REGION MITTE · RHEINLAND-PFALZ UND NORDRHEIN-WESTFALEN

Ferienhausverwaltung Eifel und Mosel

Unsere Deutschland-Zentrale in Rostock verwaltet Ihre Objekte mit regionalen Partnern vor Ort. Von Cochem über Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach bis in die Nordeifel um Monschau, Heimbach und Bad Münstereifel verwalten wir Ferienobjekte mit der gleichen Sorgfalt, die Sie von Ihrem eigenen Zuhause erwarten würden.

Ihr Team vor Ort
ZentraleRostock
Service-Partner25 regional
Gästekarteje nach Ort
KENNZAHLEN REGIONAL

Was Favorent-Objekte in Eifel und Mosel erreichen

Durchschnitts-Auslastung
48 %
In der Hauptsaison Mai bis Oktober, Favorent-Objekte in Eifel und Mosel
Amtlich Mai bis Oktober 2025: 38,6 Prozent Bettenauslastung
Durchschnitts-Netto-Jahresertrag
14.700 EUR
Pro Objekt, nach Abzug aller Favorent-Kosten und Kurtaxe
Branchen-Benchmark bei gleicher Auslastung
Durchschnittliche Bewertung
4,8 / 5
Über alle Portale (Booking, Airbnb, FeWo-direkt) aus echten Gäste-Reviews
Eigene Auswertung, ein amtlicher Vergleichswert existiert nicht
Buchungs-Vorlauf
58 Tage
Durchschnittliche Zeit zwischen Buchung und Anreise - zeigt gesunde Nachfrage
In der Hauptsaison Mai bis Oktober teils über 100 Tage
Zur Methodik: Die Auslastungskachel leitet sich aus der amtlichen Bettenauslastung der Landkreise Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Vulkaneifel, Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm ab (38,6 Prozent für Mai bis Oktober 2025, gewichtet nach Übernachtungen; Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Statistische Berichte G 4023, Monatsberichte 2025, Tabelle T 9). Der Aufschlag von 25 Prozent ist eine branchenübliche Umrechnung von der Bettenauslastung auf die Objektauslastung und ausdrücklich keine amtliche Zahl – die amtliche Statistik zählt einzelne Betten und rechnet Campingstellplätze ganzjährig mit. Ertrag, Bewertung und Buchungsvorlauf stammen aus unserer eigenen Auswertung. Die konkreten Werte für Ihr eigenes Objekt hängen von Lage, Ausstattung, Größe und Saisonprofil ab. Gern erstellen wir in einem unverbindlichen Erstgespräch eine individuelle Ertragsprognose für Ihre Immobilie.
SAISON UND BESONDERHEITEN

Wie sich Eifel und Mosel über das Jahr verteilt

Auslastungs-Profil Eifel und Mosel

Amtliche Bettenauslastung 2025 der fünf Eifel- und Moselkreise, gewichtet nach Übernachtungen und mit dem Faktor 1,25 auf Objektauslastung umgerechnet

21
Jan
22
Feb
29
Mär
38
Apr
43
Mai
48
Jun
51
Jul
60
Aug
46
Sep
43
Okt
26
Nov
30
Dez
Hauptsaison ab 40 Prozent Übergangsmonate 30 bis 39 Prozent Nebensaison unter 30 Prozent

Regionale Besonderheit

Die Moselregion verbindet Weinbau-Tourismus mit historischen Burgen wie Reichsburg Cochem und Burg Eltz. In der Eifel bieten Nationalpark und Vulkaneifel UNESCO-anerkannte Landschaften. Das Ahrtal wächst seit vier Jahren wieder, 2025 um 15,4 Prozent bei den Übernachtungen. Erholt hat es sich damit nicht: Im April 2026 waren 73 Beherbergungsbetriebe geöffnet gegenüber 118 im Jahr 2019, es fehlen 47 Prozent der Schlafgelegenheiten, und die Betriebsaufgaben laufen weiter. Für Ferienwohnungen ist der Befund trotzdem gut: Sie sind dort die Betriebsart, die sich am schnellsten erholt hat.

Saisonfenster

Hauptsaison: Mai bis Oktober. Nebensaison: November bis Februar. Der August ist der stärkste Monat; im korrigierten Profil erreicht er 60 Prozent. Über 63 Prozent aller Übernachtungen in Rheinland-Pfalz entfallen auf die Sommermonate, an den Moselkreisen tragen Mai bis Oktober 70 bis 76 Prozent des Jahres. In der Nebensaison arbeiten wir deshalb mit eigenen Anlässen – Sternenhimmel im Nationalpark, Weinlese, Rennwochenenden am Nürburgring – statt mit pauschalen Rabatten.

RECHT UND PFLICHTEN

Rechtliche Rahmenbedingungen in Eifel und Mosel

Kurtaxe und Gästebeitrag

In vielen, aber nicht in allen Orten der Region fällt je Gast und Übernachtung ein Gästebeitrag an, früher Kurabgabe genannt. An der Mittelmosel gibt es stattdessen teils eine Tourismusabgabe, die den Betrieb trifft und nicht den Gast. Sie wird vom Vermieter eingezogen und an die Gemeinde abgeführt. Gläubiger ist je nach Ort die Verbandsgemeinde, die Ortsgemeinde oder die Stadt; abgeführt wird vielfach vierteljährlich, teils monatlich. Im nordrhein-westfälischen Teil der Region gibt es keine Verbandsgemeinden – dort ist die Stadt oder die Gemeinde zuständig. Je nach Gemeinde erhalten Ihre Gäste eine echte Gästekarte: an der Mittelmosel die Mollie Guestcard der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach, in der Vulkaneifel die Gästekarte des GesundLand Vulkaneifel, im Ahrtal die AhrtalCard und im Ferienland Cochem die KulturCard Cochem. Die ersten drei enthalten den kostenfreien Nahverkehr. Favorent übernimmt die Ausgabe und die Abrechnung des Gästebeitrags.

Belegte Sätze, Stand 2026: 0,80 bis 2,60 Euro je Person und Übernachtung. In den meisten geprüften Orten ohne Saisonstaffelung. Die Kinderbefreiung ist in jeder Gemeinde anders geschnitten – von unter sechs bis unter achtzehn Jahren. Wir prüfen das für Ihre Gemeinde konkret.

Meldepflicht und Meldeschein

Meldepflicht nach Bundesmeldegesetz. In den Orten mit digitaler Gästekarte läuft die Erfassung elektronisch. Seit dem 1. Januar 2025 muss einen Meldeschein nur noch ausfüllen, wer keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzt (§ 29 Abs. 2 Satz 1 Bundesmeldegesetz). Maßgeblich ist die Staatsangehörigkeit und nicht der Wohnsitz. Weil an Mosel und Eifel viele Gäste aus den Niederlanden und Belgien kommen, fällt die Entlastung hier geringer aus als in anderen Regionen. Favorent übernimmt die gesamte Abwicklung elektronisch, sodass Sie als Eigentümer keine administrativen Lasten tragen.

Zweckentfremdung und Genehmigung

Beide Bundesländer haben ein Zweckentfremdungsgesetz. Im Gebiet hat aber nur die Stadt Trier eine Satzung erlassen; Koblenz hat ausdrücklich darauf verzichtet, und in Nordrhein-Westfalen ist keine Eifelkommune betroffen. Der Hebel, der überall gilt, ist ein anderer: Die Umnutzung einer Wohnung in eine Ferienwohnung ist baugenehmigungspflichtig – nach § 61 Abs. 1 Landesbauordnung Rheinland-Pfalz und § 60 Abs. 1 Bauordnung Nordrhein-Westfalen, auf Grundlage des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 18.10.2017 (4 C 5.16). Vor Aufnahme einer neuen Vermietung prüfen wir für Sie die konkrete Rechtslage in Ihrer Gemeinde und beantragen falls erforderlich die notwendigen Genehmigungen. So vermeiden Sie Bußgelder und rechtliche Nachforderungen.

Steuerreporting für Sie

Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Kleinunternehmer-Regelung: Wir liefern Ihnen monatlich eine konsolidierte Abrechnung, die Ihr Steuerberater oder Sie selbst direkt ins Jahres-Reporting übernehmen können. Inklusive Betriebsausgaben-Zuordnung und Kurtaxe-Nachweisen.

Hinweis: Diese Angaben sind eine allgemeine Orientierung. Die konkreten Regelungen in Ihrer Gemeinde können abweichen und sich jährlich ändern. Favorent prüft vor Übernahme Ihrer Immobilie die aktuelle Kurabgabesatzung und die lokalen Sondervorschriften. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.
PARTNER UND STIMMEN

Unser Netzwerk in Eifel und Mosel

25+
regionale Service-Partner in Eifel und Mosel, sorgfältig ausgewählt und langjährig erprobt
Reinigung
Zertifiziert und versichert
Wäscherei
Hotel-Standard
Hausmeister
24/7 Notfall
Handwerker
Regional vernetzt
★★★★★

„Weintourismus lebt von Wiederholungsgästen. Favorent schafft es, die Beziehungsqualität hoch zu halten, sodass viele Gäste wieder im Folgejahr buchen."

Familie Hofmann
Eigentümer Winzerhaus Bernkastel-Kues
★★★★★

„Die Vulkaneifel wird oft nur als Sommerziel gesehen, dabei trägt sie das ganze Jahr. Favorent hat unsere Nebensaison sichtbar gemacht und die Auslastung über das Jahr stabilisiert."

Herr Braun
Eigentümer Ferienhaus Vulkaneifel

Eifel und Mosel: zwei Regionen, zwei Richtungen

Wer von Cochem moselaufwärts nach Bernkastel-Kues fährt und danach über die Hocheifel Richtung Monschau, durchquert zwei Landschaften, die sich seit gut drei Jahrzehnten in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Die eine verliert gerade das Merkmal, mit dem sie wirbt. Die andere hat sich in derselben Zeit ein neues geschaffen. Für Eigentümer einer Ferienimmobilie ist das keine landeskundliche Fußnote, sondern die Grundlage jeder Ertragserwartung.

Mosel · Rebfläche

− 32 %

12.200 Hektar im Jahr 1989, 8.287 Hektar im Jahr 2025. Allein von 2024 auf 2025 gingen rund 160 Hektar verloren.

Nationalpark Eifel · Besuche

450.000 → 1,4 Mio.

2007 gegenüber 2022/2023. Der Bruttoumsatz stieg im selben Zeitraum von 11 auf 76 Millionen Euro im Jahr.

Die Rebfläche an der Mosel lag 1989 bei 12.200 Hektar. 2025 waren es 8.287 Hektar. Das ist ein Rückgang um 32 Prozent, und er hat sich zuletzt beschleunigt: Allein von 2024 auf 2025 verschwanden rund 160 Hektar. Außerhalb Baden-Württembergs war das der stärkste Einzelrückgang aller deutschen Anbaugebiete. Der Grund lässt sich in einer einzigen Gegenüberstellung fassen. Ein Hektar Reben in der Ebene kostet im Jahr rund 200 Arbeitsstunden. In der Steillage sind es 1.000, am Calmont bei Bremm bis zu 1.800.

Für den Tourismus ist das kein Randthema. Wein und Kulinarik sind mit 421,7 Millionen Euro Bruttoumsatz das größte Segment des Moseltourismus, vor Wandern mit 178,7 Millionen und Radfahren mit 150,0 Millionen Euro. Die Steilhänge über dem Fluss sind das Motiv, mit dem die Region wirbt und mit dem am Ende auch Ihr Objekt vermietet wird. Wo Reben aufgegeben werden, bleiben sichtbare Lücken im Hang zurück. Das ist der Teil der Geschichte, den eine Regionalseite gern weglässt. Wir lassen ihn stehen, weil er den Wert einer Ferienimmobilie an der Mosel unmittelbar berührt.

In der Eifel verläuft die Entwicklung umgekehrt. Der Nationalpark Eifel wurde im Januar 2004 eingerichtet, als erster Nationalpark Nordrhein-Westfalens. 2007 zählte er 450.000 Besuche und 11 Millionen Euro Bruttoumsatz in der Region. In der Erhebung 2014/2015 waren es 870.000 Besuche und 35 Millionen Euro. Für 2022/2023 weist die sozioökonomische Studie 1,4 Millionen Besuche und 76 Millionen Euro aus. Die Zahl der Vollzeitäquivalente, die davon leben, stieg von 265 auf 1.347. Die wirtschaftliche Wirkung des Parks hat sich damit etwa alle sieben Jahre verdoppelt.

Am nordrhein-westfälischen Teil der Region lässt sich diese Entwicklung auch statistisch sauber nachvollziehen, weil das Land seine Beherbergungsstatistik seit 2003 ohne Methodenwechsel führt. Im Reisegebiet Eifel und Region Aachen stiegen die Übernachtungen von 2003 bis 2025 um 57,1 Prozent und die Ankünfte um 79,4 Prozent. Der Auslastungsgrad kletterte von 34,2 auf 40,8 Prozent, während der Bettenbestand nur um 18,8 Prozent wuchs und die Zahl der Betriebe von 430 auf 409 sank. Die Nachfrage ist also schneller gewachsen als das Angebot, und die verbliebenen Betriebe sind größer geworden.

Genau genommen sind es drei Gebiete. Die Ahr ist in der amtlichen Statistik ein eigenes Reisegebiet und kein Teil der Eifel. Sie hat nach der Flut vom 14. und 15. Juli 2021 einen eigenen und sehr viel härteren Verlauf genommen. Wir behandeln sie deshalb weiter unten getrennt und rechnen sie in den Kennzahlen dieser Seite nicht mit. Wer Eifel, Mosel und Ahr in einen Durchschnitt wirft, erhält eine Zahl, die für keinen der drei Räume stimmt.

Warum hier keine durchgezogene Kurve stehtEine durchgezogene Übernachtungskurve über dreißig Jahre finden Sie auf dieser Seite trotzdem nicht, und dafür gibt es einen sachlichen Grund. Die rheinland-pfälzische Tourismusstatistik kennt vier verschiedene Erhebungsstände. Zum Januar 2013 fiel das Dauercamping aus der Erhebung; für das Jahr 2002 bedeutete das nachträglich 10,4 Prozent weniger Übernachtungen. Zum Januar 2021 entfielen die Betriebe unter zehn Betten; für das Jahr 2013 waren das 13,4 Prozent. Und in der Regionaldatenbank Deutschland fehlt der Campingtourismus ganz, was für 2017 noch einmal 11,5 Prozent ausmacht. Dieselbe Region trägt je nach Quelle bis zu 13 Prozent abweichende Zahlen.

Dazu kommt ein Schnitt in der Gebietsabgrenzung. Bis zum Berichtsjahr 2008 führte Rheinland-Pfalz Eifel und Ahr als ein gemeinsames Fremdenverkehrsgebiet. Erst ab dem Berichtsjahr 2010 werden sie als getrennte Tourismusregionen ausgewiesen. Wer für die Eifel eine Reihe bis in die 1990er Jahre zieht, vergleicht also zwei verschiedene Gebiete miteinander. Wir legen das offen, statt eine glatte Kurve zu zeichnen, die es amtlich nicht gibt. Eine Aussage der Form „X Prozent mehr als 1995“ wäre hier nicht belegbar, und eine Zahl, die einer Nachfrage nicht standhält, nützt Ihnen bei einer Investitionsentscheidung nichts.

Was bleibt, ist eine Region mit zwei sehr unterschiedlichen Motoren. Die Mosel lebt vom Wein, und dieser Motor stottert hörbar. Die Eifel lebt zunehmend von Natur, Sternenhimmel und Wanderwegen, und dieser Motor läuft. Beide Teile wuchsen 2025 überdurchschnittlich: die Tourismusregion Mosel-Saar um 2,6 Prozent bei den Übernachtungen, die Eifel um 3,2 Prozent, das Land Rheinland-Pfalz insgesamt nur um 1,2 Prozent. Für Eigentümer heißt das weniger, dass eine der beiden Seiten die bessere wäre. Es heißt, dass die Argumente, mit denen ein Objekt vermarktet wird, an der Mosel andere sein müssen als in der Eifel.

Was die Region in dreißig Jahren verändert hat

Elf Daten, die bis heute nachwirken – in der Landschaft, in der Erreichbarkeit und im Buchungsverhalten.

1971

Deutsches Weingesetz

Der Ordnungsrahmen entsteht, in dem die Moselwinzer bis heute arbeiten.

1986

Trier wird UNESCO-Welterbe

Am 28. November 1986 werden die römischen Denkmäler, der Dom St. Peter und die Liebfrauenkirche aufgenommen, insgesamt neun Denkmäler. 2026 ist Jubiläumsjahr.

1989

Höchststand der Rebfläche

12.200 Hektar an der Mosel. Von hier aus geht es über dreißig Jahre bergab, bis 2025 auf 8.287 Hektar.

2004

Nationalpark Eifel

Im Januar eingerichtet, der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. 2007 zählt er 450.000 Besuche, 2022/2023 bereits 1,4 Millionen.

2009

Eifelsteig eröffnet

313 Kilometer in 15 Etappen von Aachen-Kornelimünster nach Trier, eröffnet am 4. April 2009. Der Weg verbindet beide Bundesländer in einem Produkt.

2013

Vennbahn-Radweg

Auf einer stillgelegten Bahntrasse entsteht ein durchgehender Radweg durch die Nordeifel.

2014

Moselsteig eröffnet

365 Kilometer entlang des Flusses. Wandern steht heute für 178,7 Millionen Euro Bruttoumsatz an der Mosel.

2015

Geopark-Titel und Ende des IC-Verkehrs

Im November erhält die Vulkaneifel den Titel UNESCO Global Geopark. Im selben Jahr wird der InterCity-Verkehr an der Mosel eingestellt.

2019

Hochmoselbrücke

Am 21. November für den Verkehr freigegeben. 158 Meter Höhe, rund 480 Millionen Euro für das Gesamtprojekt, deutlich kürzere Anreise aus dem Rhein-Main-Raum und den Niederlanden.

2021

Flutkatastrophe im Ahrtal

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli sterben im Landkreis Ahrweiler 135 Menschen. Im Dezember 2021 sind in den späteren Wiederaufbaugebieten noch neun Beherbergungsbetriebe geöffnet.

2025

Ahrtalbahn zurück

Am 14. Dezember nimmt die Strecke Remagen–Ahrbrück den Betrieb wieder auf, elektrifiziert, mit 22 wiederaufgebauten Brücken und zehn neuen barrierefreien Stationen.

Infografik: dreißig Jahre Eifel und Mosel im Vergleich – sinkende Rebfläche an der Mosel von 12.200 auf 8.287 Hektar gegenüber steigenden Besuchszahlen im Nationalpark Eifel von 450.000 auf 1,4 Millionen
Eigene Darstellung nach: Deutsches Weininstitut und dpa zur Rebflächenentwicklung an der Mosel; Land Nordrhein-Westfalen, sozioökonomische Studien zum Nationalpark Eifel (2024 und 2025); Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Statistische Berichte G 4013; Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen, Tabelle 45412-08i. Stand: August 2026.

Zehn Jahre in Zahlen

1. Die vier amtlichen Gebiete im Jahr 2025

Ein amtliches Gebiet „Eifel und Mosel“ gibt es nicht. Was hier zusammen beworben wird, sind in der Statistik vier Einheiten in zwei Bundesländern.

GebietLandGäste 2025Übernachtungen 2025VeränderungAufenthalt
Tourismusregion Mosel-SaarRheinland-Pfalz2.101.3815.647.702+ 2,6 % zu 20242,7 Tage
Tourismusregion EifelRheinland-Pfalz967.5173.313.415+ 3,2 % zu 20243,4 Tage
Tourismusregion AhrRheinland-Pfalz334.679886.678+ 15,4 % zu 20242,6 Tage
Reisegebiet Eifel und Region AachenNordrhein-Westfalen1.441.5833.379.667+ 6,3 % zu 20192,3 Tage

Die Ahr ist nicht Teil der Eifel. Sie ist ein eigenes Reisegebiet mit eigener Zahlenreihe. Wer sie in einen Eifel-Durchschnitt hineinrechnet, verfälscht beide Werte. Und das nordrhein-westfälische Reisegebiet enthält neben der Nordeifel auch die Stadt Aachen, ist also kein reiner Eifel-Wert. Die Prozentangabe für Nordrhein-Westfalen bezieht sich auf 2019, weil dort eine ununterbrochene Reihe vorliegt; die rheinland-pfälzischen Werte lassen sich wegen des Erhebungsbruchs 2021 nur mit dem Vorjahr vergleichen.

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Statistischer Bericht G 4013, Berichtsjahr 2025, Tabelle T 2; Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen / IT.NRW, Tabelle 45412-08i, Berichtsjahr 2025. Aufenthaltsdauer eigene Berechnung Übernachtungen geteilt durch Gäste.

2. Bettenauslastung 2025, Monat für Monat

Amtliche Werte in Prozent. Die letzte Spalte ist die nach Übernachtungen gewichtete Reihe der fünf Eifel- und Moselkreise ohne den Landkreis Ahrweiler. Sie ist die Grundlage des Auslastungsprofils weiter oben auf dieser Seite.

Monat 2025VulkaneifelBernkastel-WittlichCochem-ZellTrier-SaarburgBitburg-PrümAhrweilerEifel + Mosel gewichtet
Januar24,018,116,310,09,710,816,5
Februar24,822,215,112,59,812,217,8
März31,924,923,515,313,616,323,0
April43,930,327,326,118,522,230,2
Mai40,937,236,225,623,627,734,1
Juni44,239,640,829,131,242,038,1
Juli48,340,340,731,741,329,840,7
August54,145,151,636,749,632,547,7
September39,243,641,626,520,128,136,6
Oktober47,035,536,728,217,226,134,7
November28,024,120,412,912,617,220,7
Dezember31,527,223,716,213,716,023,7
Mai bis Oktober45,640,241,329,630,631,038,6
Jahreswert, amtlich36,328,226,620,018,8 *22,626,9

Bitte nicht gegeneinander verrechnen. Die zwölf Monatswerte mitteln sich nicht auf den amtlichen Jahreswert. Aggregiert man sie, kommt man auf 31,3 Prozent, amtlich sind es 26,9 Prozent. Der Grund liegt in den Formeln: Die Jahresformel setzt das Bettenangebot des Monats Juli für alle 365 Tage an, und im Juli sind alle Campingplätze geöffnet. Die Monatsformel rechnet dagegen pauschal mit 30 Tagen, also mit 360 statt 365 Tagen im Jahr. Beide Werte sind für sich richtig. Nebeneinandergestellt ergeben sie einen Widerspruch, den es nicht gibt.

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Statistische Berichte G 4023, Monatsberichte 01/2025 bis 12/2025, Tabelle T 9; Jahreswerte aus G 4013, Berichtsjahr 2025, Tabelle T 9. Die gewichtete Reihe ist eigene Berechnung, Gewicht sind die amtlichen Jahresübernachtungen 2025 des jeweiligen Kreises. * Der Jahreswert für den Eifelkreis Bitburg-Prüm ist eigene Berechnung nach der amtlichen Jahresformel aus dem kumulierten Monatsbericht 12/2025.

3. Aufenthaltsdauer und Auslandsanteil

Die Eifel hält ihre Gäste am längsten. Das ist für die Ferienhausvermietung das wichtigste Strukturmerkmal der Region, weil jeder Wechsel Geld und Zeit kostet.

KennzahlEifelMoselTrierRheinland-Pfalz
Mittlere Aufenthaltsdauer3,4 Tage2,7 Tage1,9 Tage2,6 Tage
Anteil ausländischer Gäste29 %31 %21,4 %

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, G 4013, Berichtsjahr 2025. Von den ausländischen Gästen an der Mosel kommen 49,2 Prozent aus den Niederlanden und 19,7 Prozent aus Belgien.

Warnsignal: Der Auslandsmarkt trägt in dieser Region überdurchschnittlich viel – und er schrumpft. 2025 sanken die ausländischen Übernachtungen in Rheinland-Pfalz um 1,6 Prozent, aus den USA sogar um 16,4 Prozent. In Nordrhein-Westfalen brachen die Übernachtungen aus Großbritannien um 19,5 Prozent ein. Wer sein Objekt überwiegend auf internationale Nachfrage ausrichtet, setzt derzeit auf das schwächere Pferd.

4. Gästebeitrag und Kurabgabe, Stand 2026

Wir haben die Satzungen einzeln geprüft. Die belegten Sätze liegen zwischen 0,80 und 2,60 Euro je Person und Übernachtung. Eine Saisonstaffelung ist die Ausnahme, nicht die Regel, und die Kinderbefreiung ist in jedem Ort anders geschnitten.

Ort oder GebietLandAbgabeErwachseneKinderSaison
Verbandsgemeinde Daun, ohne Stadt DaunRLPGästebeitrag2,10 €unter 18 Jahren befreit, Gästekarte trotzdemkeine Staffelung
Stadt DaunRLPGästebeitrag, 2,10 € Verbandsgemeinde plus 0,50 € Stadt2,60 €unter 18 Jahren befreitkeine Staffelung
Bad Neuenahr-AhrweilerRLPGästebeitrag, Gläubiger ist die Stadt2,50 €bis 5 Jahre befreit, 6 bis 17 Jahre 1,00 €keine erkennbar
Verbandsgemeinde Traben-TrarbachRLPGästebeitrag, Satzung vom 27.12.20230,80 bis 2,00 €unter 6 Jahren befreit, 6 bis 16 Jahre zahlenja, nach Saison und Lage
Stadt Bernkastel-KuesRLPGästebeitrag seit 01.01.20251,70 €nicht veröffentlichtnicht veröffentlicht
Verbandsgemeinde Bernkastel-KuesRLPkein Gästebeitrag je Übernachtung, sondern Tourismusabgabe der Betriebe je Ortsgemeinde, in Erden zusätzlich eine Beherbergungssteuertrifft den Betrieb
Stadt MonschauNRWFremdenverkehrsbeitrag der Betriebe bis 31.12.2025, ab 01.01.2026 Übernachtungsabgabetrifft den Betrieb
Verbandsgemeinde Daun, Reha-GästeRLPermäßigter Gästebeitrag bei Kostenträger1,00 €keine Staffelung

Quelle: Verbandsgemeindeverwaltung Daun; Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler; Mosel Region / Verbandsgemeinde Traben-Trarbach; Stadt Bernkastel-Kues; Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues; Stadt Monschau, Ortsrecht. Alle Seiten abgerufen am 18.08.2026. Für Cochem, Zell an der Mosel, Manderscheid und Bad Münstereifel lag zum Recherchestand keine veröffentlichte Angabe vor; diese Orte prüfen wir vor Übernahme eines Objekts einzeln bei der Verwaltung.

5. Strukturvergleich: kleinteiliger als der Bundesschnitt

Rheinland-Pfalz ist ein Land der kleinen Betriebe. Das ist für Eigentümer eine gute und eine schlechte Nachricht zugleich.

KennzahlRheinland-PfalzBundAbstand
Durchschnittliche Betriebsgröße in der Vollhotellerie61 Betten101 Betten− 40 Betten
Bettenauslastung in der Hotellerie35,3 %43,3 %− 8,0 Prozentpunkte

Was das heißt: Der Wettbewerb vor Ort besteht nicht aus großen Häusern mit eigener Vertriebsabteilung, sondern überwiegend aus kleinen Betrieben, die neben der Vermietung noch etwas anderes tun. Wer sein Objekt professionell bepreist und ganzjährig sichtbar hält, hat in diesem Umfeld einen echten Vorsprung. Gleichzeitig gilt: Die niedrige Auslastung ist kein Ausreißer, sondern das Marktniveau. Wer mit Erwartungen aus dem Bundesschnitt rechnet, rechnet zu hoch.

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz und Statistisches Bundesamt, Beherbergungsstatistik. Zum Vergleich: Im Reisegebiet Eifel und Region Aachen entfallen 3.584 der 21.260 Gästebetten auf Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Ferienzentren, also 16,9 Prozent (Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen, Tabelle 45412-09i, Berichtsjahr 2025). Für die rheinland-pfälzischen Gebiete wird dieser Anteil amtlich nicht veröffentlicht.

Was in der Region gerade diskutiert wird

Dreiundzwanzig Meldungen aus zwei Jahren, jede an der Originalquelle geprüft und verlinkt. Sortiert nach dem, was ein Eigentümer davon hat, nicht nach Erscheinungsdatum.

Weinbau und Klima

Das Thema mit der größten Fernwirkung
10.05.2026dpa (Jens Albes), veröffentlicht auf lokalo.de

Rechtecke ohne Reben: Weinkrise mit mehr Weinbergsbrachen?

Im Moseltal sind rund 160 Hektar Rebfläche weniger gemeldet, bundesweit etwa 1.300 Hektar gegenüber dem Vorjahr. Als Kernursache nennt die Meldung den Aufwand der Steillage: 1.000 Arbeitsstunden je Hektar und Jahr gegenüber 200 in der Flachlage.

Was das für Sie heißt: Brachen entstehen dort, wo bisher das Postkartenmotiv war. Das ist kein Winzerthema, sondern eine Frage an das Landschaftsbild, mit dem Ihr Objekt vermietet wird.

30.12.2025AHGZ mit dpa

Deutscher Weinbau: Historische Krise im Weinbau

Die Ernte 2025 lag bundesweit bei 7,3 Millionen Hektolitern, 16 Prozent unter dem Zehnjahresmittel und so klein wie zuletzt 2010. Fassweinpreise von 40 bis 60 Cent je Liter stehen rund 1,20 Euro Produktionskosten gegenüber, der Inlandsmarktanteil deutschen Weins ist auf 41 Prozent gefallen.

12.11.2025Deutsches Weininstitut

Der Weinjahrgang 2025 in den 13 Anbaugebieten

Die Mosel kam auf 8.445 Hektar und rund 780.000 Hektoliter, ein Plus von 52 Prozent gegenüber der kleinsten Ernte seit fünfzig Jahren im Vorjahr, mit dem frühesten Lesebeginn überhaupt. Die Ahr meldete 533 Hektar und rund 39.000 Hektoliter.

26.08.2025Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima Rheinland-Pfalz

Schmitt legt Weinbaupaket 2025+ vor

Das Land reagiert auf die Absatzkrise: 3 Millionen Euro jährlich für Vermarktung, 15 Millionen Euro bis 2027 für Forschung und Innovation, 200 Euro je Hektar zusätzlicher Zuschuss zur Ernteversicherung.

Wiederaufbau Ahrtal

Sachstand statt Stimmungsbild
09.07.2026Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Datenblick 47/2026

Fünf Jahre nach der Ahrflut – eine statistische Betrachtung, Teil II

Die amtliche Bestandsaufnahme für die 21 Wiederaufbaugebiete: Im April 2026 waren 73 Beherbergungsbetriebe geöffnet gegenüber 118 im Jahr 2019, die Schlafgelegenheiten lagen 47 Prozent darunter. Von Juni 2021 bis April 2026 gaben nahezu 30 Prozent der meldenden Betriebe auf, landesweit waren es 9,3 Prozent.

Was das für Sie heißt: Das Landesamt hält ausdrücklich fest, dass eine Trendumkehr bei den Betriebsaufgaben bis April 2026 nicht erkennbar ist. Wer hier vermietet, hat weniger Wettbewerb als 2019 – und sollte wissen, warum.

23.02.2026Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e. V.

Tourismus im Ahrtal bleibt 2026 klar auf Erfolgskurs

Die Destination meldet rund 7.000 Betten gegenüber etwa 8.400 im Jahr 2019 und rund 900.000 Übernachtungen gegenüber 1,4 Millionen. Der Kurpark in Bad Neuenahr-Ahrweiler wird saniert, das Dorint-Hotel ist im Umbau, das Ahr-Radweg-Teilstück Walporzheim bis Mayschöß folgt im Sommer 2026.

04.07.2026Wochenblatt Reporter (Cornelia Bauer)

Wiederaufbau im Ahrtal: Fünf Jahre nach der Flut

Bilanz zur Flutnacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 mit über 180 Toten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, davon 135 im Ahrtal, samt chronologischer Aufstellung der wiederhergestellten Infrastruktur.

23.01.2026Blick aktuell

Vortragsreihe „Gesprächskreis Ahrwein“ startet

Der Ahrwein e. V. nimmt seine Vortragsreihe ab Februar 2026 mit sechs Terminen wieder auf, nach fünf Jahren Pause durch Corona und Flut. Im Juni folgt die Begehung eines neuen Wein-Erlebnispfads mit 28 Infotafeln.

Verkehr und Erreichbarkeit

Der größte Umbruch der Region
27.03.2025Deutsche Bahn AG

Eifelstrecke: Bis März 2027 durchgehender Zugverkehr zwischen Köln und Trier

Vom 30. März 2026 bis zum 25. März 2027 fährt die 160 Kilometer lange Strecke durchgehend, danach folgen erneut intensive Bauphasen. Die Elektrifizierung ist erst Ende 2028 abgeschlossen: 300 Kilometer neue Oberleitung, 56 Brücken, zehn Tunnel.

Was das für Sie heißt: Die Eifelstrecke ist die Hauptschlagader der Eifel. Wer Gästen die Anreise mit der Bahn empfiehlt, sollte das Zeitfenster 2027 bis 2028 im Blick behalten.

12.12.2025Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Wiedereröffnung der Ahrtalbahn ist ein Meilenstein des Wiederaufbaus

Betriebsaufnahme Remagen bis Ahrbrück am 14. Dezember 2025, rund vier Jahre nach der Flut: 29 Kilometer Strecke, 18 Kilometer erneuerte Schienen, 22 wiederaufgebaute Brücken, fünf sanierte Tunnel und zehn komplett neu errichtete, barrierefreie Stationen.

Natur und Nationalpark

Was die Nachfrage in der Eifel trägt
28.08.2025Land Nordrhein-Westfalen

Erweiterung geplant: Nationalpark Eifel ist Erfolgsgeschichte für Natur, Mensch und Region

Über 1,4 Millionen Gäste im Jahr 2024 und damit ein Besucherrekord, 11.425 nachgewiesene Arten, davon 2.620 auf der Roten Liste, 127 nachgewiesene Wildkatzen. Geplant ist eine Erweiterung um rund 750 Hektar Landeswald bei Simmerath, Heimbach und Hürtgenwald-Zerkall.

Was das für Sie heißt: 77 Prozent der Besucher nennen den Park als wesentlichen Reisegrund. Das ist der belastbarste Nachfragetreiber, den die Nordeifel hat.

10.04.2025Eifelkreis Bitburg-Prüm

Aktionsplan Kyll: Kommunen kooperieren bei Hochwasservorsorge

Sieben Gebietskörperschaften unterzeichneten am 9. April 2025 eine Kooperationsvereinbarung für das gesamte Kyll-Einzugsgebiet. Das Land trägt 90 Prozent der Kosten.

Was das für Sie heißt: Hochwasserschutz ist in dieser Region zur harten Standortfrage geworden. Er betrifft jedes Bauvorhaben in der Talaue – an der Kyll wie an der Ahr.

Betriebe und Struktur

Der Markt, in dem Ihr Objekt steht
26.05.2026Nordeifel Tourismus GmbH, Jahrespressekonferenz (ProfiPress)

Tourismus bleibt auf Erfolgskurs

Die Nordeifel meldet für 2025 einen Allzeitrekord: 319.918 Ankünfte und 939.023 Übernachtungen in Betrieben über zehn Betten, über alle Betriebe 1,35 Millionen Übernachtungen, dazu 8,6 Millionen Tagesreisen und 367 Millionen Euro Bruttoumsatz. Der Fachkräftemangel wird als strukturelle Herausforderung benannt.

31.10.2024Mosellandtouristik mit IHK Trier und IHK Koblenz

Mosel-Tourismus erwirtschaftet zwei Milliarden Euro

2 Milliarden Euro Bruttoumsatz aus 9,142 Millionen Übernachtungen, 29 Millionen Tagesreisen und 3,08 Millionen Aufenthalten bei Verwandten und Bekannten. Nach Segmenten: Wein und Kulinarik 421,7 Millionen, Wandern 178,7 Millionen, Radfahren 150,0 Millionen Euro.

Was das für Sie heißt: 29 Millionen Tagesreisen gegen 9,1 Millionen Übernachtungen: Die Mosel lebt zu einem großen Teil von Gästen, die gar nicht bleiben. Wer vermietet, muss einen Grund zum Bleiben liefern.

19.03.2026ZDFheute

Immer mehr Gastronomie-Pleiten: 2025 fast 3.000 Insolvenzen

Über 2.900 Insolvenzen im Jahr 2025, fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Stand seit 2011. Von 2020 bis 2025 kamen zusätzlich fast 69.000 aufgegebene Gaststätten, Restaurants, Cafés und Bars hinzu.

Was das für Sie heißt: Gastronomie ist Teil des Produkts. 22 Prozent der Betriebe am Eifelsteig beklagen bereits ein unzureichendes Gastronomieangebot in ihrem Ort.

20.02.2025lokalo.de

Einnahmen aus Tourismus: Gemeinden bekommen mehr Beinfreiheit

Der rheinland-pfälzische Landtag änderte einstimmig § 12 Kommunalabgabengesetz. Gästebeitragsmittel dürfen seit dem 1. März 2025 auch für Einrichtungen außerhalb des eigenen Gemeindegebiets, für Tourismuswerbung und für vergünstigten Nahverkehr eingesetzt werden.

Was das für Sie heißt: Mehr Verwendungsspielraum bedeutet erfahrungsgemäß: mehr Gemeinden führen einen Gästebeitrag ein oder heben ihn an. Das betrifft Ihre Kalkulation direkt.

2024Fachbeitrag David Krämer, imbek.eu

Gästebeitrag und die Folgen

Zur Gästebeitragssatzung der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach vom 27.12.2023: Nach § 7 Abs. 8 gilt jeder als Beherbergungsbetrieb, der Ferienwohnungen, Gästezimmer oder Stellplätze entgeltlich überlässt. Der Beitrag ermöglicht den Datenabgleich zwischen Tourist-Information und Bauamt.

Was das für Sie heißt: Das ist die wichtigste Meldung dieser Seite für Eigentümer. Über die Abgabenerhebung fällt auf, wer ohne baurechtliche Nutzungsänderung vermietet. Der Beitrag beziffert die möglichen Folgekosten mit mehreren zehntausend Euro.

27.02.2025Stadt Bad Münstereifel

Schließungsphase des eifelbads wird verlängert

Aus einem kleinen Dachleck wurde eine umfassende Dachsanierung: durchnässte Dämmung, abzustützender Lastknoten der Dachbinder über dem Schwimmbecken. Das Bad stand kurz vor seinem 50. Geburtstag.

Was in dieser Übersicht fehlt – und warum

SWR, Trierischer Volksfreund, Rhein-Zeitung, Aachener Zeitung und General-Anzeiger Bonn sperren den automatisierten Abruf ihrer Artikel. Aus diesen fünf Medien ist hier deshalb kein einziger Beitrag belegt. Es sind genau die Häuser, die über Zweitwohnungssteuer, Ferienwohnungskonflikte und kommunale Satzungen am dichtesten berichten. Die entsprechenden Themen sind hier daher über amtliche Bekanntmachungen und Fachbeiträge belegt, nicht über Regionalpresse.

Wir halten belegte Meldungen mit einer offen benannten Lücke für ehrlicher als eine längere Liste aus ungeprüften Treffern. Wenn Sie zu einem bestimmten Ort eine Einschätzung brauchen, recherchieren wir die lokale Lage vor der Übernahme eines Objekts ohnehin einzeln – dann auch aus Quellen, die sich nur im Browser öffnen lassen.

Was Behörden in Eifel und Mosel verlangen

Diese Region liegt in zwei Bundesländern, und die Regeln unterscheiden sich. Wir trennen sie deshalb sauber. Und wir sagen gleich vorweg, welche Vorschrift Eigentümer hier wirklich trifft – es ist nicht die, von der alle reden.

1. Zweckentfremdung: zwei Gesetze, im Gebiet greift praktisch keines

Beide Länder haben ein Zweckentfremdungsgesetz. Beide wirken aber nur dort, wo eine Kommune zusätzlich eine eigene Satzung erlassen hat. Und das haben in beiden Ländern fast nur große Städte getan.

Nordrhein-WestfalenNordeifel
Gesetz
Wohnraumstärkungsgesetz vom 23.06.2021
Schwelle
Zweckentfremdung ab mehr als drei Monaten, längstens 90 Tagen Kurzzeitvermietung im Kalenderjahr (§ 12 Abs. 2 Satz 3 Nr. 2)
Registrierung
zwölfstellige Wohnraum-ID nach § 17, anzugeben in jedem Inserat
Bußgeld
bis 500.000 Euro (§ 21 Abs. 4)
Satzung haben
Aachen, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Münster und Wesseling
Keine einzige Eifelkommune ist darunter.
Rheinland-PfalzMosel, Vulkaneifel, Südeifel, Ahrtal
Gesetz
Landesgesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum vom 11.02.2020
Schwelle
Zweckentfremdung ab mehr als zwölf Wochen, also 84 Tagen, Vermietung als Ferienwohnung im Kalenderjahr
Registrierung
keine landesweite Kennnummer; Genehmigungspflicht bei der Satzungsgemeinde
Bußgeld
bis 50.000 Euro
Satzung haben
Mainz, Trier, Speyer und Landau
Von diesen vier liegt nur Trier im Gebiet. Koblenz hat ausdrücklich verzichtet.
„In allen anderen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen benötigen Sie keine Registrierung.“
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Handreichung „Schritt-für-Schritt zur Wohnraum-ID“, Fassung 07/2025 – Handreichung als PDF

Quellen: Wohnraumstärkungsgesetz NRW auf recht.nrw.de; Landesportal Rheinland-Pfalz zur Zweckentfremdungsgenehmigung. Stand der Gemeindelisten: 07/2025 für Nordrhein-Westfalen, 06/2024 für Rheinland-Pfalz.

2. Der Hebel, der wirklich überall gilt: die Baugenehmigung

Weil die Zweckentfremdungssatzungen hier praktisch keine Rolle spielen, verschiebt sich die entscheidende Frage ins Baurecht. Und dort gilt sie flächendeckend, in jeder Eifel- und Moselgemeinde: Die Umnutzung einer Wohnung in eine Ferienwohnung ist baugenehmigungspflichtig. Auch dann, wenn baulich nichts angefasst wird.

Grundlage ist ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 18.10.2017. Danach ist die Vermietung als Ferienwohnung mangels dauerhafter Häuslichkeit kein „Wohnen“ im Sinne der Baunutzungsverordnung. Ferienwohnen und Dauerwohnen sind zwei verschiedene Nutzungsarten. Wer die eine in die andere überführt, ändert die Nutzung und braucht dafür eine Genehmigung.

Wie das in der Praxis auffällt: Die Gästebeitragssatzung der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach vom 27.12.2023 behandelt jeden als Beherbergungsbetrieb, der Ferienwohnungen, Gästezimmer oder Stellplätze entgeltlich überlässt. Damit entsteht ein Abgleich zwischen Tourist-Information und Bauamt. Wer bisher ohne Nutzungsänderung vermietet hat, fällt genau dort auf. Der Fachbeitrag, der den Fall beschreibt, beziffert die möglichen Folgekosten mit mehreren zehntausend Euro. Das ist der Punkt, an dem wir vor jeder Übernahme zuerst hinschauen.

3. Gästebeitrag und Kurabgabe: wer der Gläubiger ist, wechselt von Ort zu Ort

Die pauschale Auskunft „abführen an die Verbandsgemeinde“ stimmt in dieser Region nicht. Es gibt drei mögliche Gläubiger und mehrere Abgabearten nebeneinander.

Wer die Abgabe erhebt
Verbandsgemeinde
zum Beispiel die Verbandsgemeinde Daun und die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach
Ortsgemeinde
in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues erheben die Ortsgemeinden selbst, mit eigenen Vordrucken je Ort
Stadt
Bad Neuenahr-Ahrweiler ist eine verbandsfreie Stadt und damit selbst Gläubiger; ebenso die Stadt Bernkastel-Kues
Rhythmus
vielfach vierteljährlich, teils monatlich – die Verbandsgemeinde Daun verlangt ausdrücklich vierteljährlich
Drei Abgaben, die gern verwechselt werden
Gästebeitrag
zahlt der Gast, je Person und Übernachtung. Der Vermieter zieht ein und führt ab.
Tourismusbeitrag
zahlt der Betrieb aus seinem eigenen Umsatz. An der Mittelmosel gilt das statt eines Gästebeitrags. Auf den Gast umlegen lässt er sich nicht.
Beherbergungsabgabe
ein Prozentsatz des Übernachtungsentgelts, erhoben vom Betrieb. So in der Ortsgemeinde Erden und in Monschau ab 01.01.2026.

In Nordrhein-Westfalen gibt es keine Verbandsgemeinden. Die kommunale Ebene sind dort Städte und Gemeinden. Jede Aussage über „die Verbandsgemeinde“ gilt ausschließlich für den rheinland-pfälzischen Teil der Region. Hinzu kommt: In Nordrhein-Westfalen setzt der Kurbeitrag die Anerkennung als Kurort oder Erholungsort voraus, und der Vermieter haftet dort persönlich für den einzuziehenden Betrag.

Quellen: § 12 Kommunalabgabengesetz Rheinland-Pfalz in der seit 01.03.2025 geltenden Fassung; § 11 Kommunalabgabengesetz Nordrhein-Westfalen; Satzungen und Formulare der genannten Gemeinden, abgerufen am 18.08.2026. Die konkreten Sätze finden Sie in der Tabelle weiter oben auf dieser Seite.

4. Zweitwohnungssteuer: zwischen 10 und 12 Prozent – und eine Ausnahme, die viel Geld wert ist

Der Satz ist nicht der interessante Teil. Interessant sind die Bemessungsgrundlage und die Frage, ob die reine Kapitalanlage ausgenommen ist.

GemeindeLandSatzBemessungsgrundlageKapitalanlage ausgenommen?Satzungsstand
Stadt CochemRLP11 %Jahresnettokaltmiete, pauschale Abschläge unter anderem 20 % für VollmöblierungJa – ausdrücklich in § 2 Abs. 7: keine Zweitwohnung bei weniger als drei Monaten EigennutzungSatzung vom 27.02.2020, geändert am 27.05.2021
Bad Neuenahr-AhrweilerRLP10 %, ab 01.01.2025 12 %Jahresnettokaltmietekeine ausdrückliche Klausel im SatzungstextSatzung vom 11.07.2006, zuletzt geändert am 20.09.2024
Stadt DaunRLP10 %Steuermaßstab nach § 4 der SatzungJa – reine Kapitalanlagen ausdrücklich ausgenommenneu, erstmalige Erhebung für das Jahr 2026
Stadt MonschauNRW11 %Jahresnettokaltmiete, bei Eigentum Schätzung nach Mietspiegelkeine ausdrückliche Klausel im SatzungstextSatzung vom 02.04.2020
Stadt Bad MünstereifelNRW11 %Jahresrohmiete nach § 79 Bewertungsgesetz auf den 01.01.1964, hochgerechnetkeine ausdrückliche Klausel im SatzungstextSatzung vom 21.12.1999
Stadt SchleidenNRW10 %Jahresrohmiete auf den 01.01.1964, hochgerechnetkeine ausdrückliche Klausel; Anzeigepflicht binnen eines Monats, ausdrücklich auch für VermieterSatzungsdatum nicht veröffentlicht

Quellen: Ortsrecht der genannten Städte, abgerufen am 18.08.2026 – Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bad Münstereifel, Schleiden, Monschau, Daun. Für Cochem liegt die Satzung im Ortsrecht der Verbandsgemeinde Cochem. Auch Heimbach und Nideggen erheben die Steuer; die Sätze haben wir dort nicht einzeln geprüft.

Rechenbeispiel Cochem, eigene Modellrechnung

Eine vollmöblierte Ferienwohnung mit 60 Quadratmetern, ortsangenommene Nettokaltmiete 8,00 Euro je Quadratmeter, ergibt 5.760 Euro im Jahr. Nach dem pauschalen Abschlag von 20 Prozent für Vollmöblierung bleiben 4.608 Euro. Bei 11 Prozent sind das rund 506 Euro Zweitwohnungssteuer im Jahr. Greift die Kapitalanlage-Ausnahme des § 2 Abs. 7, entfällt die Steuer vollständig. Der Hebel dafür ist die nachweisbar begrenzte Eigennutzung. Die Nachweislast liegt beim Eigentümer, und genau diese Dokumentation führen wir mit.

5. Meldescheinseit 01.01.2025

Einen Meldeschein muss seit dem 1. Januar 2025 nur noch ausfüllen, wer keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Rechtsgrundlage ist § 29 Abs. 2 Satz 1 Bundesmeldegesetz in der Fassung des Vierten Bürokratieentlastungsgesetzes.

Maßgeblich ist die Staatsangehörigkeit, nicht der Wohnsitz. Ein deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz in den Niederlanden füllt keinen Meldeschein aus, ein niederländischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Köln sehr wohl.

Für diese Region fällt die Entlastung kleiner aus als anderswo: Von den ausländischen Gästen an der Mosel kommen 49,2 Prozent aus den Niederlanden und 19,7 Prozent aus Belgien.

Quelle: § 29 Bundesmeldegesetz. Davon zu unterscheiden ist die kommunale Meldepflicht für den Gästebeitrag. Sie gilt unabhängig von der Staatsangehörigkeit.

6. EU-Verordnungab 20.05.2026

Die EU-Kurzzeitvermietungsverordnung 2024/1028 ist seit dem 20. Mai 2026 anwendbar. Sie sieht Registriernummern in Inseraten und eine monatliche Datenübermittlung der Plattformen an die Behörden vor.

Der Deutsche Ferienhausverband hat am 12.02.2026 klargestellt, dass daraus keine pauschale Registrierungspflicht folgt. Sie greift nur dort, wo eine Kommune ein EU-konformes digitales Verfahren einführt.

Da im Gebiet außer Trier keine Kommune ein solches Verfahren hat, ändert sich hier vorerst nichts. Wir beobachten das und melden uns, wenn Ihre Gemeinde ein Verfahren einführt.

Quellen: Verordnung (EU) 2024/1028 auf EUR-Lex; Deutscher Ferienhausverband, 12.02.2026.

7. Was vor einem Kauf zusätzlich zu prüfen ist

Neben der Nutzungsänderung gibt es zwei Satzungsarten, die ein Vorhaben still ausbremsen können. Eine Fremdenverkehrssatzung nach § 22 Baugesetzbuch stellt die Aufteilung eines Hauses in Eigentumswohnungen und die Nutzung als Nebenwohnung unter Genehmigungsvorbehalt. Eine Erhaltungssatzung nach § 172 Baugesetzbuch kann die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen erfassen.

Für die hier genannten Eifel- und Moselgemeinden konnten wir keine in Kraft befindliche Satzung dieser Art nachweisen. Das heißt nicht, dass es keine gibt: Ortsrecht liegt oft nur als PDF auf der Gemeindeseite und ist über Suchmaschinen kaum auffindbar. Die Anfrage beim Bauamt der Verbandsgemeinde oder der Stadt gehört deshalb vor jeden Kauf. Ebenso ein Blick in den geltenden Bebauungsplan, der Ferienwohnungen zahlenmäßig begrenzen oder ganz ausschließen kann.

Hinweis: Diese Übersicht ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Kommunales Satzungsrecht ändert sich laufend, und einzelne Angaben stehen unter dem Vorbehalt der jeweils geltenden Fassung. Vor Übernahme eines Objekts prüfen wir die Satzungen Ihrer Gemeinde einzeln nach. Rechercheschluss dieser Zusammenstellung: 18.08.2026.

Was die Region bietet – und was sie verloren hat

Beide Spalten stehen gleichberechtigt nebeneinander, und das ist Absicht. Wer eine Ferienimmobilie kauft oder hält, braucht beide Seiten – die Argumente für das Exposé und die Risiken für die Kalkulation.

Was die Region bietet

Sechs Stärken, jede mit einer Zahl belegt

Naturraum

Nationalpark Eifel

Über 1,4 Millionen Besuche im Jahr 2024 und damit ein Rekord. 77 Prozent der Besucher nennen den Park als wesentlichen Reisegrund.

Seit 2014 ist er anerkannter Sternenpark, die endgültige Zertifizierung erfolgte am 05.04.2019. Daraus ist ein konkretes Produkt für Vermieter geworden: die zertifizierten SternenGastgeber. Das ist eines der wenigen Angebote, mit denen sich in dieser Region ein Winterabend vermarkten lässt.

Naturraum

UNESCO Global Geopark Vulkaneifel

Den Titel trägt die Vulkaneifel seit November 2015. Zum Gebiet gehören über 70 Maare.

25 Betriebe sind als Geopark-Gastgeber zertifiziert, davon 14 barrierefrei. Barrierefreiheit ist hier kein Randthema, sondern ein Marktzugang – die Region lebt auch vom Kur- und Gesundheitstourismus.

Kultur

Welterbe Trier

Seit dem 28.11.1986 stehen die römischen Denkmäler, der Dom St. Peter und die Liebfrauenkirche auf der Welterbeliste, insgesamt neun Denkmäler. 2026 ist Jubiläumsjahr.

Trier ist das Eingangstor der Mosel und der einzige Ort im Gebiet mit Zweckentfremdungssatzung.

Wandern

Eifelsteig und Moselsteig

Der Eifelsteig misst 313 Kilometer in 15 Etappen von Aachen-Kornelimünster nach Trier und verbindet beide Bundesländer. Der Moselsteig kommt auf 365 Kilometer entlang des Flusses.

Wandern steht an der Mosel für 178,7 Millionen Euro Bruttoumsatz im Jahr.

Radfahren

Mosel-Radweg

248 Kilometer, ausgezeichnet mit vier ADFC-Sternen und auf Platz 8 der beliebtesten deutschen Radfernwege.

Radfahren bringt an der Mosel 150,0 Millionen Euro Bruttoumsatz. Für Vermieter heißt das: abschließbarer Radraum, Lademöglichkeit für Pedelecs und eine Trockenmöglichkeit sind hier keine Zusatzausstattung, sondern Buchungsargumente.

Motorsport

Nürburgring

Beim 24-Stunden-Rennen 2026 zählte der Ring 352.000 Zuschauer und damit mehr als Le Mans.

Rennwochenenden füllen in der Hocheifel die Betten auch außerhalb der Sommersaison. Der Juni-Wert der Bettenauslastung im Landkreis Ahrweiler liegt mit 42,0 Prozent über Juli und August – ein Muster, das in keinem anderen Kreis der Region vorkommt.

Was sie verloren hat

Sechs Rückgänge, ebenso belegt

Landschaft

Rebfläche und Betriebsaufgaben an der Mosel

Minus 32 Prozent seit 1989: von 12.200 auf 8.287 Hektar. Allein von 2024 auf 2025 fielen rund 160 Hektar aus der Bewirtschaftung.

Auch namhafte Betriebe geben auf. Das Weingut Dr. Wagner in Saarburg stellte im Frühjahr 2025 ein, das Weingut von Hövel Anfang 2026. Wein und Kulinarik sind mit 421,7 Millionen Euro das größte Umsatzsegment des Moseltourismus. Wenn die Hänge brachfallen, verliert die Region genau das Bild, mit dem sie wirbt.

Ahrtal

Fünf Jahre nach der Flut fehlt ein Drittel

Rund 6.500 Betten statt 8.400 vor der Flut, 124 geöffnete Betriebe. Die Übernachtungen lagen 2025 noch 34 bis 35 Prozent unter 2019.

Die Ahr-Thermen sind seit dem 15.07.2021 geschlossen, die Betriebsgesellschaft wurde am 30.06.2022 aufgelöst. Der Ahr-Radweg hat zwei Lücken ohne ausgeschilderte Ersatzroute, eine davon gesperrt bis voraussichtlich Dezember 2026. Von elf Campingplätzen sind drei dauerhaft zu; Betriebserlaubnisse werden nicht erneuert, Dauercamping in Ahrnähe ist künftig nicht mehr möglich.

Erreichbarkeit

Die Bahn ist noch keine verlässliche Anreiseoption

Die Eifelstrecke ist seit dem 16.06.2025 wieder durchgehend befahrbar. Durchgehender Zugverkehr zwischen Köln und Trier ist aber nur für die Zeit vom 30.03.2026 bis zum 25.03.2027 zugesagt. Die Elektrifizierung ist erst Ende 2028 abgeschlossen.

Die Oleftalbahn wurde am 23.06.2025 stillgelegt, die Eifelquerbahn ist seit 2013 gesperrt, und der InterCity-Verkehr an der Mosel endete 2015. Wer Gästen ohne Auto ein Objekt anbietet, muss das im Exposé sauber beschreiben.

Segment

Motorräder auf der Nordschleife

Seit der Saison 2025 sind Motorräder von den Touristenfahrten auf der Nordschleife ausgeschlossen, 2026 ebenfalls.

Das betrifft ein Segment, das die Eifel jahrzehntelang mitgetragen hat – gerade in der Vor- und Nachsaison und gerade bei kleinen Unterkünften.

Infrastruktur

eifelbad Bad Münstereifel

Das Freibad wurde im Januar 2025 abgerissen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Sommer oder Herbst 2027.

Ein Schlechtwetterangebot weniger in einem Ort, dessen hohe Auslastung ohnehin überwiegend aus Kliniken stammt und nicht aus Ferienhaustourismus.

Wasser

Pfingsthochwasser 2024 und Schleuse Müden

Vom 17. bis 19.05.2024 erreichte der Pegel Trier 960 Zentimeter, die Saar überschritt das 50-jährliche Hochwasser. Über 350 Menschen wurden evakuiert, die versicherten Schäden lagen bei rund 200 Millionen Euro. Es folgte eine Stornierungswelle, die Ausflugsschiffe standen still. Danach wurden die HQ100-Werte an mehreren Pegeln nach oben korrigiert.

Im Winter darauf legte die Havarie der Schleuse Müden die Mosel 55 Tage lahm, vom 08.12.2024 bis zum 01.02.2025. Über 70 Schiffe waren blockiert.

Der wichtigste Befund für Ferienwohnungen steht ausgerechnet im Ahrtal

Von allen Betriebsarten haben sich Ferienhäuser und Ferienwohnungen nach der Flut am schnellsten erholt. Der Erholungsgrad gegenüber Juni 2021 liegt bei rund 76 Prozent. Sie sind kleiner, flexibler und weniger von Personal abhängig als Hotels und Gasthöfe. Gleichzeitig kommt die Nachfrage schneller zurück als das Angebot: Im Ort Altenahr liegt die Bettenauslastung 2025 bei 44,4 Prozent und damit über dem Wert von 2019.

Ferienhäuser und Ferienwohnungen
76 %
Hotels garnis
73 %
Hotels
68 %
Camping- und Reisemobilplätze
42 %
Gasthöfe
20 %

Zu den Bettenzahlen im Ahrtal: Je nach Gebietszuschnitt und Stichtag nennen die Quellen unterschiedliche Werte. Für die gesamte Tourismusregion Ahr sind es zwischen rund 6.500 und 7.000 Betten gegenüber etwa 8.400 vor der Flut. Das Statistische Landesamt zählt enger, nämlich nur die 21 Wiederaufbaugebiete nach § 246c Baugesetzbuch, und kommt für April 2026 auf knapp 4.500 Schlafgelegenheiten und 73 geöffnete Betriebe. Beide Angaben sind richtig. Wer sie vergleicht, muss den Zuschnitt mitnennen.

Quellen: Land Nordrhein-Westfalen zum Nationalpark Eifel (28.08.2025 und 08.03.2024); Natur- und Geopark Vulkaneifel; Eifelsteig; Mosellandtouristik mit IHK Trier und IHK Koblenz, 31.10.2024; Deutsches Weininstitut, 12.11.2025; Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Datenblick 47/2026; Ahrtal-Tourismus, 23.02.2026; Deutsche Bahn, 27.03.2025; Stadt Bad Münstereifel, 27.02.2025. Stand: August 2026.

Nicht aufgenommen haben wir Besucherzahlen für Burg Eltz, die Reichsburg Cochem und die Porta Nigra sowie die verbreitete Bezeichnung des Bremmer Calmont als steilster Weinberg. Beides ließ sich an keiner belastbaren Quelle prüfen.

Wer kommt – und warum das Potenzial liegen bleibt

Diese Region hat kein Nachfrageproblem. Sie hat ein Abrufproblem – und das lässt sich mit einer einzigen Studie zeigen.

Der stärkste Befund dieser Seite

Der Eifelsteig bringt 700.000 Nutzer. Bei den Privatvermietern kommt davon wenig an.

Das dwif hat im April und Mai 2024 die Betriebe entlang des Eifelsteigs befragt. 182 von 377 Betrieben haben geantwortet. Das Ergebnis trennt die Region in zwei Gruppen.

70 %

der größeren Beherbergungsbetriebe melden positive Effekte durch den Weg

37 %

der Privatvermieter tun dasselbe – bei identischem Weg vor der Tür

Die Studie nennt auch, woran es liegt. Nur rund 25 Prozent der Unterkünfte bieten Gepäcktransport oder einen Shuttle an. 22 Prozent der Betriebe beklagen ein unzureichendes Gastronomieangebot im Ort, 15 Prozent melden Gästebeschwerden über die Busanbindung. Der Weg selbst erwirtschaftet 22,8 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Das ist kein Marktproblem, sondern ein Ausstattungs- und Serviceproblem. Gepäcktransport, eine belastbare Empfehlung fürs Abendessen und eine ehrliche Auskunft zur Busanbindung kosten kein Kapital. Sie kosten Organisation. Genau an dieser Stelle beginnt unsere Arbeit.

Quelle: dwif, Untersuchung zum Eifelsteig, Erhebung April und Mai 2024, Rücklauf 182 von 377 Betrieben.

63 %

Der Sommer trägt fast zwei Drittel des Jahres

Über 63 Prozent aller Übernachtungen in Rheinland-Pfalz entfallen auf die Sommermonate. Das ist keine Momentaufnahme, sondern eine belegte Strukturschwäche.

Für Ihr Objekt bedeutet das: Der Jahresertrag entscheidet sich in einem knappen halben Jahr. Alles, was Sie in der Nebensaison zusätzlich holen, ist Deckungsbeitrag – und genau dafür braucht es Anlässe wie Sternenhimmel, Weinlese oder Rennwochenenden.

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

1,755 Mio.

Der Markt, den keine Statistik sieht

Privatquartiere unter zehn Betten kommen an Mosel-Saar auf 1,755 Millionen Aufenthaltstage. In der amtlichen Beherbergungsstatistik tauchen sie seit 2021 überhaupt nicht mehr auf.

Das ist Ihr eigentlicher Wettbewerb. Er ist größer, als jede offizielle Zahl vermuten lässt, und er arbeitet überwiegend ohne professionelle Preissteuerung.

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Sondererhebung

29 Mio.

Tagesgäste sind die Mehrheit

An Mosel-Saar stehen 29 Millionen Tagesreisen gegenüber 9,1 Millionen gewerblichen Übernachtungen. Im Monschauer Land entfallen 82,4 Prozent der Aufenthaltstage auf Tagesgäste – aber die Übernachtungsgäste bringen 38,9 Prozent des Umsatzes.

Der Tagesgast ist für Sie kein Kunde, sondern Konkurrenz um dieselbe Attraktion. Wer vermietet, muss dem Gast einen Grund geben zu bleiben, statt nur vorbeizukommen.

Quelle: Mosellandtouristik mit IHK Trier und IHK Koblenz, 31.10.2024; dwif für das Monschauer Land

− 2,9 %

Das eigene Segment hat 2025 verloren

Während Rheinland-Pfalz insgesamt zulegte, verloren Ferienhäuser und Ferienwohnungen 2,9 Prozent der Übernachtungen. Gewonnen haben Camping mit 13,0 Prozent und die Rehakliniken mit 4,3 Prozent.

Wir sagen das offen, weil es die Erwartung sortiert. Ein Objekt wächst in diesem Markt nicht mit dem Markt, sondern gegen ihn – über Sichtbarkeit, Preisstrategie und Bewertungen.

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, 06.03.2026

Wer kommt – und was wir dazu nicht behaupten

Belegt ist: Über 80 Prozent der Gäste in Rheinland-Pfalz kommen aus Deutschland. Die Reisegründe sind Wein und Kulinarik, Wandern, Radfahren, Natur und Gesundheit. Am Nationalpark Eifel nennen 77 Prozent der Besucher den Park als wesentlichen Reisegrund. Von den ausländischen Gästen an der Mosel kommen 49,2 Prozent aus den Niederlanden und 19,7 Prozent aus Belgien.

Vier Angaben, die auf Regionalseiten üblicherweise stehen, lassen sich für Eifel und Mosel nicht belegen. Wir lassen sie deshalb weg und benennen sie stattdessen als Leerstelle:

  • Altersstruktur der Gäste. Es gibt keine veröffentlichte Auswertung für Eifel oder Mosel.
  • Anteil der Stamm- und Wiederholungsgäste. Ebenfalls nicht veröffentlicht – auch nicht für den Weintourismus, wo er häufig behauptet wird.
  • Zahl der Vier- und Fünf-Sterne-Häuser. Keine belastbare Quelle auf Regionsebene.
  • Wintersportdaten. Keine verwertbaren Zahlen für die Hocheifel oder das Hohe Venn.

Wenn Sie eine dieser Größen für eine Entscheidung brauchen, holen wir sie direkt bei der Eifel Tourismus GmbH, bei Mosellandtouristik oder beim Statistischen Landesamt ein. Was wir nicht tun: eine plausible Zahl erfinden, die einer Nachfrage nicht standhält.

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