quellen: § 11 Kommunalabgabengesetz Brandenburg (BRAVORS) · Tourismusnetzwerk Brandenburg zur KAG-Novelle · MASGZ Brandenburg, Kurorte · Amt Burg (Spreewald), Kurbeitrag · Gästebeitragssatzung der Stadt Rheinsberg, ausgefertigt am 03.07.2026. Anteil der Übernachtungen in Gemeinden ohne Prädikat: eigene Berechnung aus Statistischer Bericht G IV 1 – m 12/25, Tabellen 9 und 10.

Gästekarten

Die Karte im Spreewald heißt GästeCARD Spreewald

Eine „SpreeWelten-Card“ gibt es nicht. SpreeWelten ist ein Erlebnisbad in Lübbenau, bekannt für das Schwimmen mit Blick auf Pinguine, und es ist Rabattpartner der Gästekarte. Herausgeber der Karte sind die drei Spreewald-Kommunen beziehungsweise ihre Tourismusorganisationen. Ausgegeben wird sie durch den Gastgeber bei Zahlung des Kurbeitrags, sie gilt nur während des Aufenthalts und nur bei Vorlage.

GästeCARD Spreewald

Lübben, Lübbenau und Burg. Ermäßigungen bei über 30 Attraktionen, darunter Kahnfahrten, Bootsverleih, Museen und Thermen.

Templiner Gäste-Karte

Enthält die kostenlose Nutzung des Stadtverkehrs. Ausgestellt wird elektronisch über das System AVS.

Kurkarte Bad Saarow

Kostenloser ÖPNV im gesamten Landkreis Oder-Spree, dazu AquaFitness, Stand-up-Paddling, WLAN an Bahnhof, Kurpark und Hafen.

Gästekarte Rheinsberg

Wird ab dem 1. Januar 2027 zur Rheinsberger Gästebeitragskarte und gilt dann in allen 17 Ortsteilen.

Quellen: Tourismusinformationen Lübben, Lübbenau und Burg (Spreewald); Satzung der Stadt Templin über die Erhebung eines Kurbeitrages vom 26.02.2025; Kurbeitragssatzung Bad Saarow, Amt Scharmützelsee; Gästebeitragssatzung der Stadt Rheinsberg.

Zweitwohnungssteuer

Kein Landesgesetz, dafür sehr viele Gemeindesatzungen

Brandenburg hat kein Zweitwohnungssteuergesetz. Die Steuer ist eine örtliche Aufwandsteuer, die jede Gemeinde durch eigene Satzung erheben kann. Maßstab, Satz, Ausnahmen und Verfahren stehen ausschließlich dort. Wegen der Nähe zu Berlin ist die Zahl der Zweitwohnsitze hoch, entsprechend verbreitet ist die Steuer, meist mit Sätzen um zehn bis elf Prozent. Das ist der Punkt, an dem Eigentümer am häufigsten überrascht werden.

Der Referenzfall ist Potsdam: seit dem 1. Januar 2026 25 Prozent der Jahresnettokaltmiete, zuvor 20 Prozent, fällig in vier Raten. Bei einer angenommenen Jahresnettokaltmiete von 9.600 Euro sind das 2.400 Euro im Jahr. Nach altem Satz wären es 1.920 Euro gewesen.

Für Eigentümer ist eine Unterscheidung entscheidend. Die Aufwandsteuer knüpft an das Innehaben einer Wohnung für den persönlichen Lebensbedarf an. Wird eine Ferienwohnung als reine Kapitalanlage gehalten und ausschließlich an Dritte vermietet, ohne dass eine Eigennutzungsmöglichkeit besteht, scheidet eine Besteuerung nach dieser Dogmatik aus. Umgekehrt gilt: Schon eine vertraglich vorbehaltene Eigennutzungsoption kann die Steuerpflicht auslösen, auch wenn sie nie ausgeübt wird. Die Potsdamer Satzungsdefinition bildet genau das ab.

Hier sind wir bewusst vorsichtig: Uns liegt keine Brandenburger Gemeindesatzung im Wortlaut vor, die eine ausdrückliche Befreiungsklausel für Kapitalanlagen enthält. Die Aussage stützt sich auf die allgemeine Aufwandsteuer-Dogmatik und die Potsdamer Definition. Ob und in welchem Umfang eine reine Kapitalanlage befreit ist, richtet sich nach der jeweiligen Gemeindesatzung. Maßgeblich ist der vertragliche Ausschluss der Eigennutzung, und der gehört sauber dokumentiert. Verlassen Sie sich außerdem nicht auf private Satzübersichten im Netz: Die verbreitetste nennt für Potsdam bis heute 15 Prozent.

Quellen: Landeshauptstadt Potsdam, Zweitwohnungsteuer · Stadtspuren vom 04.12.2025

Tourismusbeitrag

Diese Abgabe zahlen Sie selbst, nicht Ihre Gäste

Der Tourismusbeitrag, früher Fremdenverkehrsbeitrag, steht ebenfalls in § 11 KAG. Erhebungsberechtigt sind Gemeinden, die ganz oder teilweise als Kur- oder Erholungsort anerkannt sind, sowie Gemeinden, in denen die Zahl der Fremdenübernachtungen regelmäßig das Siebenfache der Einwohnerzahl übersteigt.

Beitragspflichtig sind Personen und Unternehmen, denen der Fremdenverkehr besondere wirtschaftliche Vorteile bietet. Dazu gehören ausdrücklich auch selbständig tätige Ferienwohnungsvermieter, nicht nur Hotels. Bemessen wird über Messbetrag, Vorteilssatz und Gewinn beziehungsweise Umsatz, in der Regel mit jährlicher Erklärungspflicht. Und anders als der Gästebeitrag ist er nicht auf den Gast umlegbar. Das Amt Burg (Spreewald) formuliert das unmissverständlich.

Quellen: § 11 KAG Brandenburg · Amt Burg (Spreewald), Tourismusbeitrag

Meldepflicht

Seit 2025 füllen deutsche Gäste keinen Meldeschein mehr aus

Das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz hat das Bundesmeldegesetz geändert. Seit dem 1. Januar 2025 entfällt die besondere Meldepflicht für Gäste mit deutscher Staatsangehörigkeit (§ 29 Abs. 2 Satz 1 BMG).

Maßgeblich ist die Staatsangehörigkeit, nicht der Wohnsitz. Ein in Spanien lebender Deutscher füllt keinen Meldeschein aus, ein in Berlin lebender Franzose schon. Ausländische Gäste müssen den besonderen Meldeschein am Anreisetag handschriftlich unterschreiben und ein gültiges Ausweisdokument vorlegen.

Die Erhebung des Gäste- oder Kurbeitrags bleibt davon unberührt, denn sie stützt sich auf das Kommunalabgabengesetz und nicht auf das Melderecht. Nachweise gegenüber der Gemeinde sind weiterhin zu führen, praktisch über die Meldedaten- und Gästekartensysteme der Tourismusorganisationen.

Quelle: § 29 Bundesmeldegesetz, Fassung des Vierten Bürokratieentlastungsgesetzes (verkündet am 29.10.2024).

EU-Kurzzeitvermietungsverordnung

Pflicht kommt, aber ob sie Ihr Objekt trifft, entscheidet Ihre Gemeinde

Die Verordnung (EU) 2024/1028 ist seit dem 20. Mai 2026 anwendbar und gilt für alle Kurzzeitvermietungen unter zwölf Monaten, privat wie gewerblich. Das nationale Durchführungsgesetz liegt seit Januar 2026 im Entwurf vor, die Bundesnetzagentur soll die einheitliche digitale Zugangsstelle zwischen Plattformen und Behörden werden.

Wichtig ist das Opt-in-Prinzip: Die Verordnung verpflichtet Kommunen nicht, ein Registrierungsverfahren einzuführen. Daten können nur dort abgerufen werden, wo ein solches Verfahren besteht. Und das Land Brandenburg plant nach eigener Auskunft kein landesweites Registrierungsverfahren. Für viele Brandenburger Vermieter besteht damit vorerst keine automatische Registrierungspflicht. Berlin geht den umgekehrten Weg, was für Objekte im Berliner Umland ein realistischer Vorbote ist.

Quellen: Tourismusnetzwerk Brandenburg zur EU-Kurzzeitvermietungsverordnung · Senatskanzlei Berlin vom 31.03.2026

Zum rechtlichen Stand dieser Seite. Die Angaben in diesem Abschnitt sind eine allgemeine Orientierung für Eigentümer und keine Rechtsberatung. Kommunale Satzungen ändern sich, teils jährlich, und die Rechtslage kann im Einzelfall abweichen. Wir haben jede Aussage gegen die genannten Quellen geprüft und dort, wo eine Primärquelle fehlte, ausdrücklich darauf hingewiesen. Vor Übernahme einer Immobilie prüfen wir die geltende Kur- oder Gästebeitragssatzung, die Zweitwohnungssteuersatzung und die baurechtliche Situation der jeweiligen Gemeinde einzeln.

Rechtsstand dieser Darstellung: 13. August 2026. Alle verlinkten Quellen wurden zu diesem Datum auf Erreichbarkeit geprüft.
ANGEBOT UND RÜCKGÄNGE

Was die Region bietet und was sie verloren hat

Eine Region ehrlich zu beschreiben heißt, beide Spalten zu füllen. Brandenburg hat Weltklasse-Substanz und gleichzeitig reale Verluste, die sich unmittelbar auf die Buchbarkeit einzelner Objekte auswirken. Wir stellen beides nebeneinander, weil Sie als Eigentümer beides einplanen müssen.

Das Wasser ist hier kein Nebenaspekt

Kahnfahrten und Paddeln sind das Produkt des Spreewalds. Wenn Fließe gesperrt sind oder der Wasserstand Schleusenfahrten erschwert, fällt nicht ein Zusatzangebot aus, sondern der Reiseanlass. Der Spreewaldverein bringt das auf eine kurze Formel: ohne Wasser kein Spreewaldkahn.

Vier Sperrungen bestehen dauerhaft oder unbefristet, zwei davon seit über zwei Jahren. Dazu kommen die baubedingten Sperrungen des Jahres 2026 und die Niedrigwasserlage im August 2026. Für ein Objekt, dessen Buchbarkeit an einem bestimmten Fließ, Kahnhafen oder Bootsanleger hängt, ist das ein Nachfragerisiko, das man kennen und in der Vermarktung abfedern sollte. Der Wasserhaushalt der Spree bleibt zudem die offene Zukunftsfrage der Lausitz. Wir nennen dazu bewusst keine Prozentzahlen, weil uns für den Zusammenhang zwischen Kohleausstieg und Spreeabfluss keine belastbare Primärquelle vorliegt.

Was die Region bietet

Substanz, die über Jahrzehnte gewachsen ist und sich nicht kopieren lässt.

UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald

Gegründet am 1. Oktober 1990, von der UNESCO 1991 anerkannt. 475 Quadratkilometer mit rund 1.500 Kilometern Fließen, entstanden als Binnendelta der Spree. Im Reservat leben etwa 50.000 Menschen in 37 Dörfern und zwei Städten. Der Schutzstatus ist das stärkste Alleinstellungsmerkmal der Region und zugleich der Grund für strenge Auflagen beim Bauen.

Kahnfahrten als Markenzeichen

Die traditionelle Stakkahnfahrt ist das Produkt des Spreewalds, mit Schwerpunkten in Lübbenau und Lübben. Der Spreewaldverein fördert den Spreewaldkahn ausdrücklich als Kulturerbe.

Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin

UNESCO-Welterbe seit dem 12. Dezember 1990, erweitert 1992 um Schloss und Park Sacrow und 1999 unter anderem um die Kolonie Alexandrowka und das Belvedere auf dem Pfingstberg. Potsdam ist damit ein Ganzjahresziel und die stärkste Einzelgemeinde des Landes.

Lausitzer Seenland

Die größte künstliche Wasserlandschaft Europas mit mehr als zwanzig neuen Seen aus gefluteten Braunkohletagebauen. Kernstück sind rund 4.000 Hektar Wasserfläche mit fünf schiffbar verbundenen Seen. Die offizielle Vollendung des Seenverbunds ist für den 29. Juni 2026 angesetzt.

Tropical Islands

Seit dem 19. Dezember 2004 in der ehemaligen Cargolifter-Halle bei Krausnick, rund 1,2 Millionen Besucher im Jahr unter einer 107 Meter hohen Kuppel. Bis 2026 fließen rund 113 Millionen Euro in den Park. Derzeit 1.900 Betten, genehmigt sind bis zu 9.000. Der wichtigste Ganzjahres-Frequenzbringer im Dahme-Seenland.

Acht Kurorte und sechzehn Erholungsorte

Zusammen rund 350 Beherbergungsbetriebe und knapp 22.000 Betten in der Saison. Auf sie entfielen 2025 rund 4 Millionen Übernachtungen, also 28 Prozent aller gewerblichen Übernachtungen des Landes. Mineral- und Moorbäder erreichten dabei 52,3 Prozent Bettenauslastung, Kneippkurorte sogar 66,4 Prozent.

Spreewälder Gurken

Acht Betriebe bauen sie an, die Erntemenge liegt bei rund 30.000 Tonnen je Saison. Ein kleines Thema mit großer Marketingwirkung, das die Region über die Grenzen Brandenburgs hinaus bekannt macht.

Radtourismus

Gurkenradweg und Oder-Neiße-Radweg sind die bekanntesten Routen, vermarktet zentral über das Reiseland Brandenburg. Belastbare Nutzerzahlen oder Streckenlängen liegen uns nicht vor, deshalb nennen wir hier keine.

Was sie verloren hat

Rückgänge, die wir offen benennen, weil sie Belegung kosten.

Vier Wasserwege im Spreewald sind dauerhaft dicht

Die amtliche Sperrliste vom 7. August 2026 führt das Große Fließ seit dem 23. November 2023 wegen einer defekten Brücke, die Spree an der Schlepziger Mühle unbefristet nach einem Schleusenschaden, den Burg-Lübbener-Kanal an der Kalkofenschleuse seit dem 25. Juli 2025 und den Dresslerstrom seit dem 3. Februar 2026. Dazu kommen 2026 mehrere baubedingte Sperrungen, unter anderem am Lehder Graben in Lübbenau.

Niedrigwasser im August 2026

Die Stadt Lübben rief Paddler auf, Schleusen zu meiden und Boote über Land zu tragen, damit kein Wasser verloren geht. Ein Fahrverbot gab es nicht, aber Wartezeiten und eingeschränkte Durchfahrten.

Drei Waldbrände bei Jüterbog binnen weniger Monate

Anfang Mai 2026 brannten über 150 Hektar im Wildnisgebiet. Ende Juli und Anfang August 2026 wuchs ein weiterer Brand auf dem munitionsbelasteten Gelände auf 308 Hektar. Ein direkter Löschangriff war nicht möglich, es kamen ferngesteuerte Kettenfahrzeuge zum Einsatz.

Geschlossene Bäder

Das Erlebnisbad Senftenberg ist wegen Sanierung geschlossen, die Schwimmhalle Spremberg seit Sommer 2023 wegen Mängeln. Beide sollen 2027 wieder öffnen. Die Schönefelder Welle ist wegen Baumängeln bis voraussichtlich Herbst 2026 zu.

Rehakliniken verlieren

Die Übernachtungen in Vorsorge- und Rehakliniken sanken von 2019 bis 2024 um 11,2 Prozent. Da dieses Segment gut 10 Prozent aller Übernachtungen Brandenburgs stellt, fällt das im Landesdurchschnitt auf.

Mehr Betten, weniger Auslastung

Die Bettenauslastung im Juli fiel von 47,2 Prozent (2019) auf 43,9 Prozent (2024). Im selben Zeitraum wuchs das Bettenangebot in Ferienzentren, Ferienhäusern und Ferienwohnungen um 24,6 Prozent. Das Angebot wächst also schneller als die Nachfrage, und der Wettbewerbsdruck steigt genau in dem Segment, in dem Sie vermieten.

2.703 fehlende Fachkräfte

So groß war die Lücke im Hotel- und Gaststättengewerbe zwischen Juli 2024 und Juni 2025. Die TMB verweist auf eine Ausdünnung des touristischen Angebots durch Personalmangel. Für ein einzelnes Objekt heißt das: verlässliche Reinigung und Schlüsselübergabe sind kein Selbstverständnis mehr.

Das Wachstum steht still

2025 lagen die Übernachtungen mit 14,3 Millionen unter dem Rekord von 2024, die Bettenauslastung sank von 40,2 auf 39,8 Prozent. Das Wachstum konzentriert sich auf Potsdam und das Dahme-Seenland. Die klassischen Flächenregionen tragen es nicht mehr.

Die Angaben zu den geschlossenen Bädern stammen aus einem Fachverzeichnis und nicht aus amtlichen Mitteilungen der Betreiber. Wir kennzeichnen sie deshalb ausdrücklich als nachrangig belegt.

Quellen: Deutsche UNESCO-Kommission, Spreewald · Deutsche UNESCO-Kommission, Schlösser und Parks · Spreewaldverein, Kulturerbe Spreewaldkahn · LMBV, Überleiter und Kanäle · MIL Brandenburg zur Schiffbarmachung der Lausitzer Seen · Tagesspiegel, 20 Jahre Tropical Islands · Tourismusnetzwerk Brandenburg, Kur- und Erholungsorte · LBV Brandenburg, Sperrungen im Spreewald · Radio Cottbus vom 11.08.2026 · Niederlausitz aktuell zum Waldbrand bei Jüterbog · ZUG gGmbH zum Wildnisgebiet Jüterbog · DEHOGA Brandenburg, Fachkräftesicherung · Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Auslastungs-, Betten- und Segmentwerte aus den TMB-Charts zur Tourismusentwicklung Brandenburg (Jahre 2024 und 2025) sowie den Statistischen Berichten G IV 1 – m 07/25 und 12/25.

GÄSTESTRUKTUR

Wer nach Brandenburg kommt

Wer nach Brandenburg kommt, lässt sich gut belegen. Wir stützen uns hier auf zwei Datenwelten: die amtliche Beherbergungsstatistik, die nur Betriebe ab zehn Betten erfasst, und den DestinationMonitor, der die Nachfrageseite unabhängig von der Unterkunftsart misst. Wo die Datenlage dünn ist, sagen wir das statt zu schätzen.

Der stärkste Befund dieser Seite

Rund 43 Prozent des Marktes sind amtlich unsichtbar

Für 2023 weist der DestinationMonitor rund 23,1 Millionen inländische Übernachtungen in Brandenburg aus. Die amtliche Statistik zählte im selben Jahr 13.127.875 Inlandsübernachtungen. Die Differenz von rund zehn Millionen entfällt auf Unterkünfte unter zehn Betten, auf Privatwohnungen gegen Entgelt, auf eigene Ferienimmobilien und auf Aufenthalte bei Verwandten und Bekannten. Für 2019 fällt die Rechnung noch deutlicher aus: rund 25,1 Millionen laut DestinationMonitor gegenüber amtlich 12.914.578 Übernachtungen, also rund 49 Prozent außerhalb der amtlichen Erfassung.

23,1 Mio.

inländische Übernachtungen 2023 laut DestinationMonitor

13,1 Mio.

davon amtlich erfasst, also Betriebe ab zehn Betten

rund 43 %

des Marktes tauchen in keiner amtlichen Zahl auf

Der zweite Beleg kommt aus den dwif-Studien. In beiden vorliegenden Brandenburger Untersuchungen übersteigt der Bruttoumsatz des Tagestourismus den des Übernachtungstourismus: im Lausitzer Seenland 164,4 gegenüber 101,0 Millionen Euro, in Brandenburg an der Havel 116,5 gegenüber 35,9 Millionen Euro. Im Havelland stellen Tagesreisen 86,4 Prozent der Aufenthaltstage und 65,6 Prozent der Umsätze, in Potsdam brachten 16,3 Millionen Tagesreisen 67 Prozent des gesamten Tourismusumsatzes.

Beides zusammen erklärt, warum die amtliche Statistik den Markt systematisch untertreibt. Und es beschreibt die eigentliche Aufgabe: Aus einem Tagesgast einen Übernachtungsgast zu machen, ist in Brandenburg der größte einzelne Hebel. Die Differenz ist eine Größenordnung, keine exakte Zahl, weil beide Erhebungen unterschiedlich messen.

Woher die Urlaubsgäste kommen

Anteil an den reinen Urlaubsreisen nach Brandenburg, 2023

  • Berlin27 %
  • Sachsen23 %
  • Brandenburg selbst12 %
  • Nordrhein-Westfalen7 %
  • Niedersachsen7 %

Gut jeder vierte Urlaubsgast kommt aus Berlin. Zusammen mit Sachsen und Brandenburg selbst sind es rund 62 Prozent. Nimmt man alle Übernachtungsreisen zusammen, führt Brandenburg selbst mit 21 Prozent vor Berlin mit 16 Prozent. Brandenburg ist ein Nahmarkt. Wer auf Fernquellmärkte setzt, geht am Markt vorbei.

Warum sie kommen

Anteil am Reiseaufkommen inländischer Übernachtungsreisen, 2023

  • Verwandten- und Bekanntenbesuche59 %
  • Urlaubsreisen28 %
  • Geschäftsreisen mit Übernachtung10 %
  • Sonstige Privatreisen3 %

Die überraschendste Zahl der ganzen Recherche: Verwandten- und Bekanntenbesuche stellen 59 Prozent der Reisen und 52 Prozent der Übernachtungen. Brandenburg ist damit überdurchschnittlich ein Besuchsziel und unterdurchschnittlich ein Urlaubsziel. Der vermietbare Markt ist die 28-Prozent-Scheibe, nicht die Gesamtzahl.

Wo sie schlafen

Unterkunftsart bei Urlaubsreisen, 2023

  • Hotel, Gasthof, Motel32 %
  • Eigene Immobilie oder privat bei Bekannten24 %
  • Gemietete Ferienwohnung oder Ferienhaus17 %
  • Camping8 %
  • Pension8 %
  • Appartement-, Bungalow-, Clubanlage5 %

Der Anteil der gemieteten Ferienwohnungen und Ferienhäuser liegt seit 2019 unverändert bei 17 Prozent. Gewachsen ist stattdessen die Kategorie eigene Immobilie oder privat bei Bekannten, von 21 auf 24 Prozent. Genau dieser Bestand ist der unsichtbare Markt aus dem Kasten oben.

Wie sie anreisen

Verkehrsmittel bei Urlaubsreisen, 2023

  • Pkw83 %
  • Bahn9 %
  • Wohnmobil oder Wohnwagen4 %
  • Bus2 %
  • Flugzeug0 %

Zwei praktische Folgen: Ein Stellplatz am Objekt ist Pflicht. Und die Bahnanbindung ist trotz der Nähe zu Berlin kein Verkaufsargument, sondern ein Zusatz. Bundesweit reisen 17 Prozent mit der Bahn an, in Brandenburg nur 9 Prozent. Der Anteil der Fluganreisen lag 2023 bei null.

Was ein Gast am Tag ausgibt

Tagesausgaben je Person, Havelland 2023

  • Gewerblicher Betrieb ab 10 Betten133,10 €
  • Privatquartier unter 10 Betten und Hausboot65,60 €
  • Camping und Reisemobil35,90 €
  • Tagesgast27,70 €

Ein Gast im Privatquartier gibt rund halb so viel aus wie einer im gewerblichen Betrieb. In der älteren dwif-Erhebung für das Lausitzer Seenland aus 2019 lauten die Werte 110,80 gegenüber 70,60 Euro. Diese Differenz ist der Spielraum, den Professionalisierung hebt.

Was sie in Brandenburg suchen

Motive und Hauptreiseanlässe, 2023

Entspannen nennen 55 Prozent, deutlich über dem Bundesschnitt von 46 Prozent. Es folgen Zeit für Familie und Freunde mit 39 Prozent, dem Alltag entfliehen mit 28 Prozent und Natur mit 22 Prozent. Als Hauptreiseanlass steht Urlaub auf dem Land mit 25 Prozent an erster Stelle, der Bundesschnitt liegt bei 16 Prozent.

Bei den Aktivitäten führt der Aufenthalt in der Natur mit 60 Prozent vor Kultur mit 48 Prozent und Spazierengehen mit 36 Prozent. Aktivitäten am und auf dem Wasser nennen 30 Prozent, bundesweit sind es nur 17 Prozent. Radfahren kommt auf 21, Wandern auf 18 Prozent.

Und die Gäste sind zufrieden: 72 Prozent bewerteten ihre Reise mit sehr gut gegenüber 67 Prozent im Bund, 73 Prozent würden Brandenburg ganz bestimmt weiterempfehlen.

Ausländische Gäste sind eine Randgröße

Anteil und Quellmärkte, 2024

1.147.394 Übernachtungen entfielen 2024 auf ausländische Gäste, das sind 8,0 Prozent. Stärkster Quellmarkt ist Polen mit 244.987 Übernachtungen, gefolgt von den Niederlanden mit 116.657, dem Vereinigten Königreich mit 61.132, Tschechien mit 59.630 und Dänemark mit 56.268.

Diese Gäste verteilen sich sehr ungleich: 27 Prozent der Auslandsübernachtungen entfallen auf das flughafennahe Dahme-Seenland, 15 Prozent auf den Fläming und 13 Prozent auf Potsdam. In den klassischen Ferienregionen spielen sie kaum eine Rolle. Eine Vermarktung, die auf internationale Nachfrage setzt, wäre für die meisten Brandenburger Objekte fehl am Platz.

Wie gebucht wird

Buchungskanäle Brandenburg, 2024 im Vergleich zu 2014

Die Direktbuchung beim Anbieter dominiert weiterhin mit 56 Prozent, 2014 waren es 62 Prozent. Internet-Reiseportale haben sich im selben Zeitraum von 9 auf 22 Prozent mehr als verdoppelt.

Bundesweit ist die Entwicklung noch deutlicher: Die über Online-Plattformen gebuchten Übernachtungen in Ferienunterkünften stiegen von 37,2 Millionen im Jahr 2019 auf 68,3 Millionen im Jahr 2025, ein Plus von 83,4 Prozent. Ein Brandenburg-Wert liegt dafür nicht öffentlich vor.

Wo wir bewusst nichts behaupten

Altersstruktur der Brandenburg-Gäste. Der DestinationMonitor erhebt soziodemografische Merkmale, die veröffentlichten Auszüge enthalten sie jedoch nicht. Uns liegen keine belastbaren Zahlen vor, also nennen wir keine.

Aktueller Berliner Anteil an den Tagesreisen nach Brandenburg. Es kursiert eine Zahl aus einer Studie von 2014. Die zugehörige Quellseite liefert inzwischen einen Fehler 404. Wir verwenden sie deshalb nicht. Dass Berlin der wichtigste Quellmarkt ist, belegen wir stattdessen über die Urlaubsreisen aus dem DestinationMonitor.

Tagesreisenvolumen für das gesamte Land. Das dwif weist Länderergebnisse nur alle drei Jahre aus; die nächste Brandenburger Landespräsentation ist für den 8. Oktober 2026 angekündigt. Bis dahin arbeiten wir mit den regionalen Studien und kennzeichnen sie als solche.

Quellen: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg, Marktforschungs-News Juni 2024 auf Basis des GfK DestinationMonitor 2023 · TMB-Charts zur Tourismusentwicklung Brandenburg, Jahr 2024 · dwif, Wirtschaftsfaktor Tourismus für das Havelland 2023 · dwif, Wirtschaftsfaktor Tourismus Brandenburg an der Havel · Landeshauptstadt Potsdam, Tourismusbilanz 2025 · Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Amtliche Inlandsübernachtungen 2023 und 2019 aus der Langen Reihe des Amtes; die Gegenüberstellung mit dem DestinationMonitor ist eine eigene Differenzrechnung. Plattformbuchungen: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilungen Nr. 266/2026 und Nr. 161/2025.

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