REGION NORD · MECKLENBURG-VORPOMMERN

Ferienhausverwaltung Fischland-Darß-Zingst

Unsere Heimatregion. Von Zingst über Prerow bis Ahrenshoop verwalten wir Ferienobjekte mit der gleichen Sorgfalt, die Sie von Ihrem eigenen Zuhause erwarten würden.

Ihr Team vor Ort
ZentraleRostock
Service-Partner20 regional
GästekarteGästekarte Fischland-Darß-Zingst
KENNZAHLEN REGIONAL

Das Marktniveau auf Fischland-Darß-Zingst

Durchschnitts-Auslastung
65 %
Marktniveau gut vermarkteter Ferienobjekte in der Hauptsaison
Näherung aus der amtlichen Bettenauslastung Mai bis September 2025 (44,9 Prozent)
Netto-Jahresertrag im Beispiel
16.700 EUR
Beispielrechnung für ein Objekt, nach Abzug aller Favorent-Kosten und der Kurabgabe
Kein Regionsdurchschnitt, sondern eine Beispielrechnung
Durchschnittliche Bewertung
4,8 / 5
Über alle Portale (Booking, Airbnb, FeWo-direkt) aus echten Gäste-Reviews
Aus den Gästebewertungen der von uns verwalteten Objekte
Buchungs-Vorlauf
58 Tage
Durchschnittliche Zeit zwischen Buchung und Anreise - zeigt gesunde Nachfrage
In der Hauptsaison Juni bis September teils über 100 Tage
Zur Methodik: Die Auslastung ist eine Näherung auf Basis der amtlichen Beherbergungsstatistik (Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Statistische Berichte G413, Teilregion Fischland-Darß-Zingst 2025). Die amtliche Auslastung bezieht sich auf geöffnete Bettentage. Bewertung und Buchungsvorlauf sind Servicewerte aus der Favorent-Verwaltung, der Netto-Jahresertrag ist eine Beispielrechnung. Die konkreten Werte für Ihr eigenes Objekt hängen von Lage, Ausstattung, Größe und Saisonprofil ab. Gern erstellen wir in einem unverbindlichen Erstgespräch eine individuelle Ertragsprognose für Ihre Immobilie.
SAISON UND BESONDERHEITEN

Wie sich Fischland-Darß-Zingst über das Jahr verteilt

Auslastungs-Profil Fischland-Darß-Zingst

Amtliche Bettenauslastung 2025, umgerechnet auf das Niveau gut vermarkteter Ferienobjekte (Faktor 1,44). Nur Monate mit amtlichem Wert

42
Mai
64
Jun
79
Jul
83
Aug
53
Sep
20
Dez

Quelle: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Statistische Berichte G413 2025. Amtliche Bettenauslastung Mai 29,3 / Juni 44,2 / Juli 54,9 / August 57,5 / September 36,9 / Dezember 13,6 Prozent, jeweils bezogen auf geöffnete Bettentage, umgerechnet mit dem Faktor 1,44 für die ferienwohnungsdominierte Region. Für Januar bis April, Oktober und November liegt kein amtlicher Monatswert vor.

Hauptsaison Juli und August Vor- und Nachsaison Juni und September Randmonate Mai und Dezember

Regionale Besonderheit

Seit Januar 2023 gilt die Gästekarte Fischland-Darß-Zingst orts-übergreifend in zehn Gemeinden — von Ahrenshoop über Barth, Born a. Darß, Dierhagen, Graal-Müritz, Prerow, Ribnitz-Damgarten und Wieck a. Darß bis Wustrow und Zingst. Das vereinfacht die Abwicklung für Gäste erheblich. Start war der 10. Januar 2023. Seit Anfang 2023 gibt es die Karte in neun der zehn Gemeinden zusätzlich digital als „DigiCard to go“ der AVS, sechs davon mit PreCheck-In. Sie weist die gezahlte Kurabgabe in allen teilnehmenden Orten nach und bringt Ermäßigungen, etwa in Museen, beim Wassersport, auf Schifffahrten, im Vogelpark Marlow, im Freilichtmuseum Klockenhagen und in der Bodden-Therme. Freies Busfahren ist darin nicht enthalten: Das gibt es nur als kommunale Zusatzleistung in Zingst, dort seit dem 1. Januar 2026 über einen Mobilitätsanteil von 0,14 Euro in der Kurabgabe, sowie in Barth und den Boddengemeinden. In Prerow, Ahrenshoop, Wustrow, Dierhagen, Born und Wieck zahlen Gäste den Bus selbst.

Saisonfenster

Hauptsaison: Juni bis September. Nebensaison: November bis März. Der höchste Monatswert liegt im August bei rund 83 Prozent, der Juli folgt mit rund 79 Prozent. In der Nebensaison arbeiten wir mit Natur-, Rad- und Kranichthemen sowie mit hundefreundlichen Angeboten an der Grundauslastung; Wellness ist erklärtermaßen nicht die Stärke dieser Region.

Entwicklung seit 1990

Von der FDGB-Ferienregion zur Ferienhaus-Destination

Vor 1990 war Urlaub auf der Halbinsel eine zugeteilte Angelegenheit. Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund unterhielt Ferienheime in Zingst, Prerow, Wustrow und Ahrenshoop; im Sommer 1989 hatte der FDGB auf Fischland und Darß rund 4.000 Betten angemietet (taz vom 14. August 1990). Zingst zählte damals mehr als 65.000 Gäste im Jahr, rund zwei Drittel davon kamen über den Gewerkschaftsbund. In Prerow übernachteten zeitweise zwanzigmal so viele Urlauber, wie der Ort Einwohner hatte, allein auf dem Zeltplatz waren es zeitweise über 10.000 Gäste. Einen Markt im heutigen Sinn gab es nicht.

Nach 1990 löste sich dieses System in wenigen Jahren auf. Treuhandanstalt und TLG verwerteten die Ferienheime, Kommunen und Alteigentümer meldeten Ansprüche an. Bis 1995 waren rund zwei Drittel der ehemaligen DDR-Ferienheime verkauft, restituiert oder kommunalisiert (Bundestags-Drucksache 13/2849). Was übrig blieb, stand größtenteils leer: 521 Ferienheime lagen 1995 noch bei der TLG, davon etwa zwei Drittel ungenutzt. Aus diesem Bestand entstand in den folgenden zwei Jahrzehnten das, was die Halbinsel heute prägt, nämlich eine kleinteilige Landschaft aus Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Pensionen in privater Hand.

Wie groß der Sprung war, zeigt der Landesmaßstab. Mecklenburg-Vorpommern kam 1992 auf 9.409.912 Übernachtungen, 1995 waren es 13.425.353 und 2025 schließlich 33.289.531. Die Tourismusintensität stieg von 5,0 auf 20,9 Übernachtungen je Einwohner; im Ländervergleich rückte das Land von Platz sieben auf Platz eins vor. Fischland-Darß-Zingst hat diese Entwicklung mitgetragen. Nur lässt sie sich für die Halbinsel selbst nicht über dreißig Jahre hinweg mit amtlichen Zahlen belegen.

Das gehört zur ehrlichen Fassung dieser Geschichte dazu. Eine durchgehende Übernachtungsreihe speziell für Fischland-Darß-Zingst existiert amtlich nicht. Das Online-Archiv des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern beginnt mit dem Jahrgang 2016. Dazu kommen zwei Brüche: Zum Januar 2012 stieg die Erfassungsgrenze von neun auf zehn Betten, und ab August 2018 führte eine Überprüfung des Berichtskreises dazu, dass Vergleiche mit Vorjahren nur noch bedingt möglich sind. Genau in diesem Jahr springt die ausgewiesene Bettenzahl von 23.328 auf 32.597. Das war keine Bauwelle, sondern eine Erhebungsumstellung. Eine glatte Dreißigjahreskurve für die Halbinsel gibt es schlicht nicht.

Infografik: 30 Jahre Tourismus auf Fischland-Darß-Zingst
Dreißig Jahre Tourismus auf Fischland-Darß-Zingst im Überblick. Datengrundlage: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern (Statistische Berichte G413), Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst, Bundestags-Drucksache 13/2849 sowie taz vom 14. August 1990.

Belegbar ist dafür der Strukturwandel. 81 Prozent der Gäste buchten 2025 eine Ferienwohnung; damit ist Fischland-Darß-Zingst die am stärksten ferienwohnungsgeprägte Region des Landes. Amtlich entfallen 86,3 Prozent aller erfassten Schlafgelegenheiten auf der Halbinsel auf Ferienunterkünfte, Campingplätze und sonstige Betriebe, nur 13,7 Prozent auf Hotels, Gasthöfe und Pensionen. Im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen liegt der Anteil der Ferienunterkünfte und Campingplätze bei 76,7 Prozent. Die Halbinsel ist also kein Hotelstandort. Sie ist ein Ferienwohnungsstandort, und das seit Jahren stabil.

Ein Teil des Marktes taucht in der amtlichen Statistik überhaupt nicht auf, weil dort nur Betriebe ab zehn Schlafgelegenheiten erfasst werden. Privatquartiere unterhalb dieser Grenze kamen in Mecklenburg-Vorpommern 2022 auf 11,62 Millionen Aufenthaltstage und damit auf 23,2 Prozent aller vom dwif gezählten Übernachtungen. Auf der Halbinsel wird der Unterschied besonders sichtbar, weil zwei Zählwerke nebeneinander bestehen. Die amtliche Statistik weist für 2025 in sieben Gemeinden 3.080.884 Übernachtungen aus. Die kommunale Meldescheinstatistik des Tourismusverbandes umfasst vierzehn Orte samt Kleinvermietern und kommt für 2023 und 2024 auf rund 6,7 Millionen Übernachtungen bei etwa 1,15 Millionen Ankünften. Beide Zahlen stimmen. Sie messen nur nicht dasselbe, weshalb sie nie miteinander verrechnet werden dürfen.

Heute wächst die Region langsamer als der Rest des Landes. 2024 legten die Übernachtungen um 1,9 Prozent zu, 2025 um 0,8 Prozent, während Rügen und Hiddensee, die Mecklenburgische Ostseeküste sowie die Seenplatte deutlicher zulegten. Gleichzeitig sank die Zahl der amtlich erfassten Betriebe vom Höchststand 254 im Jahr 2019 auf 211 im Jahr 2025, ein Minus von 16,9 Prozent, und das bei nahezu unverändertem Bettenangebot. Weniger Anbieter bei gleicher Kapazität: Das ist Konzentration, nicht Rückzug.

Für Eigentümer folgt daraus eine klare Konsequenz. Die Zeit, in der zusätzliche Übernachtungen einfach aus zusätzlichen Betten kamen, ist auf Fischland-Darß-Zingst vorbei. Zuwachs entsteht heute dort, wo ein Objekt besser positioniert, besser bepreist und besser sichtbar ist als das Nachbarobjekt. Genau daran arbeiten wir mit Ihnen.

Die belegten Wegmarken

Alle Übernachtungswerte ab 2015 beziehen sich auf die amtliche Teilregion Fischland-Darß-Zingst mit sieben Gemeinden und Betrieben ab zehn Schlafgelegenheiten. Werte der kommunalen Meldescheinstatistik des Tourismusverbandes stehen bewusst nicht in dieser Reihe.

  • 1989Der FDGB mietete im Sommer rund 4.000 Betten auf Fischland und Darß an. Zingst kam auf mehr als 65.000 Gäste im Jahr, rund zwei Drittel davon über den Gewerkschaftsbund.
  • bis 1995Rund zwei Drittel der ehemaligen DDR-Ferienheime waren verkauft, restituiert oder kommunalisiert. Bei der TLG verblieben 521 Ferienheime, davon etwa zwei Drittel im Leerstand.
  • 2015Rund 2.575.000 Übernachtungen. Dieser Wert ist aus den Vorjahresveränderungen des Berichts 2016 zurückgerechnet und nicht amtlich ausgewiesen.
  • 20162.729.383 Übernachtungen, 199 Betriebe, 22.370 Schlafgelegenheiten. Erster Jahrgang der lückenlos belegten amtlichen Reihe für die Teilregion.
  • 2018Berichtskreisrevision. Die ausgewiesenen Betten springen von 23.328 auf 32.597. Das Statistische Amt weist selbst darauf hin, dass Vergleiche mit Vorjahren ab August 2018 nur bedingt möglich sind.
  • 20193.132.933 Übernachtungen bei 254 Betrieben. Bis heute der Höchstwert der Reihe.
  • 20232.998.625 Übernachtungen. Das Vorkrisenniveau ist noch nicht wieder erreicht.
  • 20243.056.781 Übernachtungen, ein Plus von 1,9 Prozent. Im Landesvergleich nur unteres Mittelfeld.
  • 20253.080.884 Übernachtungen (plus 0,8 Prozent), 211 Betriebe, bis zu 33.105 Schlafgelegenheiten. Gegenüber 2019 fehlen weiterhin 1,7 Prozent.

Quellen: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Statistische Berichte G413 (Jahrgänge 2016 bis 2025); Tourismusstatistik MV, Dezember und Gesamtjahr 2025; Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst, Tourismusstatistik 2014 bis 2024; dwif, Wirtschaftsfaktor Tourismus für Mecklenburg-Vorpommern 2022; Bundestags-Drucksache 13/2849; taz vom 14. August 1990.

Zahlen im Verlauf

Übernachtungen, Preise und Nebenkosten im Zehnjahresvergleich

Die folgende Reihe stammt vollständig aus der amtlichen Beherbergungsstatistik für die Teilregion Fischland-Darß-Zingst. Sie umfasst sieben Gemeinden und nur Betriebe ab zehn Schlafgelegenheiten. Die deutlich höheren Werte des Tourismusverbandes stammen aus einem anderen Zählwerk und stehen weiter unten getrennt davon.

Übernachtungen 2015 bis 2025

Amtliche Teilregion mit sieben Gemeinden. Der Wert für 2015 ist aus den Vorjahresveränderungen des Berichts 2016 zurückgerechnet und nicht amtlich ausgewiesen. Der Sprung im Berichtskreis 2018 betrifft die Zahl der erfassten Betriebe und Betten, nicht die Übernachtungen.

20152.575.000gerechnet
20162.729.383
20172.460.838
20182.672.367Revision
20193.132.933Höchstwert
20202.712.496
20212.704.511
20223.087.468
20232.998.625
20243.056.781
20253.080.884aktuell
5,5 Tage

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer 2025. Das ist der längste Wert aller Reisegebiete und Teilregionen des Landes; Mecklenburg-Vorpommern insgesamt kommt auf 4,1 Tage.

68,3 Prozent

Anteil der Monate Mai bis September an den Jahresübernachtungen 2025. Fünf Monate tragen gut zwei Drittel des Jahres.

35,8 Prozent

Anteil von Juli und August allein. Zwei Monate, mehr als ein Drittel der Übernachtungen.

Zwei Zählwerke, zwei Wahrheiten. Amtlich sind es 2025 in sieben Gemeinden 3.080.884 Übernachtungen. Die kommunale Meldescheinstatistik des Tourismusverbandes erfasst vierzehn Orte samt Kleinvermietern und kommt für 2023 und 2024 auf rund 6,7 Millionen Übernachtungen bei etwa 1,15 Millionen Ankünften; die Ankünfte stiegen dort von rund 780.000 im Jahr 2014 auf über 1,07 Millionen im Jahr 2019, die Aufenthaltsdauer sank von 7,1 auf 5,7 Tage. Beide Reihen sind für sich korrekt. Wer sie mischt, rechnet falsch.

Kurabgabe 2026: kein Regionalsatz, sondern neun Satzungen

Erwachsenensatz pro Person und Tag, Stand 25. Juli 2026. Barth und Ribnitz-Damgarten gehören nicht zur amtlichen Teilregion, sind für Gäste aber das Tor zur Halbinsel.

GemeindeHauptsaisonNebensaisonKinder frei bisJahreskarte
Ostseeheilbad Zingst3,00 €ganzjährig gleicher Satz6 Jahre84,00 €
Ostseebad Ahrenshoop2,90 €2,20 € (1.11. bis 31.3.)18 Jahre81,20 €
Seebad Born a. Darß2,85 €ganzjährig gleicher Satz6 Jahre80,00 €
Wieck a. Darß2,85 €ganzjährig gleicher Satz6 Jahre80,07 €
Ostseebad Dierhagen2,75 €2,20 € (1.10. bis 30.4.)16 Jahre69,58 €
Ostseebad Wustrow2,60 €1,30 € (1.10. bis 30.4.)6 Jahre58,60 €
Ostseebad Prerow2,50 €ganzjährig gleicher Satz6 Jahre90,00 €
Stadt Barth2,50 €ganzjährig gleicher Satz18 Jahre75,00 €
Ribnitz-Damgarten2,00 €ganzjährig gleicher Satzeinschl. 17 Jahre60,00 €

Was sich in den vergangenen Jahren verändert hat

Nur Gemeinden, für die eine belegte Vorgängerfassung vorliegt. Für Wustrow, Born a. Darß und Wieck a. Darß sind die früheren Sätze nicht mehr öffentlich abrufbar; sie bleiben deshalb hier leer. Für Ahrenshoop gilt dasselbe für die Zeit vor 2024.

GemeindevorherheuteWas sich geändert hat
Zingst2,30 € (2021 bis 2025)3,00 € ab 1.1.2026plus 30,4 Prozent; Jahreskarte von 87,40 € auf 84,00 € gesenkt, Kinderfreigrenze von 7 auf 6 Jahre, ermäßigte Spanne von 7 bis 18 auf 6 bis 14 Jahre verkürzt
Prerow2,00 € / 1,00 € (2019)2,50 € ganzjährig ab 2025die Satzerhöhung kam 2020; verteuert hat sich der Aufenthalt 2025 durch den Wegfall der Nebensaison und die Jahreskarte von 60,00 € auf 90,00 €
Dierhagen2,50 € / 1,50 € (2023)2,75 € / 2,20 € ab 2025Sommer plus 10,0 Prozent, Winter plus 46,7 Prozent, Jahreskarte von 66,00 € auf 69,58 €
Barth1,20 € (ab 2019)2,50 € ab 1.1.2026über die Zwischenstufe 1,70 € im Jahr 2023, dabei Wegfall der Nebensaison; Jahreskarte von 36,00 € über 51,00 € auf 75,00 €
Ribnitz-Damgarten1,50 € / 1,20 € (2018 eingeführt)2,00 € ganzjährig ab 2024Jahreskarte von 40,50 € auf 60,00 €

Der zweite, weniger sichtbare Preishebel war in mehreren Orten nicht der Satz, sondern der Wegfall der günstigen Nebensaison (Prerow 2025, Barth 2023, Ribnitz-Damgarten 2024) und die Absenkung der Kinderfreigrenzen zum 1. Januar 2026.

Der ehrlichere Vergleich: eine Woche, eine Person

Weil An- und Abreisetag je nach Satzung unterschiedlich gezählt werden, sagt der Tagessatz allein wenig aus. Sieben Nächte, ein Erwachsener, Hauptsaison.

OrtTagessatzgezählte TageKurabgabe für 7 Nächte
Ahrenshoop2,90 €823,20 €
Born a. Darß2,85 €822,80 €
Wieck a. Darß2,85 €822,80 €
Dierhagen2,75 €822,00 €
Zingst3,00 €721,00 €
Prerow2,50 €820,00 €
Wustrow2,60 €718,20 €

Zingst hat den höchsten Tagessatz der Halbinsel und liegt bei einer Wochenbuchung trotzdem nur im Mittelfeld, weil An- und Abreisetag dort zusammen als ein Tag zählen. Wustrow rechnet seit 2026 ebenso. Die Spanne über die Halbinsel reicht von 18,20 € bis 23,20 € je Person und Woche.

Was Gäste sonst noch zahlen

Tagestarife auf den Strandparkplätzen, Stand 2026.

  • Ahrenshoop: 15,00 € an den zentralen Plätzen, 10,00 € am Kunstmuseum und im Vordarß
  • Prerow: 12,00 € in der strandnahen Zone 1, 8,00 € in Zone 2
  • Zingst: 12,00 € am Postplatz im Zentrum, 5,00 € auf dem größten Strandparkplatz, 4,00 € an der Sundischen Wiese
  • Dierhagen: 10,00 € in allen Zonen, eine Tageskarte gilt gemeindeweit
  • Wustrow: 8,00 € als Einheitstarif auf allen Plätzen
  • Born a. Darß: 5,00 € für den Pkw, 7,00 € für das Wohnmobil
  • Wieck a. Darß: keine Parkgebührenordnung auffindbar, deshalb hier kein Wert

Für den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft wird weder Eintritt noch eine Naturschutzabgabe erhoben. Die einzige Ausnahme ist die Nationalpark-Card zur Kranichrast für 7,50 € je Person, die den Zutritt zu Sundischer Wiese und Pramort bis zur Dämmerung erlaubt. Der Strandkorb in Zingst kostete 2021 noch 10,00 € am Tag und liegt 2026 bei 14,00 €, ein Plus von 40 Prozent. Eine Parkermäßigung mit der Gästekarte gibt es nicht.

Was das für Ihre Rendite bedeutet

Die Kurabgabe ist ein durchlaufender Posten. Sie mindert Ihren Ertrag nicht, weil sie der Gast zahlt und wir sie einziehen und abführen. Relevant ist sie trotzdem: Sie gehört sichtbar in die Preisdarstellung, sonst wirkt die Endabrechnung teurer als erwartet. Genau dieser Punkt schlägt inzwischen auf das Preis-Leistungs-Urteil der Gäste durch.

Quellen: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Statistische Berichte G413 2015 bis 2025 (Tabellen 2.2 und 4.2); Kurabgabesatzungen der Gemeinden über die Ortsrechtssammlung des Amtes Darß/Fischland, der Gemeinde Ostseeheilbad Zingst, des Amtes Barth und der Stadt Ribnitz-Damgarten; Parkgebühren- und Benutzungsordnungen derselben Gemeinden; Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst, Tourismusstatistik 2014 bis 2024.

Pressespiegel

Die Region in der Berichterstattung 2024 bis 2026

Sechs Meldungen, die den Rahmen für Eigentümer auf Fischland-Darß-Zingst gerade am stärksten verschieben. Jede Karte führt direkt zur Originalquelle.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft16. Oktober 2024

Inselhafen und Seebrücke Prerow eröffnet

Der neue Inselhafen ersetzt den alten Nothafen Darßer Ort in der Kernzone des Nationalparks. Die Seebrücke ist die längste im Ostseeraum, das Land beziffert die Investition in seiner Pressemitteilung auf rund 46 Millionen Euro.

Was das für Eigentümer heißt

Prerow bekommt damit ein Wahrzeichen, das ganzjährig Besucher zieht. Für Objekte im Ort und in Fahrradnähe ist das ein echter Lagevorteil, gerade in den Randmonaten.

Zur Quelle
Nordkurier8. September 2025

Zu viele Touristen auf der Ostsee-Halbinsel?

Aus dem Geheimtipp früherer Jahre ist eine Destination für sehr unterschiedliche Zielgruppen geworden. Der Bericht beschreibt steigende Preise, den Verkauf von Familienhäusern an Investoren und die Sorge um gewachsene Ortsbilder.

Was das für Eigentümer heißt

Die Debatte ist der Grund, warum mehrere Gemeinden das Bauplanungsrecht schärfen. Für Bestandsobjekte begrenzt das künftige Konkurrenz, für Neuanschaffungen erhöht es den Prüfaufwand.

Zur Quelle
hogapage3. Juli 2025

Gastgewerbe in MV: so viele Betriebsaufgaben wie nie zuvor

2024 zählte das Land 32 Insolvenzen in der Gastronomie, ein Plus von 52 Prozent, und 14 bei Beherbergungsbetrieben gegenüber sonst drei bis fünf. Die Gaststättenumsätze lagen im ersten Quartal 2025 rund 18 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau.

Was das für Eigentümer heißt

Weniger Gastronomie im Ort heißt: Die Küche in Ihrer Ferienwohnung wird wichtiger. Auf einer Halbinsel mit 81 Prozent Ferienwohnungsanteil ist das kein Detail, sondern ein Ausstattungsthema.

Zur Quelle
tageskarte30. August 2024

Durchwachsene Saisonbilanz an der Ostsee: mehr Urlauber, weniger Ertrag

42 Prozent der Gastgebenden waren mit der Hauptsaison unzufrieden, 66 Prozent nannten gesunkene Erträge als Hauptgrund. 43 Prozent der Saisonstellen blieben unbesetzt, im Vorjahr waren es 31 Prozent.

Was das für Eigentümer heißt

Mehr Gäste bedeuten nicht automatisch mehr Ertrag. Entscheidend sind Preissteuerung und Auslastung im Randbereich der Saison, nicht die reine Buchungszahl.

Zur Quelle
DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern13. März 2026

Bäderregelung: Gericht kippt Öffnungszeitenverordnung

Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald hat die Öffnungszeitenverordnung am 12. März 2026 für unwirksam erklärt. Sie erlaube Sonntagsöffnungen in zu vielen Orten und an zu vielen Tagen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Regelung gilt vorerst weiter.

Was das für Eigentümer heißt

Alle sieben Halbinsel-Gemeinden stehen auf der Ortsliste. Ob der sonntägliche Einkauf im Ort dauerhaft möglich bleibt, ist offen. In der Gästekommunikation gehört das derzeit nicht als Zusage formuliert.

Zur Quelle
Tourismusstatistik MV5. März 2026

Dezember und Gesamtjahr 2025

Das Land kam 2025 auf 33,29 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 1,2 Prozent. Nach Reisegebieten legten die Mecklenburgische Ostseeküste um 2,8 Prozent und Rügen mit Hiddensee um 1,9 Prozent zu. Fischland-Darß-Zingst kam auf 0,8 Prozent.

Was das für Eigentümer heißt

Die Halbinsel wächst seit zwei Jahren unterdurchschnittlich. Wer hier zulegen will, gewinnt Marktanteil und nicht einfach Marktwachstum.

Zur Quelle
RECHT UND PFLICHTEN

Rechtliche Rahmenbedingungen in Fischland-Darß-Zingst

Kurtaxe und Gästebeitrag

In Fischland-Darß-Zingst fällt pro Gast und Übernachtung die Kurabgabe an. Sie wird vom Vermieter eingezogen und an die Gemeinde abgeführt. Die Abführung erfolgt monatlich an den Fremdenverkehrsbetrieb der jeweiligen Gemeinde. Favorent übernimmt die komplette Abwicklung inklusive Gästekarte Fischland-Darß-Zingst-Ausgabe.

Sätze 2026 auf der Halbinsel: 2,50 Euro in Prerow bis 3,00 Euro in Zingst pro Person und Tag. Eine Nebensaison gibt es nur noch in Ahrenshoop und Dierhagen mit je 2,20 Euro sowie in Wustrow mit 1,30 Euro. Die Kinderfreigrenzen weichen stark ab: In Ahrenshoop zahlen Kinder bis 18 nichts, in Dierhagen bis 16, in Zingst, Prerow, Born, Wieck und Wustrow nur bis 6 Jahre.

Meldepflicht und Meldeschein

Digitale Gästeerfassung über AVS-System in vielen Orten etabliert. Für deutsche Gäste ist die Meldescheinpflicht zum 1. Januar 2025 entfallen. Für Gäste ohne deutsche Staatsangehörigkeit besteht sie unverändert fort, einschließlich der Ausweisdaten. Unabhängig davon bleibt in Kur- und Tourismusorten die Meldung aller Gästeankünfte an die Kurverwaltung Pflicht, weil daran die Erhebung der Kurabgabe hängt (§ 11 Absatz 3 Satz 1 KAG M-V, 2024 in mehreren Gemeindesatzungen ausdrücklich neu gefasst). Favorent übernimmt die gesamte Abwicklung elektronisch, sodass Sie als Eigentümer keine administrativen Lasten tragen.

Zweckentfremdung und Genehmigung

Landesregelung in Mecklenburg-Vorpommern. Einzelgemeinden mit Ferienwohnungssatzung. Vor Aufnahme einer neuen Vermietung prüfen wir für Sie die konkrete Rechtslage in Ihrer Gemeinde und beantragen falls erforderlich die notwendigen Genehmigungen. So vermeiden Sie Bußgelder und rechtliche Nachforderungen.

Steuerreporting für Sie

Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Kleinunternehmer-Regelung: Wir liefern Ihnen monatlich eine konsolidierte Abrechnung, die Ihr Steuerberater oder Sie selbst direkt ins Jahres-Reporting übernehmen können. Inklusive Betriebsausgaben-Zuordnung und Kurtaxe-Nachweisen.

Hinweis: Diese Angaben sind eine allgemeine Orientierung. Die konkreten Regelungen in Ihrer Gemeinde können abweichen und sich jährlich ändern. Favorent prüft vor Übernahme Ihrer Immobilie die aktuelle Kurabgabesatzung und die lokalen Sondervorschriften. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.
Regulierung

Zweckentfremdung, Erhaltungssatzungen und Zweitwohnungssteuer

Wer glaubt, die Ferienvermietung auf der Halbinsel sei unreguliert, irrt. Die Regulierung läuft hier nur über einen anderen Rechtsweg als in vielen anderen Küstenregionen, nämlich über das Bauplanungsrecht statt über das Zweckentfremdungsrecht. Und sie ist von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Stand dieser Darstellung: 25. Juli 2026.

Das Landesgesetz gilt, greift auf der Halbinsel aber noch nicht

Seit dem 20. Mai 2026 gilt in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Zweckentfremdungsgesetz (Landtags-Drucksachen 8/6170 und 8/6502). Es setzt die EU-Verordnung 2024/1028 um und sieht unter anderem eine Grenze von 90 Tagen Ferienvermietung für Nebenwohnungen vor, eine Bagatellgrenze von acht Wochen in der Hauptwohnung, Registrierungsnummern für Gastgeber, Bußgelder bis 100.000 € und eine Befristung jeder Satzung auf höchstens fünf Jahre.

Entscheidend ist der zweite Teil: Das Gesetz ermächtigt Gemeinden lediglich, eine eigene Satzung zu erlassen. Der Gesetzentwurf stellt ausdrücklich fest, dass in Mecklenburg-Vorpommern bislang keine Gemeinde eine Zweckentfremdungssatzung erlassen hat. Für die Zeit nach dem 20. Mai 2026 ließ sich für keine Gemeinde auf Fischland-Darß-Zingst ein Satzungsbeschluss nachweisen. Ohne Satzung gibt es weder Genehmigungsvorbehalt noch Registrierungsnummer. Der Regulierungstrend ist also real, eine akute Beschränkung über dieses Gesetz derzeit nicht.

Reguliert wird trotzdem, nur über das Bauplanungsrecht

Fast jede Gemeinde der Halbinsel hat den Umgang mit Ferien- und Zweitwohnungen bereits geregelt. In allen Fällen gilt: Die Nutzungsänderung von Dauerwohnen zu Ferien- oder Zweitwohnen ist genehmigungspflichtig, und ein Verstoß ist bußgeldbewehrt bis 30.000 €.

GemeindeInstrumentStand
Ostseebad AhrenshoopErhaltungssatzung nach § 172 BauGBseit 2021
Ostseebad WustrowErhaltungssatzung nach § 172 BauGBseit 2021
Seebad Born a. DarßErhaltungssatzung nach § 172 BauGBseit 2022
Ostseeheilbad Zingstzwei Erhaltungssatzungen nach § 172 BauGB, dazu drei einfache Bebauungspläne „Wohnraumsicherung“ (Nr. 36, 37 und 45)seit 6. März 2023
Ostseebad DierhagenErhaltungssatzung nach § 172 BauGBJahr nicht ausgewiesen
Ostseebad PrerowErhaltungssatzung nach § 172 BauGB mit Genehmigungspflicht auch für verfahrensfreie Vorhaben, einer Quote von 50 Prozent Dauerwohnen und einem Umwandlungsverbotseit 23. September 2025
Wieck a. DarßFremdenverkehrssatzung nach § 22 BauGB für das gesamte bebaute Gemeindegebietin Kraft

Am weitesten geht derzeit Prerow: Dort greift die Genehmigungspflicht auch bei verfahrensfreien Vorhaben, es gilt eine Quote von 50 Prozent Dauerwohnen und ein Umwandlungsverbot. In Zingst flankieren drei einfache Bebauungspläne die beiden Erhaltungssatzungen; wird ein Gebiet als allgemeines Wohngebiet festgesetzt, ist gewerbliche Ferienvermietung dort planungsrechtlich regelmäßig unzulässig. Wieck a. Darß geht den Weg über eine echte Fremdenverkehrssatzung nach § 22 BauGB für das gesamte bebaute Gemeindegebiet.

Was daraus folgt. Für ein Bestandsobjekt, das bereits als Ferienwohnung genutzt wird, ist diese Lage eher ein Vorteil: Das Angebot ist gedeckelt, neue Konkurrenz entsteht nur begrenzt. Das passt zu dem, was die amtliche Statistik zeigt, nämlich ein seit 2019 nahezu unverändertes Bettenangebot. Bei einer Neuanschaffung ist die Prüfung der jeweiligen Gemeindesatzung dagegen Pflicht, und zwar vor dem Kauf. Wir übernehmen diese Prüfung für Sie im Einzelfall.

Zweitwohnungssteuer 2025: bis zu 25 Prozent

Bemessungsgrundlage ist der jährliche Mietaufwand, im Amt Darß/Fischland die Jahresnettokaltmiete.

  • Ostseebad Ahrenshoop25 Prozent
  • Ostseebad Prerow20 Prozent
  • Wieck a. Darß20 Prozent
  • Ostseebad Dierhagen20 Prozent
  • Ostseebad Wustrow18 Prozent
  • Seebad Born a. Darß16 Prozent
  • Ostseeheilbad Zingst16 Prozent, dort auf die Jahresrohmiete statt auf die Nettokaltmiete

Barth und Ribnitz-Damgarten erheben ebenfalls eine Zweitwohnungssteuer. Die Sätze sind aus den öffentlich zugänglichen Quellen nicht auslesbar und werden hier deshalb nicht genannt.

Der geldwerte Kern für Eigentümer

Eine degressive Staffelung nach Verfügbarkeit, wie sie andere Regionen kennen, gibt es hier nicht. Es gilt eine Alles-oder-nichts-Systematik. Wer die Ferienvermietung einer Agentur überträgt und die Eigennutzung vertraglich ausschließt, gilt als Kapitalanlage und ist von der Zweitwohnungssteuer befreit. Nachzuweisen sind der Agenturvertrag mit ausdrücklichem Eigennutzungsausschluss und die ganzjährige Vermietungsbemühung. Selbstvermieter und Mischnutzer zahlen voll, denn ausschlaggebend ist die Möglichkeit der Eigennutzung, nicht die tatsächliche Nutzung.

Rechenbeispiel aus dem Amtsdokument: 80 m² in Prerow, beheizbar, 7.084,80 € Jahresnettokaltmiete, 20 Prozent Steuersatz ergibt 1.416,96 € pro Jahr. In Ahrenshoop liegt der Satz bei 25 Prozent.

Was bei Verstößen droht

Nach § 16 KAG M-V ist die Abgabenhinterziehung mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bedroht, nach § 17 KAG M-V kostet die leichtfertige Abgabenverkürzung bis zu 10.000 € Geldbuße. Für Verstöße gegen die Erhaltungssatzungen sieht § 213 BauGB eine Geldbuße bis 30.000 € vor.

Hinweis: Diese Übersicht gibt den Stand vom 25. Juli 2026 wieder und ist eine allgemeine Orientierung. Kommunale Satzungen ändern sich, und die Auslegung im Einzelfall liegt bei der jeweiligen Gemeinde beziehungsweise der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen. Dieser Text ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Vor Kauf oder Nutzungsänderung prüfen wir die konkrete Lage Ihres Objekts gemeinsam mit Ihnen.

Quellen: Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Drucksachen 8/6170 und 8/6502; Verordnung (EU) 2024/1028; Erhaltungssatzungen und Bebauungspläne der Gemeinde Ostseeheilbad Zingst sowie der Gemeinden des Amtes Darß/Fischland; Amt Darß/Fischland, Information zur Zweitwohnungssteuer ab 2025; Zweitwohnungssteuersatzung der Gemeinde Ostseeheilbad Zingst; §§ 16 und 17 KAG M-V; § 213 BauGB.

Angebot und Infrastruktur

Was die Region Gästen bietet, und wo es hakt

Beides gehört zusammen. Wer eine Ferienimmobilie auf der Halbinsel besitzt oder kaufen will, sollte die Ausbauseite genauso kennen wie die Bruchstellen.

Ausbau

Was gewachsen ist

Inselhafen und Seebrücke Prerow

Eröffnet am 16. Oktober 2024, rund 720 Meter lang und damit die längste Seebrücke im Ostseeraum. Der Inselhafen umfasst etwa 10.000 Quadratmeter, bietet Notliegeplätze, Platz für die Fischerei und den Liegeplatz des Seenotrettungskreuzers „Nis Randers“. Im ersten Jahr kamen mehr als 536.000 Gäste und über 2.200 Boote.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Nach Gesamtschätzung der Nationalparkverwaltung rund vier Millionen Besucher im Jahr. 215 Kilometer Wanderwege, 366 Kilometer kombinierte Rad- und Wanderwege, 35 Kilometer Reitwege und 31 Beobachtungsplattformen. Der Zutritt ist frei, eine Naturschutzabgabe gibt es nicht.

Kranichrast als Herbstsaison

Bei der Synchronzählung im Oktober 2025 wurden mehr als 86.000 rastende Kraniche in der Darß-Zingster Boddenkette und auf Rügen gezählt. Der Zugang zu Sundischer Wiese und Pramort ist in dieser Zeit geregelt, was die Rast schützt und den Besuch planbar macht.

Nothafen Darßer Ort zurückgebaut

Der alte Nothafen in der Kernzone wurde am 15. September 2023 geschlossen, die Renaturierung wurde am 8. Mai 2024 abgenommen. Ein über Jahrzehnte schwelender Nutzungskonflikt ist damit beendet.

Kultur mit Zugkraft

Das Umweltfotofestival „horizonte“ in Zingst geht 2026 in die 19. Ausgabe, mit über 35.000 Gästen und 1.600 Teilnehmenden in 120 Fotoworkshops. Das Darßer NaturfilmFestival läuft 2026 vom 6. bis 11. Oktober, die Ahrenshooper Kunstauktion findet am 1. August 2026 in ihrer 52. Ausgabe statt; die Winterauktion 2025 kam auf rund 400.000 € Gesamterlös.

Investitionen in der Hotellerie

Das Strandhotel Zingst wurde 2024 für 6,75 Millionen Euro revitalisiert. Das Strandhotel Dünenmeer in Dierhagen öffnete im März 2025 wieder, führt fünf Sterne Superior und erhielt im Juni 2026 einen Michelin-Stern. Das Strandhotel Fischland trägt fünf Sterne und einen Michelin Key.

Mobilität in Zingst

Der ZingstBus der Linie 222 lief ab dem 1. Oktober 2025 im Test und seit dem 1. Januar 2026 im Regelbetrieb, in der Hauptsaison 2026 mit 20 Fahrten täglich und einem zweiten vollelektrischen Bus. Für Gäste mit Zingster Gästekarte ist er kostenlos. Andernorts auf der Halbinsel gilt das nicht.

Küstenschutz

Zwischen Oktober 2023 und März 2024 lief in Prerow, Zingst und Müggenburg die größte Sandaufspülung der Küste Mecklenburg-Vorpommerns mit rund 711.400 Kubikmetern und etwa 10 Millionen Euro Kosten.

Druck

Wo es hakt

Gastgewerbe unter Druck

2024 zählte das Land 32 Insolvenzen in der Gastronomie und 14 bei Beherbergungsbetrieben. Die Umsätze lagen rund 18 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau, 43 Prozent der Saisonstellen blieben unbesetzt.

Sonntagsöffnung auf der Kippe

Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald hat die Öffnungszeitenverordnung am 12. März 2026 für unwirksam erklärt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Regelung gilt vorerst weiter. Alle sieben Halbinsel-Gemeinden stehen auf der Ortsliste.

Überlastungsdebatte vor Ort

Die Gästebefragung 2025 zeigt einen auffälligen Befund: Gäste nennen überdurchschnittlich häufig „übermäßige Bebauung“. Gleichzeitig verschlechterte sich das Preis-Leistungs-Urteil von 2,49 auf 2,86.

Wohnraum für Beschäftigte

Fischland-Darß-Zingst wird neben Usedom amtlich als besonders betroffene Region beim Thema Mitarbeiterwohnungen genannt. Das ist der Kern des Konflikts, aus dem die kommunalen Erhaltungssatzungen entstanden sind.

Campingplatz Prerow

Nach einem Pachtstreit wurde der Platz zwangsgeräumt. Der Neustart als „Ahoi Camp Darß“ lief gestaffelt an, Dauercamper ab Ostern 2025, der touristische Betrieb erst ab Juni 2025.

Barth in der Haushaltsklemme

Die Stadt Barth weist für 2025 ein Jahresergebnis von minus 9,14 Millionen Euro aus. Die Rechtsaufsicht versagte 6,83 Millionen Euro des beantragten Investitionskredits, was einen Investitionsstau bedeutet.

Darßbahn erst in den 2030ern

Die Reaktivierung ist mit rund 204 Millionen Euro veranschlagt und volkswirtschaftlich sinnvoll bewertet. Der Baubeginn des ersten Abschnitts ist für 2027 geplant, die Gesamtinbetriebnahme erst in den 2030er-Jahren. Als kurzfristiger Standortfaktor taugt das nicht.

Ein verbreiteter Irrtum, den die Daten widerlegen

Die Saison auf Fischland-Darß-Zingst wird nicht kürzer, sie wird länger. Gegenüber 2014 lag die Auslastung im Mai bei rund 160 Prozent und im Oktober bei 130 bis 135 Prozent des damaligen Niveaus. Getragen wird das von der Kranichsaison im Herbst, von Gästen mit Hund im Winterhalbjahr und von Reisenden ohne Ferienbindung.

Für Eigentümer ist das die wirtschaftlich interessanteste Nachricht dieses Abschnitts: Das Wachstum liegt in den Randmonaten, nicht im ohnehin gut gebuchten August.

Quellen: Nationalparkamt Vorpommern, Pressemitteilung zur Eröffnung von Inselhafen und Seebrücke Prerow; Nordkurier zur Bilanz nach einem Jahr Seebrücke; Kranichschutz Deutschland zur Synchronzählung Oktober 2025; hogapage zu Betriebsaufgaben im Gastgewerbe; DEHOGA MV zur Öffnungszeitenverordnung; Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst, Auswertung der Tourismusstatistik 2014 bis 2024 und Zwischenauswertung der landesweiten Gästebefragung 2025.

Zielgruppen

Die Gäste der Region, und was das für Ihr Objekt bedeutet

Fischland-Darß-Zingst ist eine Stammgastregion mit klarem Profil. Das erleichtert die Planung und begrenzt zugleich, womit sich hier werben lässt.

68,5 %kommen regelmäßig oder häufig wieder
10,4 %sind zum ersten Mal auf der Halbinsel
55,2 JahreDurchschnittsalter, rund 70 Prozent sind über 50
81 %der Gäste buchten 2025 eine Ferienwohnung
18 %reisten mit Hund, im Winterhalbjahr rund 20 Prozent
1,49 NoteWiederbesuchsabsicht, Bestwert aller Regionen des Landes

Wie die eigenen Gäste die Region benoten

Schulnoten von 1 bis 6, längerer Balken bedeutet bessere Bewertung. Landesweite Gästebefragung 2022/2023, Auswertung für Fischland-Darß-Zingst.

Naturattraktionen1,62
Radfahren1,65
Wandern1,64
Familienangebot2,02
Wellnessangebot2,40

Naturattraktionen, Radfahren und Wandern sind Bestwerte aller Regionen des Landes. Wellness ist mit 2,40 der schwächste Wert aller Küstenregionen, und das Familienangebot liegt mit 2,02 unter dem Landesschnitt von 1,93. Das ist keine Schwäche, die sich wegtexten lässt. Es ist eine Positionierung.

Woher die Gäste kommen

Rund die Hälfte der Befragten lebt in den neuen Bundesländern. Die drei stärksten Herkunftsländer 2025 waren Sachsen mit 16 Prozent, Nordrhein-Westfalen mit 14 Prozent und Niedersachsen mit 10 Prozent. Der Auslandsanteil ist mit 1,1 Prozent der Übernachtungen sehr klein; Fischland-Darß-Zingst ist praktisch ein reiner Binnenmarkt. Fremdsprachige Objektbeschreibungen bringen hier weniger als eine sauber gepflegte deutsche.

Sechs Schlüsse für Ihr Objekt

Für längere Aufenthalte ausstatten

Amtlich bleiben Gäste 5,5 Tage, laut Gästebefragung 9,4 Nächte. Das ist der längste Wert des Landes. Waschmaschine, Trockenmöglichkeit, eine ernst gemeinte Küche und Stauraum sind hier keine Extras, sondern Buchungsgründe.

Fahrräder ernst nehmen

Radfahren ist die zweithäufigste Aktivität und bekommt mit 1,65 eine der besten Noten des Landes. Ein abschließbarer, trockener Radraum und eine Lademöglichkeit für E-Bikes wirken stärker als jede Deko-Investition.

Hunde willkommen heißen

18 Prozent der Gäste reisen mit Hund, im Winterhalbjahr sind es rund 20 Prozent. Das ist der wirksamste Hebel für die Randmonate, wenn Bodenbeläge, Außendusche und Hausregeln dazu passen.

Stammgäste binden statt Neukunden jagen

Nur rund jeder zehnte Gast ist zum ersten Mal hier. Wiederbuchungsangebote direkt beim Auschecken, eine gepflegte Gästekartei und verlässliche Qualität schlagen jedes zusätzliche Portal.

Nebensaison über Natur bespielen, nicht über Wellness

Die eigenen Gäste vergeben für Naturattraktionen 1,62 und für Wellness 2,40. Kranichherbst, Sturmspaziergang und Radtouren sind hier die glaubwürdigeren Themen.

Bei Familien realistisch bleiben

Das Familienangebot der Region wird mit 2,02 bewertet und liegt damit unter dem Landesschnitt von 1,93. Paare mit 53 Prozent und Best Ager sind die tragende Zielgruppe. Wer trotzdem Familien anspricht, sollte die Lücke im eigenen Objekt schließen und nicht die Region dafür bewerben.

Quellen: Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst, Zwischenauswertung der landesweiten Gästebefragung 2025 (1.178 Fragebögen); Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und benchmark:services, Gästebefragung MV 2022/2023, Ergebnisse für Fischland-Darß-Zingst; Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Statistischer Bericht G413 2025 12.

Regionalseiten

Detailseiten in der Region

Für die Halbinsel und ihre Nachbarschaft führen wir eigene Seiten mit Leistungen, Preisen und Ansprechpartnern.

PARTNER UND STIMMEN

Unser Netzwerk in Fischland-Darß-Zingst

20+
regionale Service-Partner in Fischland-Darß-Zingst, sorgfältig ausgewählt und langjährig erprobt
Reinigung
Zertifiziert und versichert
Wäscherei
Hotel-Standard
Hausmeister
24/7 Notfall
Handwerker
Regional vernetzt
★★★★★

„Reetdach-Objekte haben besondere Pflegeanforderungen. Favorent kennt die regionalen Handwerker und die richtigen Intervalle für Kontrolle und Wartung. Das gibt mir als Eigentümer ein ruhiges Gewissen."

Familie Schultz
Eigentümer eines Reetdachhauses in Zingst
★★★★★

„Seit 2023 gilt ja die orts-übergreifende Gästekarte Fischland-Darß-Zingst. Favorent hatte die Umstellung schon vor deren Start intern vorbereitet, sodass ich als Eigentümer nichts umstellen musste."

Herr Mueller
Eigentümer Ferienwohnung Zingst

Ihre Immobilie auf Fischland-Darß-Zingst verdient professionelle Verwaltung

Fordern Sie ein unverbindliches Erstgespräch an. Wir besprechen mit Ihnen Ihre individuelle Situation, schätzen den realistischen Jahresertrag und erklären, wie die Übergabe konkret abläuft.

Direkter Kontakt
ZentraleRostock
Accessibility compliance badge