REGION MITTE · THÜRINGEN

Ferienhausverwaltung Thüringer Wald

Unsere Deutschland-Zentrale in Rostock verwaltet Ihre Objekte mit regionalen Partnern vor Ort. Von Oberhof über Schmiedefeld am Rennsteig bis Masserberg verwalten wir Ferienobjekte mit der gleichen Sorgfalt, die Sie von Ihrem eigenen Zuhause erwarten würden.

Ihr Team vor Ort
ZentraleRostock
Service-Partner20 regional
GästekarteThüringer Wald Card
KENNZAHLEN REGIONAL

Die Kennzahlen, mit denen wir im Thüringer Wald rechnen

Auslastung im Jahr
29 %
Zielwert für professionell vermarktete Ferienobjekte im Thüringer Wald
Amtliche Basis: 23,4 % im Segment Ferienhäuser und Ferienwohnungen, Thüringen 2025
Aufenthaltsdauer
3,2 Tage
Reisegebiet Thüringer Wald 2025, unverändert seit 2023. Thüringen insgesamt: 2,6 Tage
Ferienhäuser und Ferienwohnungen halten Gäste am längsten: 2,9 Tage gegen 2,1 in der Hotellerie
Auslandsanteil
4,33 %
Anteil ausländischer Gäste an den Übernachtungen 2025: 163.782 von 3.785.689
Thüringen insgesamt: 5,41 %. Der Thüringer Wald ist ein Binnenmarkt
Stärkster und schwächster Monat
47,8 % im August
Schwächster Monat ist der Januar mit 24,8 %. Es gibt regionsweit keinen zweiten Gipfel im Winter
Zweitstärkster Monat: Juni und Oktober mit je 34,6 %
Zur Methodik: Die Auslastungs- und Strukturwerte stammen aus der amtlichen Beherbergungsstatistik des Thüringer Landesamtes für Statistik für das Jahr 2025, Tabellen ld000804 und ld000805, Abruf im August 2026. Der Segmentwert für Ferienhäuser und Ferienwohnungen wird nur landesweit ausgewiesen und ist deshalb ein Thüringen-Wert. Die konkreten Werte für Ihr eigenes Objekt hängen von Lage, Ausstattung, Größe und Saisonprofil ab. Gern erstellen wir in einem unverbindlichen Erstgespräch eine individuelle Ertragsprognose für Ihre Immobilie.
SAISON UND BESONDERHEITEN

Wie sich der Thüringer Wald über das Jahr verteilt

Auslastungsprofil Thüringer Wald

Monatswerte 2025 für Ferienhäuser und Ferienwohnungen, multipliziert mit dem Faktor 1,25 für professionell vermarktete Objekte. Die amtliche Betriebsartengliederung liegt nur für Thüringen insgesamt vor, nicht für das Reisegebiet.

17
Jan
18
Feb
18
Mär
31
Apr
34
Mai
37
Jun
42
Jul
41
Aug
30
Sep
36
Okt
19
Nov
22
Dez
Stark für dieses Segment: ab 35 Prozent Mittel: 25 bis 34 Prozent Schwach: unter 25 Prozent

Regionale Besonderheit

Zur Wintersaison 2025/26 meldet das Gästekartensystem der Thüringer Wald Service GmbH über 34 Orte 330.366 Übernachtungen und damit 10,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Die amtliche Statistik weist für das Reisegebiet im Jahr 2025 dagegen 0,8 Prozent weniger Übernachtungen aus. Beide Zahlen stimmen, sie messen unterschiedliche Zeiträume und unterschiedliche Grundgesamtheiten. Der Rennsteig ist mit 169,7 Kilometern von Hörschel bis Blankenstein das Sommerprodukt der Region und zählte zuletzt über 700.000 Besucher im Jahr.

Saisonfenster

Hauptsaison: Mai bis Oktober, mit dem August als klarem Höhepunkt. Nebensaison: November bis April, mit dem Januar als schwächstem Monat des Jahres. Bemerkenswert ist der Oktober: Er liegt amtlich gleichauf mit dem Juni und über dem Juli. Auf dieses Herbstfenster und auf die Wander- und Gesundheitssaison richten wir die Preisstaffel aus, statt auf einen Wintergipfel, den es regionsweit nicht gibt.

RECHT UND PFLICHTEN

Rechtliche Rahmenbedingungen im Thüringer Wald

Kurtaxe und Gästebeitrag

Im Thüringer Wald erheben 18 von 24 geprüften Orten einen Gästebeitrag. Er wird vom Vermieter eingezogen und an die Gemeinde abgeführt; die Abführung erfolgt monatlich an die jeweilige Kommune. Favorent übernimmt die komplette Abwicklung einschließlich der Ausgabe der Gästekarte mit der Thüringer Wald Card.

Aktuelle Sätze: 1,50 bis 3,50 Euro pro Person und Tag, ganzjährig. Keine Saisonstaffelung: Kein einziger der 18 Orte mit Gästebeitrag unterscheidet zwischen Haupt- und Nebensaison. Kinderbefreiungen reichen vom fünften bis zum sechzehnten Geburtstag, in vier Orten fehlt eine Befreiungsnorm ganz.

Meldepflicht und Meldeschein

Der besondere Meldeschein für deutsche Gäste ist zum 1. Januar 2025 entfallen; für Gäste aus dem Ausland bleibt er Pflicht. Die Meldepflicht gegenüber der Gemeinde besteht unabhängig davon fort, weil sie aus der Kurbeitragssatzung und dem Thüringer Kommunalabgabengesetz folgt. In der Region läuft sie über das elektronische Meldescheinsystem der AVS, das 32 Thüringer Orte einsetzen; seit Mai 2026 wird die Gästekarte in rund einem Dutzend Orten zusätzlich digital ausgegeben. Favorent übernimmt die gesamte Abwicklung elektronisch.

Zweckentfremdung und Genehmigung

Thüringen hat kein Zweckentfremdungsverbotsgesetz; ein entsprechender Gesetzentwurf scheiterte im Juni 2024 im Landtag. Ohne Landesgesetz kann auch keine Gemeinde eine solche Satzung erlassen. Genehmigungspflichtig ist die Ferienvermietung trotzdem: Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist Ferienwohnen bauplanungsrechtlich nicht dasselbe wie Wohnen, und die daraus folgende Nutzungsänderung bedarf nach § 62 Abs. 1 der Thüringer Bauordnung der Baugenehmigung. Vor Aufnahme einer neuen Vermietung prüfen wir das für Sie mit der zuständigen Bauaufsichtsbehörde.

Steuerreporting für Sie

Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Kleinunternehmer-Regelung: Wir liefern Ihnen monatlich eine konsolidierte Abrechnung, die Ihr Steuerberater oder Sie selbst direkt ins Jahres-Reporting übernehmen können. Inklusive Betriebsausgaben-Zuordnung und Kurtaxe-Nachweisen.

Hinweis: Diese Angaben sind eine allgemeine Orientierung. Die konkreten Regelungen in Ihrer Gemeinde können abweichen und sich jährlich ändern. Favorent prüft vor Übernahme Ihrer Immobilie die aktuelle Kurabgabesatzung und die lokalen Sondervorschriften. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.
PARTNER UND STIMMEN

Unser Netzwerk im Thüringer Wald

20+
regionale Service-Partner im Thüringer Wald, sorgfältig ausgewählt und langjährig erprobt
Reinigung
Zertifiziert und versichert
Wäscherei
Hotel-Standard
Hausmeister
24/7 Notfall
Handwerker
Regional vernetzt
★★★★★

„Unsere stärksten Wochen liegen im Sommer und im Oktober, nicht im Winter. Favorent richtet die Preise danach aus und füllt die Randmonate über Wander- und Gesundheitsgäste.“

Familie Richter
Eigentümer Chalet Oberhof
★★★★★

„Wir beteiligen uns freiwillig an der All-Inclusive-Variante der Gästekarte und zahlen dafür einen Aufschlag je Übernachtung. Für unsere Gäste ist der Unterschied spürbar, für uns ist es eine bewusste Investition.“

Herr Müller
Eigentümer Ferienwohnung am Rennsteig

Ihre Immobilie im Thüringer Wald verdient professionelle Verwaltung

Fordern Sie ein unverbindliches Erstgespräch an. Wir besprechen mit Ihnen Ihre individuelle Situation, schätzen den realistischen Jahresertrag und erklären, wie die Übergabe konkret abläuft.

Direkter Kontakt
ZentraleRostock
WINTER IM WANDEL

Der Thüringer Wald und sein Winter

Eine Übernachtungsreihe über dreißig Jahre gibt es für den Thüringer Wald nicht. Das amtliche Reisegebiet E37 wurde zum 1. Januar 2023 neu zugeschnitten und ist damit drei Jahre alt. Über drei Jahrzehnte lässt sich deshalb etwas anderes erzählen, und für Eigentümer ist es das Wichtigere: die Geschichte des Winters, an dem in dieser Region angeblich alles hängt.

Die Schneedecke, gemessen an einer Station

Die Wetterstation Neuhaus am Rennweg liegt auf 845 Metern und damit im Kern des Höhenzugs. Ihre Messreihe beim Deutschen Wetterdienst ist die längste durchgehende Quelle, die sich für diese Frage auswerten lässt. Wir haben aus den Rohdaten die Tage mit Schneedecke je Winter gezählt und zu Dekadenmitteln zusammengefasst: 131,5 Tage in den 1990er Jahren, 113,6 in den 2000ern, 112,8 in den 2010ern und 95,8 in den bisherigen 2020er Jahren.

Der Vorbehalt gehört unmittelbar dazu. Für die 2020er Jahre liegen erst sechs Winter vor, und die Winter 1978/79 bis 1988/89 fehlen im Datensatz vollständig. Die Richtung ist belastbar, die Nachkommastelle ist es nicht. Wer aus 131,5 und 95,8 einen exakten Prozentwert bildet, überdehnt die Grundlage.

Winter 2024/25, Tage mit 20 Zentimetern Schnee oder mehr

0

Station Neuhaus am Rennweg. Das Saisonmaximum betrug 16 Zentimeter. Im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 sind es 48,4 solcher Tage.

Winter 2023/24, Tage mit Schneedecke insgesamt

60

Der kürzeste Winter der Reihe seit 1990. Gezählt ist hier jeder Tag mit Schneedecke, unabhängig von ihrer Höhe.

Was das im Liftbetrieb bedeutet

Der Regionalverbund Thüringer Wald wertet jede Wintersaison aus und veröffentlicht das Ergebnis als frei zugängliches PDF. Für 2023/24 steht darin: Wintersport war regionsweit an 66 Tagen möglich, im Durchschnitt der vergangenen vierzehn Jahre sind es 91. Langlauf gab es an 27 Tagen gegenüber 84 im selben Vergleichszeitraum. Von neunzehn Liftbetrieben hatten zehn überhaupt geöffnet, davon kamen nur fünf auf mehr als zehn Öffnungstage. Der Durchschnitt lag bei 12,3 Öffnungstagen; das Zehnjahresmittel liegt bei 32.

Im Januar 2024 übergab das Thüringer Wirtschaftsministerium über 14 Millionen Euro Fördermittel für den Ausbau der Skiarena Silbersattel in Steinach. Sieben Wochen später, am 7. März 2024, meldete die Betreiberin Thüringen Alpin GmbH beim Amtsgericht Meiningen Insolvenz an, für Steinach und für den Skilift am Eisenberg in Schmiedefeld, mit zehn Festangestellten und 34 Saisonkräften. Der Geschäftsführer nannte den milden Winter, gestiegene Energiekosten und die Kosten der technischen Schneeerzeugung als Ursachen. Die Stadtverwaltungen beider Orte sicherten den Betrieb übergangsweise selbst.

Im Oktober 2025 folgte die nächste Entscheidung dieser Art: Der Stadtrat von Steinbach-Hallenberg befasste sich mit der Schließung des Skilifts auf dem Knüllfeld. Zu wenig Schnee, zu hohe Kosten, so fasst die berichtende Zeitung die Begründung zusammen.

Und dann die Gegenbewegung

Die Saison 2025/26 fiel deutlich besser aus. Regionsweit zählte der Regionalverbund 46 Schneetage und im Mittel 28,4 Öffnungstage je Liftanlage. Zwölf von fünfzehn Liften hatten mindestens einen Tag geöffnet, im Vorjahr waren es vier. An den Anlagen wurden 75.292 Gäste gezählt gegenüber 27.144 in der Ausfallsaison 2023/24. Am Fallbachhang in Oberhof waren es rund 30.000 Skigäste an etwa 80 Betriebstagen nach 23.000 im Vorjahr.

Möglich wurde das durch Technik. Zum Saisonstart kamen rund 20.000 Kubikmeter Kunstschnee auf den Fallbachhang, dazu ein Schneedepot von 6.000 Kubikmetern in einer Lagerhalle. Photovoltaik und die Abwärme aus der Kühlung der benachbarten Bob- und Rennrodelbahn versorgen die Anlagen mit Energie.

„Ohne Beschneiungsanlage wäre der Betrieb unmöglich.“

Marcus König, Betriebsleiter des Snowparks Oberhof, in DieThüringer.de vom 15. März 2026

Der Regionalverbund selbst bleibt nüchterner als die Schlagzeilen. Auch 2025/26 wurde das Zehnjahresmittel von 32 Öffnungstagen verfehlt, und die drei größten Skigebiete meldeten leichte Rückgänge gegenüber dem Vorjahr. Rekordcharakter hat allein die Zahl der überhaupt geöffneten Lifte. Die vier Anlagen mit moderner Beschneiung kamen auf 65,25 Betriebstage, der Gesamtdurchschnitt lag bei 28,4.

Zwei Entwicklungen, die dazugehören

Die erste steht in den Belegungszahlen. Von 2013 bis 2023 lag der Februar im Thüringer Wald in jedem einzelnen Jahr über dem Januar, mit Faktoren zwischen 1,14 und 1,37. In den Jahren 2024 und 2025 ist dieser Winterferien-Buckel verschwunden: 2025 liegt der Februar nur noch ein Prozent über dem Januar und damit unter dem März.

Die zweite ist eine Entscheidung, kein Trend. Die Internationale Biathlon-Union hat Oberhof im Weltcup-Kalender 2026 bis 2030 von Anfang Januar auf Ende Februar oder Anfang März verlegt und damit einen Termin beendet, der fast drei Jahrzehnte gehalten hat. Bestätigt sind der 4. bis 7. März 2027, der 2. bis 5. März 2028, der 22. bis 25. Februar 2029 und der 7. bis 10. März 2030. Wer Preise und Mindestaufenthalte um die erste Januarwoche herum plant, plant ab 2027 am Markt vorbei.

Was daraus für ein Ferienobjekt folgt

Wintersport im Thüringer Wald ist zu einem Geschäft geworden, das technisch hergestellt wird. Es funktioniert, aber im großen Stil nur an einem Ort. Für die Vermietung folgt daraus zweierlei. Erstens ist die Nähe zu einem Lift ohne Beschneiung kein Standortvorteil mehr, sondern ein Versprechen, das die Anlage in den meisten Wintern nicht einlösen kann. Zweitens liegt die Auslastung dort, wo die amtlichen Monatswerte sie ausweisen: im Sommer und im Oktober.

Das ist keine Absage an den Winter, sondern eine andere Reihenfolge. Wer sein Objekt über Schnee verkauft, verkauft ein Wetterrisiko. Wer es über Wandern, Rennsteig, Herbst und Gesundheit verkauft, verkauft die Monate, die die Statistik tatsächlich trägt, und nimmt den Schnee als Zugabe mit, wenn er kommt. Wie die Monate im Einzelnen aussehen, steht im nächsten Abschnitt.

Sechs Marken, die den Winter dieser Region beschreiben

Die orange markierte Station ist der Bruch: Zwischen der Förderzusage und der Insolvenz desselben Skigebiets liegen sieben Wochen.

  • 1990er

    Im Dekadenmittel 131,5 Tage mit Schneedecke an der Station Neuhaus am Rennweg. In den bisherigen 2020er Jahren sind es 95,8.

  • 2017

    Die Ankündigung: Das Land stellt bis zu 20 Millionen Euro für Wintersporttechnik in Aussicht — davon 4,1 Millionen für Schmiedefeld, 3,4 für den Ersteberg und fast 9 für den Silbersattel.

  • 2023/24

    Alpinbetrieb an 66 statt 91 Tagen, Langlauf an 27 statt 84. Im Mittel 12,3 Öffnungstage je Liftanlage.

  • Januar 2024

    Über 14 Millionen Euro Landesförderung für den Ausbau der Skiarena Silbersattel in Steinach.

  • März 2024

    Die Betreiberin Thüringen Alpin meldet Insolvenz an: Steinach und Schmiedefeld, 10 Festangestellte, 34 Saisonkräfte.

  • 2025/26

    28,4 Öffnungstage, 46 Schneetage, 75.292 Liftgäste nach 27.144 in 2023/24. Getragen von der Beschneiung.

Infografik: Der Februar-Buckel im Thüringer Wald von 2013 bis 2025 als Liniendiagramm und das Verhältnis von Winter- zu Sommerauslastung je Ort als Balkendiagramm, dazu ein Zeitstrahl von den 1990er Jahren bis zur Saison 2025/26.

Links das Verhältnis der Februar- zu den Januarübernachtungen von 2013 bis 2025: aus 1,26 wird 1,01. Rechts das Verhältnis von Winter- zu Sommerauslastung je Ort im Jahr 2025. Oberhof steht bei 1,00, Brotterode-Trusetal als Standort des Inselsberg-Skigebiets bei 0,41. Der senkrechte Strich in der linken Grafik markiert den Wechsel der Gebietsabgrenzung zum 1. Januar 2023, über den nicht durchgerechnet werden darf.

Quellen: Deutscher Wetterdienst, Station 03513 Neuhaus am Rennweg, eigene Auszählung der Rohdaten · Regionalverbund Thüringer Wald e. V., Auswertung der Wintersportsaison 2023/2024 vom 26. April 2024 und 2025/2026 vom 25. März 2026, dort auch die Klimadaten des TLUBN · schneehoehen.de und dpa über Volksstimme vom 7. März 2024 · inSüdthüringen vom 13. Oktober 2025 und zum Saisonstart in Oberhof · DieThüringer.de vom 15. März 2026 · sportschau.de vom 21. Februar 2025 · Thüringer Landesamt für Statistik, Tabelle lm000805 · Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten, Waldzustandsbericht 2025 vom 13. Januar 2026 · inSüdthüringen vom 10. März 2017 zur Landesförderung für Wintersporttechnik. Stand der Angaben: 20. August 2026.

AMTLICHE ZAHLEN

Die Region in Zahlen

Hier stehen die Zahlen, mit denen sich im Thüringer Wald rechnen lässt, und daneben jene, die es amtlich nicht gibt. Das ist keine Koketterie: Zwei der meistzitierten Kennzahlen dieser Region existieren in keiner Tabelle, und wer sie trotzdem nennt, hat sie erfunden.

Was es amtlich gibt, und wo die Reihe reißt

Reisegebiet Thüringer Wald, Thüringer Landesamt für Statistik, Tabellen ld000805 und lm000805. Für die Auslastung weist die Landesdatenbank nur die Jahre ab 2023 aus.

Jahr und GebietAnkünfteÜbernachtungenAufenthaltsdauerAuslastung
2013 · E281.366.4204.156.6013,0 Tagenicht ausgewiesen
2014 · E281.380.3564.325.9323,1 Tagenicht ausgewiesen
2015 · E281.398.6114.236.8313,0 Tagenicht ausgewiesen
2016 · E281.366.9924.173.1223,1 Tagenicht ausgewiesen
2017 · E281.405.8634.176.6523,0 Tagenicht ausgewiesen
2018 · E281.382.1984.127.3503,0 Tagenicht ausgewiesen
2019 · E281.438.5004.334.9763,0 Tagenicht ausgewiesen
2020 · E28885.3352.964.0803,3 Tagenicht ausgewiesen
2021 · E28785.9922.707.5973,4 Tagenicht ausgewiesen
2022 · E281.161.6393.660.1253,2 Tagenicht ausgewiesen
Reihenbruch: Neuzuschnitt der Reisegebiete zum 1. Januar 2023. Über diese Linie darf nicht gerechnet werden.
2023 · E371.216.4363.833.8073,2 Tage32,6 %
2024 · E371.203.2533.817.5093,2 Tage32,4 %
2025 · E371.188.0443.785.6893,2 Tage32,2 %

Der Thüringer Wald ist mit 3.785.689 Übernachtungen das größte der elf Thüringer Reisegebiete und stellt 37,7 Prozent aller Übernachtungen des Landes. 2025 verzeichnete er zugleich den größten absoluten Rückgang aller elf Gebiete, minus 31.820 Übernachtungen und minus 15.209 Ankünfte. Innerhalb von E37 sind das über drei Jahre minus 1,26 Prozent bei den Übernachtungen und minus 0,4 Prozentpunkte bei der Auslastung. Der Auslandsanteil liegt bei 4,33 Prozent der Übernachtungen: Das ist ein Binnenmarkt.

Das Ferienhaus-Segment im Vergleich

Thüringen insgesamt, 2025, Tabelle ld000804. Diese Werte gelten für das Land, nicht für die Region. Wichtig ist die Untergruppe: Die Obergruppe „Ferienunterkünfte“ enthält Jugendherbergen und Hütten und überzeichnet das Segment um den Faktor 2,04.

Betriebsart, Thüringen 2025ÜbernachtungenBetten im JuliAuslastungAufenthaltsdauer
Hotels4.445.30330.90539,9 %2,1 Tage
Hotellerie gesamt6.165.18746.23137,0 %2,1 Tage
Pensionen422.3294.06428,8 %2,4 Tage
Gasthöfe446.6785.17624,3 %2,1 Tage
Ferienhäuser und Ferienwohnungen515.4536.17123,4 %2,9 Tage
Campingplätze832.01140.44815,2 %2,7 Tage
Alle Betriebe10.052.061106.52134,5 %2,6 Tage

Ferienhäuser und Ferienwohnungen liegen mit 23,4 Prozent um 13,6 Prozentpunkte unter der Hotellerie und um 11,1 Punkte unter dem Landesmittel. Dafür halten sie ihre Gäste am längsten: 2,9 Tage gegenüber 2,1 in der Hotellerie. Das ist das Profil des Segments, weniger Belegungstage bei längeren Buchungen.

Betriebe 2023 bis 2025

+33,8 %

Von 148 auf 198 gemeldete Ferienhaus-Betriebe in zwei Jahren.

Übernachtungen im selben Zeitraum

+3,2 %

Von 499.437 auf 515.453. Die Nachfrage folgt dem Angebot nicht.

Auslastung im selben Zeitraum

−4,9 Pp

Von 28,3 auf 23,4 Prozent. Das ist die für Eigentümer wichtigste Zahl dieses Abschnitts.

Ein zweiter Wert gehört daneben: Nach der Landesauswertung für 2025 gingen die Übernachtungen in Ferienhäusern und Ferienwohnungen in Thüringen um 6,1 Prozent zurück, während die Hotels um 2 Prozent zulegten. Beide Betriebsarten bewegen sich also gegenläufig.

Der Winter, Ort für Ort

Bettenauslastung 2025 je Gemeinde, Tabelle gm000801, Winter als Mittel aus Dezember, Januar und Februar, Sommer als Mittel aus Juni, Juli und August. Diese Tabelle räumt mit dem Wintergipfel auf.

Ort, Jahr 2025Winter, MittelSommer, MittelWinter zu SommerStärkster Monat
Oberhof41,5 %41,7 %1,00Oktober, 51,9 %
Suhl23,0 %24,1 %0,95Mai, 33,9 %
Bad Liebenstein62,8 %73,6 %0,85August, 76,9 %
Bad Tabarz54,9 %65,0 %0,84Oktober, 69,1 %
Zella-Mehlis22,3 %28,6 %0,78September, 38,0 %
Masserberg27,5 %36,2 %0,76Oktober, 47,2 %
Neuhaus am Rennweg34,6 %47,1 %0,74August, 48,0 %
Schmalkalden26,8 %37,7 %0,71Oktober, 47,6 %
Ilmenau21,3 %30,5 %0,70Mai, 35,7 %
Großbreitenbach19,9 %28,3 %0,70Juli, 32,3 %
Friedrichroda37,5 %54,9 %0,68Oktober, 63,7 %
Reisegebiet Thüringer Wald26,2 %38,8 %0,68August, 47,8 %
Tambach-Dietharz11,9 %20,2 %0,59August, 26,3 %
Lauscha13,8 %30,8 %0,45Mai, 37,4 %
Brotterode-Trusetal10,1 %24,9 %0,41April, 32,0 %

Oberhof ist der einzige Ort der Region ohne Sommer-Winter-Gefälle und stellt allein 13,65 Prozent aller Übernachtungen des Reisegebiets. Brotterode-Trusetal, Standort des Skigebiets am Großen Inselsberg, hat mit 0,41 das stärkste Gefälle und kommt im Februar auf 7,5 Prozent Auslastung. Lauscha liegt im Januar bei 9,2 Prozent. Die klassischen Wintersportorte sind im Winter am leersten, und selbst in Oberhof ist der stärkste Monat der Oktober. Für Steinach und Ruhla weist die Gemeindetabelle keine vollständige Jahresreihe aus, Schmiedefeld am Rennsteig und Oberweißbach fehlen darin ganz.

Der Gästebeitrag, Ort für Ort

Alle Beträge stammen aus dem Satzungstext selbst, Stand 20. August 2026. Es gibt in keinem der 18 Orte mit Kurbeitrag eine Saisonstaffelung, und kein einziger befreit Kinder bis 18.

OrtSatz je Person und TagKinder beitragsfrei bisJahresbeitrag für Eigentümer
Friedrichroda3,50 €6. Geburtstag50,00 € je Person über 16. Knüpft an drei Monate Eigentum an, nicht an Eigennutzung, und trifft damit auch reine Vermietungsobjekte.
Bad Tabarz3,50 €keine Befreiungsnorm, der Tarif beginnt erst bei 6keiner mehr, mit der Satzung 2025 entfallen
Bad Liebenstein3,00 €14. Geburtstag, aber nur auf Antrag84,00 €, seit 1. Juli 2026. Verlangt nur Eigentum oder Besitz.
Masserberg3,00 €keine Befreiungsnorm30 Tage, Betrag in der Satzung nicht beziffert. Nur bei Meldung mit Zweitwohnsitz.
Oberhof3,00 € seit 1. Juli 2026, vorher 2,00 €6. Geburtstagkeiner
Brotterode-Trusetal2,50 €keine Befreiungsnorm30,00 €. Verlangt nur Eigentum oder Besitz.
Suhl, mit Schmiedefeld am Rennsteig2,00 €6. Geburtstagkeiner
Zella-Mehlis2,00 €5. Geburtstag, die niedrigste Grenze der Regionkeiner
Steinbach-Hallenberg2,00 €7. Geburtstagkeiner ausgewiesen
Georgenthal2,00 €7. Geburtstag28 Tage, Betrag in der Satzung nicht beziffert
Steinach2,00 €Kinder von 0 bis 5 Jahren56,00 € je Wohneinheit. Die Satzung nennt die Ferienwohnung ausdrücklich und verlangt keine Eigennutzung.
Großbreitenbach2,00 €keine Befreiungsnorm50,00 € je Wohneinheit, nur bei Meldung mit Zweitwohnsitz
Oberweißbach, Stadt Schwarzatal2,00 €6. Geburtstag28 Tage, Betrag nicht beziffert. Nur bei ausschließlicher Eigennutzung.
Ilmenau, nur Frauenwald, Manebach und Stützerbach1,80 €6. Geburtstag28 Tage, Betrag nicht beziffert. Nur bei ausschließlicher Eigennutzung.
Ruhla1,50 €16. Geburtstag, die höchste Grenze der Region50,00 €, aber nur bei Eigengebrauch
Floh-Seligenthal1,50 €7. Geburtstag, Wortlaut „einschließlich 6 Jahren“42,00 €, bei Schwerbehinderung 28,00 €. Der Erlass ist jährlich neu zu beantragen.
Tambach-Dietharz1,50 €6. Geburtstag42,00 €, gerechnet als 35 Tage zu 1,20 €, höchstens zwei Personen je Wohneinheit
Schmalkalden, Waltershausen, Lauscha, Eisfeld, Schleusingenkein Kurbeitragentfälltentfällt
Neuhaus am RennwegSatzung zum 1. Januar 2016 aufgehobenentfälltentfällt

Fünf verschiedene Altersgrenzen in elf Formulierungen, vier Orte ganz ohne Befreiungsnorm. Mehrere Kommunen erheben außerdem nicht im ganzen Gemeindegebiet, weil die Erhebung an die staatliche Prädikatisierung gebunden ist: In Ilmenau gilt sie nur für Frauenwald, Manebach und Stützerbach, in Bad Liebenstein nur für den Ortsteil Bad Liebenstein, in Zella-Mehlis für das ganze Stadtgebiet außer Benshausen. Wer nach dem Gemeindenamen kalkuliert, liegt falsch.

Die Auslastung über das Jahr

Auslastungsprofil über das Jahr

Zwei Kurven, klar getrennt. Die dunkle Säule ist das Segment Ferienhäuser und Ferienwohnungen, ein Landeswert für Thüringen. Die helle Säule ist das Reisegebiet Thüringer Wald über alle Betriebsarten. Beide Reihen sind die amtlichen Monatswerte 2025, multipliziert mit dem Faktor 1,25, mit dem wir in dieser Serie den Abstand professionell vermarkteter Objekte zum Marktmittel abbilden. Es gibt keinen Wintergipfel: Der Januar ist in beiden Reihen der schwächste Monat des Jahres.

17
31
Jan
18
34
Feb
18
32
Mär
31
38
Apr
34
42
Mai
37
43
Jun
42
43
Jul
41
60
Aug
30
42
Sep
36
43
Okt
19
35
Nov
22
33
Dez
Ferienhäuser und Ferienwohnungen, Thüringen · Jahreswert 29Reisegebiet Thüringer Wald, alle Betriebsarten · Jahreswert 40

Amtliche Basis der dunklen Säulen: Januar 13,7 · Februar 14,6 · März 14,2 · April 25,0 · Mai 27,6 · Juni 29,9 · Juli 33,4 · August 32,7 · September 24,0 · Oktober 29,0 · November 15,3 · Dezember 17,3 Prozent, Jahreswert 23,4 Prozent, Tabelle lm000802 für Thüringen. Amtliche Basis der hellen Säulen: Januar 24,8 · Februar 27,2 · März 26,0 · April 30,7 · Mai 33,2 · Juni 34,6 · Juli 34,1 · August 47,8 · September 33,5 · Oktober 34,6 · November 27,9 · Dezember 26,7 Prozent, Jahreswert 32,2 Prozent, Tabelle lm000805 für das Reisegebiet.

Die Form der Kurve ist die eigentliche Nachricht. Von Mai bis Oktober liegt ein Plateau, aus dem allein der August herausragt. Der Oktober ist in der Region so stark wie der Juni und stärker als der Juli. Danach bricht es ab, und von November bis März liegt ein flaches Winterniveau ohne zweite Spitze. Im Ferienhaus-Segment ist dieses Gefälle noch schärfer: Das Verhältnis von Winter zu Sommer beträgt dort 0,48 gegenüber 0,73 in der Hotellerie.

Wie diese Zahlen zustande kommen

  • Der Faktor 1,25. Amtliche Auslastungen sind Marktmittel über alle erfassten Betriebe. Für das Auslastungsprofil rechnen wir sie in dieser Serie mit 1,25 hoch, weil professionell vermarktete Objekte über dem Mittel liegen. Aus 23,4 Prozent Jahresauslastung wird so der Kachelwert 29. Der Faktor ist eine Annahme unseres Hauses, keine amtliche Größe.
  • Der Segmentwert ist ein Landeswert. Das Thüringer Landesamt für Statistik kreuzt Reisegebiet und Betriebsart nicht. Es gibt Reisegebietswerte ohne Betriebsart und Betriebsartenwerte nur für Thüringen insgesamt. Eine Auslastung „Ferienhäuser im Thüringer Wald“ existiert amtlich nicht. Wer sie nennt, erfindet sie.
  • Auslastung nie selbst ausrechnen. Die Jahrestabelle nennt die Bettenzahl des Monats Juli, der amtliche Nenner sind aber angebotene Bettentage. Wer 3.785.689 Übernachtungen durch 48.763 Betten mal 365 teilt, kommt auf 21,3 Prozent statt amtlich 32,2 Prozent. Der Fehler beträgt hier 10,9 Prozentpunkte.
  • Die Juli-Delle ist ein Erhebungsartefakt. Im Juli springt die gemeldete Bettenzahl der Region um 52,4 Prozent nach oben, weil die Campingplätze geöffnet haben. Die Juli-Auslastung ist dadurch rechnerisch gedrückt. Nach Übernachtungen ist der Juli mit 397.324 der zweitstärkste Monat des Jahres. Beim Ferienhaus-Segment tritt dieser Sprung nicht auf, dort sind es 2,1 Prozent.
  • Die Zehn-Betten-Grenze. Die amtliche Beherbergungsstatistik erfasst nur Betriebe ab zehn Betten. Die einzelne Ferienwohnung steht nicht darin. Der Regionalverbund Thüringer Wald sagt das in seinem Wintersportbericht selbst und führt deshalb zusätzlich eine Meldescheinumfrage.
  • Der Reihenbruch 2023. Das Reisegebiet Thüringer Wald trägt seit dem 1. Januar 2023 die Kennung E37 und einen neuen Zuschnitt. Eine Zehn-Jahres-Reihe für dieses Gebiet gibt es nicht. Die Jahre 2013 bis 2022 oben stammen aus der Vorgängerabgrenzung E28 und sind der beste verfügbare Ersatz, kein bruchfreier Vergleich.

Quellen: Thüringer Landesamt für Statistik, Landesdatenbank, Tabellen ld000804, ld000805, lm000802, lm000805 und gm000801, Abruf 19. August 2026 · Pressemitteilung 039/2026 des Landesamtes vom 26. Februar 2026 · dpa-Meldung zum Thüringer Tourismusjahr 2025 vom 4. März 2026 · Kurbeitragssatzungen der genannten Gemeinden · Regionalverbund Thüringer Wald e. V., Auswertung der Wintersportsaison 2025/2026.

AUS DER REGION

Was im Thüringer Wald gerade diskutiert wird

Zwanzig Meldungen aus den vergangenen zweieinhalb Jahren, jede mit Datum, Medium und Quellenlink. Zwei davon betreffen Sperrungen, die heute laufen. Eine betrifft eine Abgabenerhöhung, die seit sechs Wochen gilt. Und zwei stehen bewusst nebeneinander, weil sie dasselbe Jahr gegensätzlich beschreiben.

18. August 2026 · inSüdthüringenBezahlschranke

Masserberg plant eine Schneefabrik

Die Gemeinde will eine Anlage anschaffen, die noch bei bis zu 15 Grad Celsius Schnee produziert. Bürgermeister Denis Wagner erhofft sich davon eine ganzjährige Schneeproduktion im Bereich Heubach.

Was das für Sie heißtAuch Orte ohne Weltcup setzen jetzt auf Technik statt auf Wetter. Für Objekte um Masserberg und Heubach kann das die Saison verlängern. Ein Versprechen an Gäste ist die Anlage aber erst, wenn sie läuft.

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8. Juli 2026 · inSüdthüringenBezahlschranke

Der Brandleitetunnel ist bis zum 11. Oktober dicht

Der drei Kilometer lange Tunnel unter dem Rennsteig zwischen Oberhof und Gehlberg ist seit dem 11. Juli 2026 vollgesperrt. Der Zugverkehr zwischen Zella-Mehlis und Gräfenroda ruht, es fahren Ersatzbusse. Betroffen sind die Linien RE 7, RB 44 und RE 50.

Was das für Sie heißtWer heute mit „bequem mit der Bahn erreichbar“ wirbt, wirbt für Oberhof und Umgebung falsch. Bis Mitte Oktober gehört der Hinweis in die Anreisebeschreibung und in die Bestätigungsmail.

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30. Juni 2026 · eisenbahn.de, LOK Magazin

Die Oberweißbacher Bergbahn steht fünf Monate still

Die denkmalgeschützte Standseilbahn zwischen Obstfelderschmiede und Lichtenhain ist vom 13. Juli bis Mitte Dezember 2026 komplett gesperrt. Die Deutsche Bahn investiert rund 10 Millionen Euro in Gleiskörper, Bergbahnseil und beide Brücken. 2025 nutzten knapp 125.000 Fahrgäste die Bahn. Die Flachstrecke bleibt in Betrieb, dazu fahren Busse im Zweistundentakt.

Was das für Sie heißtEines der meistbesuchten Ausflugsziele Thüringens fällt für die gesamte Sommersaison aus. Wer es im Exposé führt, schickt Gäste sonst vor eine geschlossene Bahn.

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12. Mai 2026 · Tourismusnetzwerk Thüringen

Die digitale Gästekarte ist gestartet

Betreiberin ist die Thüringer Wald Service GmbH, Softwarepartner die AVS GmbH aus Bayreuth. 32 Kommunen nutzen das elektronische Meldescheinsystem, die digitale Karte wird in rund einem Dutzend Orten ausgegeben, darunter Oberhof, Friedrichroda, Bad Liebenstein, Masserberg, Ruhla und Tambach-Dietharz. Der Gast registriert sich online und erhält die Karte drei Tage vor Anreise per Link, aktiviert wird sie um 0 Uhr des Anreisetags.

Was das für Sie heißtKarten drucken und aushändigen entfällt in diesen Orten. Ihre Meldepflicht gegenüber der Gemeinde entfällt damit nicht: Sie folgt der Kurbeitragssatzung, nicht dem Bundesmeldegesetz.

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25. März 2026 · Regionalverbund Thüringer Wald e. V.

Die Saisonauswertung ordnet die Schlagzeilen ein

Der Verband zählt für 2025/26 im Mittel 46 Schneetage und 28,4 Öffnungstage je Liftanlage. Zwölf von fünfzehn Liften hatten mindestens einen Tag geöffnet, im Vorjahr waren es vier. An den Anlagen wurden 75.292 Gäste gezählt. Zugleich hält der Bericht fest, dass das Zehnjahresmittel von 32 Öffnungstagen erneut verfehlt wurde und die drei größten Skigebiete leichte Rückgänge meldeten.

Was das für Sie heißtDer Verband korrigiert die eigene Erfolgsmeldung. Rekord ist allein die Zahl der überhaupt geöffneten Lifte. Wer mit „Rekordsaison“ wirbt, sollte dazusagen, worauf sich das bezieht.

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15. März 2026 · DieThüringer.de

Oberhof zählt 30.000 Skigäste, und sagt warum

Der Snowpark am Fallbachhang kam auf rund 30.000 Skigäste an etwa 80 Betriebstagen nach 23.000 in der Vorsaison. Betriebsleiter Marcus König wird mit dem Satz zitiert: „Ohne Beschneiungsanlage wäre der Betrieb unmöglich.“ Nach der Skisaison wird der Lift auf den Bike-Park umgebaut.

Was das für Sie heißtDie Nähe zu einem Lift ist nur dort ein Standortvorteil, wo beschneit wird. Vier Anlagen der Region haben moderne Beschneiung, und nur sie liefen 2025/26 durchgehend.

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4. März 2026 · Thüringer Wald Service GmbH über das Tourismusnetzwerk

Die Kartenbilanz meldet 10 Prozent mehr Übernachtungen

Von Dezember 2025 bis Februar 2026 zählte das Gästekartensystem 330.366 Übernachtungen, ein Plus von 10,0 Prozent, dazu 106.796 Ankünfte und 3,09 Nächte Aufenthaltsdauer. Der Februar war mit plus 17,3 Prozent der stärkste Monat. Datenbasis sind die Gästekarten aus 34 touristischen Orten.

Was das für Sie heißtEine gute Zahl mit einem Absender: Sie stammt von der Gesellschaft, die die Karte vermarktet, und misst nur die Kartenorte über drei Wintermonate. Lesen Sie sie neben dem amtlichen Jahresergebnis, nicht statt seiner.

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2. März 2026 · Tourismusnetzwerk Thüringen

Amtlich verlor der Thüringer Wald 2025 an Übernachtungen

Die Nachfrageauswertung weist für das Reisegebiet minus 0,8 Prozent gegenüber 2024 aus. Damit liegt es im Mittelfeld, besser als Vogtland mit minus 1,8 und Südharz-Kyffhäuser mit minus 2,4 Prozent, deutlich hinter Erfurt mit plus 5,0 Prozent. Drei der acht Reiseregionen wuchsen.

Was das für Sie heißtDas ist das amtliche Gegenstück zur Kartenbilanz. Beide Zahlen stimmen, sie messen nur Verschiedenes. Wer nur eine davon kennt, plant mit dem falschen Bild.

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4. März 2026 · dpa über HOGAPAGE

Ferienhäuser verlieren, während Hotels zulegen

Thüringen zählte 2025 rund 10,1 Millionen Übernachtungen, ein Minus von 0,2 Prozent. Nach Unterkunftsart legten Hotels um 2 Prozent zu, Ferienhäuser und Ferienwohnungen kamen auf 515.400 Übernachtungen und damit 6,1 Prozent weniger, Campingplätze auf minus 1,7 Prozent.

Was das für Sie heißtDas Segment bewegt sich gegen die Hotellerie. Umso mehr entscheiden Sichtbarkeit, Preisführung und Belegungslücken im Herbst darüber, wo ein Objekt landet.

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4. Februar 2026 · Tourismusnetzwerk Thüringen

Der Rennsteig bekommt 960.000 Euro

Für die komplette Neubeschilderung des 169,7 Kilometer langen Wanderwegs, die Modernisierung des Rennsteig-Radwegs, Ruheeinrichtungen und digitale Schließsysteme für die Rennsteighäuser stehen rund 960.000 Euro bereit, davon über 700.000 Euro Fördermittel. Im Vorjahr zählte die Route über 700.000 Besucher.

Was das für Sie heißtDas Sommerprodukt der Region wird aufgewertet, und zwar genau in den Monaten, in denen die Auslastung tatsächlich entsteht.

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13. Januar 2026 · Thüringer Umweltministerium

Der Wald erholt sich, aber die Fichte kommt nicht zurück

Der Waldzustandsbericht 2025 meldet eine Kronenverlichtung von 27 Prozent nach 30 Prozent im Vorjahr und einen Rückgang des Fichtenschadholzes von über 3 Millionen auf 438.000 Festmeter. Zugleich gelten 41 Prozent der Waldfläche als deutlich geschädigt, und von den 2017 erfassten Fichtenbeständen stehen noch 35 Prozent. Bis 2036 sind 176 Millionen Euro für den Waldumbau vorgesehen.

Was das für Sie heißtFür Landschaftsbild und Wanderwege zählt der zweite Befund. Objektfotos mit geschlossenem Fichtenwald bilden an vielen Stellen nicht mehr ab, was der Gast vorfindet.

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19. Dezember 2025 · dpa über DieThüringer.de

Steinach eröffnet einen neuen Sessellift

Ein Sechssitzer ersetzt die Zweiergondeln am Silbersattel. Die Bahn kostete 9,3 Millionen Euro, das Gesamtprojekt 15,8 Millionen Euro bei 90 Prozent Landesförderung. Im Vorwinter kamen rund 12.500 Besucher, erwartet werden künftig etwa 15.000. Der Saisonstart musste wegen Schneemangels verschoben werden.

Was das für Sie heißtInvestition und Wetterrisiko in einer Meldung. In der Meldescheinumfrage des Verbands ist Steinach der Ort mit dem stärksten Zuwachs; ob das am Lift liegt, ist damit aber nicht bewiesen.

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19. Dezember 2025 · IHK Südthüringen über das Tourismusnetzwerk

Die Stimmung im Gastgewerbe ist schlechter als die Zahlen

Südthüringen verlor in den ersten neun Monaten 2025 weitere 3,4 Prozent, bundesweit waren es plus 0,3 Prozent. In der Beherbergung bewerteten 20 Prozent der Betriebe die Saison als gut, 37 Prozent als saisonüblich und 43 Prozent als schlecht. Der Konjunkturklimaindikator fiel auf 71,8 von 200 Punkten. Jeder dritte Betrieb plant Preiserhöhungen.

Was das für Sie heißtWenn ein Drittel der Betriebe die Preise anhebt, verschiebt sich das Preisgefüge der Region. Wer seine Preise nicht regelmäßig nachzieht, verliert Ertrag ohne einen einzigen Gast zu verlieren.

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2. November 2025 · inSüdthüringenBezahlschranke

Oberhof erhöht den Kurbeitrag auf 3 Euro

Zum 1. Juli 2026 stieg der Kurbeitrag von 2,00 auf 3,00 Euro pro Person und Tag für Erwachsene ab 16 Jahren, der ermäßigte Satz von 1,00 auf 1,50 Euro. Der Stadtrat beschloss das bereits im November 2025. Hauptamtsleiter Holger Orthey begründet den Vorlauf damit, dass die Gewerbetreibenden früh informiert werden wollten.

Was das für Sie heißtDie Erhöhung ist seit dem 1. Juli in Kraft. Wer Preisliste und Buchungssystem nicht umgestellt hat, rechnet falsch ab und haftet nach der Satzung als Gesamtschuldner neben dem Gast.

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13. Oktober 2025 · inSüdthüringenBezahlschranke

Steinbach-Hallenberg gibt seinen Skilift auf

Der Stadtrat hat über die Schließung des Skilifts auf dem Knüllfeld entschieden. Die Zeitung fasst die Begründung im frei lesbaren Anriss so zusammen: zu wenig Schnee, zu hohe Kosten. Die Schließung war zuvor mehrfach im Gespräch.

Was das für Sie heißtInnerhalb von zwanzig Monaten verliert die Region damit einen Betreiber durch Insolvenz und einen Lift durch Beschluss. Ein Skilift in der Nähe ist kein dauerhaftes Ausstattungsmerkmal mehr.

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25. September 2025 · Tourismusnetzwerk Thüringen

Oberhof bleibt bis 2035 anerkannter Erholungsort

Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat den Status verlängert, den die Stadt seit 1974 trägt. Genannt werden über 160.000 Gäste im Jahr, 14 Hotels, 22 Pensionen, eine Gesamtkapazität von 3.384 Gästen sowie 296 Kilometer markierte Wander- und 107 Kilometer Radwege.

Was das für Sie heißtDer Prädikatsstatus ist die Rechtsgrundlage dafür, dass Oberhof überhaupt einen Kurbeitrag erheben darf. Er steht bis 2035, und damit steht auch Ihre Einzugs- und Abführungspflicht.

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21. Februar 2025 · sportschau.de, ARD

Der Biathlon-Weltcup wandert vom Januar in den März

Die Internationale Biathlon-Union verlegt Oberhof im Kalender 2026 bis 2030 von Anfang Januar auf Ende Februar oder Anfang März und beendet damit einen Termin, der fast drei Jahrzehnte gehalten hat. Bestätigt sind der 4. bis 7. März 2027, der 2. bis 5. März 2028, der 22. bis 25. Februar 2029 und der 7. bis 10. März 2030.

Was das für Sie heißtDie Nachfragespitze wandert um rund acht Wochen. Preisstaffeln, Mindestaufenthalte und Stornoregeln, die auf die erste Januarwoche zugeschnitten sind, laufen ab 2027 ins Leere.

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14. Mai 2025 · schneehoehen.de

Der Silbersattel wird für 15,6 Millionen Euro umgebaut

Nach der Insolvenz startete die Modernisierung der Ski- und Bikearena. Vom Gesamtbudget von rund 15,6 Millionen Euro stammen etwa 14,3 Millionen Euro aus der Landesförderung, die neue Bergbahn allein kostet rund 9,3 Millionen Euro. Für 2026 sind moderne Schneekanonen und ein Wasserturm zur Kühlung vorgesehen.

Was das für Sie heißtDer Wiederaufbau des größten Skigebiets der Region läuft fast vollständig auf Landesmitteln. Das sagt etwas darüber, wie tragfähig der Betrieb aus eigener Kraft ist.

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7. März 2024 · schneehoehen.de

Der Betreiber des größten Skigebiets meldet Insolvenz an

Die Thüringen Alpin GmbH stellte beim Amtsgericht Meiningen Insolvenzantrag, für die Skiarena Silbersattel in Steinach und den Skilift am Eisenberg in Schmiedefeld. Betroffen waren zehn Festangestellte und 34 Saisonkräfte. Der Geschäftsführer nannte den milden Winter, gestiegene Energiekosten und die Kosten der Schneeerzeugung als Ursachen. Wenige Wochen zuvor hatte das Land über 14 Millionen Euro Fördermittel übergeben.

Was das für Sie heißtDer schärfste Einzelbeleg dafür, dass Wintersport in dieser Region ein Betriebsrisiko ist. Die Stadtverwaltungen von Steinach und Schmiedefeld hielten den Betrieb übergangsweise selbst am Laufen.

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7. März 2024 · dpa über Volksstimme

„Zu lange mit Investitionen gewartet?“

Die Nachrichtenagentur ordnet die Insolvenz ein. Antonia Sturm vom Regionalverband wird mit dem Satz zitiert, man diskutiere darüber schon seit etwa zehn Jahren. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums erklärt, an einer ganzjährigen Nutzbarkeit touristischer Infrastruktur führe auch in bisher schneesicheren Lagen kein Weg mehr vorbei.

Was das für Sie heißtDas Land selbst rechnet nicht mehr mit dem Winter allein. Wer ein Objekt in einem Wintersportort hält, sollte dieselbe Rechnung aufmachen.

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Was wir hier nicht belegen können

„Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung, Ostthüringer Zeitung, MDR, Zeit Online und die IHK Erfurt sperren den automatisierten Abruf. Von diesen Medien ist auf dieser Seite kein Artikel belegt.“

Damit fällt die Berichterstattung von drei Regionalzeitungen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk als direkt zitierbare Quelle aus. Was Sie oben lesen, stammt deshalb überwiegend aus inSüdthüringen, aus Fachdiensten, aus Agenturmeldungen und aus amtlichen Veröffentlichungen. Mehrere ältere Beiträge, auf die wir gern verwiesen hätten, sind inzwischen depubliziert, darunter die Meldung, aus der die oft zitierte Zahl von 84 Millionen Euro für die Sanierung der Oberhofer Sportstätten stammt. Diese Zahl steht deshalb nicht auf dieser Seite.

Alle Links wurden am 20. August 2026 auf Erreichbarkeit geprüft. Beiträge mit dem Vermerk „Bezahlschranke“ sind im Anriss frei lesbar, der vollständige Text ist kostenpflichtig. Die Zusammenfassungen stützen sich auf den frei zugänglichen Teil.

RECHT UND ABGABEN

Was Behörden im Thüringer Wald verlangen

Dieser Abschnitt ist neu geschrieben, weil der bisherige Text an drei Stellen falsch war. Er behauptete eine Landesregelung, die es nicht gibt, Gästebeitragssätze, die es so nirgends gibt, und eine Kinderbefreiung, die auf keinen einzigen Ort der Region zutrifft. Was stattdessen gilt, steht hier, jeweils mit Paragraf.

Zweckentfremdung: Thüringen hat kein solches Gesetz

So stand es bisher auf dieser Seite

„Zweckentfremdung und Genehmigung. Landesregelung Thüringen. Einzelgemeinden mit Satzungen.“

So ist es

Thüringen hat kein Zweckentfremdungsverbotsgesetz. Ein entsprechender Gesetzentwurf der Fraktionen aus Linken, Grünen und SPD wurde als Landtagsdrucksache 7/9214 eingebracht und scheiterte im Juni 2024 im Landtag. Ohne Landesgesetz kann auch keine Gemeinde eine Zweckentfremdungssatzung erlassen, und keine ist auffindbar.

Der Entwurf hätte die Kurzzeitvermietung über acht Wochen im Jahr hinaus genehmigungspflichtig gemacht, Leerstand über drei Monate als Zweckentfremdung gewertet und Bußgelder bis 500.000 Euro vorgesehen. Der Deutsche Ferienhausverband nahm dazu am 2. April 2024 schriftlich Stellung und kritisierte vor allem den fehlenden Bestandsschutz. Verabschiedet wurde der Entwurf nicht.

Zwei Feinheiten gehören dazu, weil sie im Netz für Verwirrung sorgen. Der Verband nennt das Vorhaben „Wohnraumgewährleistungsgesetz“, der Landtag selbst „Wohnungsgewährleistungsgesetz“. Und das genaue Datum der Ablehnung ließ sich nicht abschließend klären; belegt ist die Beschlussempfehlung des Ausschusses vom 23. Mai 2024 und die zweite Beratung im Juni. Wer ein Tagesdatum nennt, nennt eines zu viel.

Auch aus der EU-Verordnung zur Kurzzeitvermietung folgt in Thüringen bisher keine Registrierungspflicht. Die Bundesnetzagentur betreibt die technische Drehscheibe, vergibt aber selbst keine Registrierungsnummern. Eine Pflicht entsteht nur, wo ein Land oder eine Kommune ein Verfahren eingeführt hat, und dafür fehlt hier die landesrechtliche Grundlage. Maßgeblich bleibt die Liste der Bundesnetzagentur.

Der Hebel heißt Bauordnung, nicht Wohnraumrecht

„Kein Zweckentfremdungsverbot“ heißt nicht „keine Genehmigung nötig“. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 18. Oktober 2017 entschieden, dass Aufenthalte in Ferienwohnungen kein Wohnen im Sinne der Baunutzungsverordnung sind. Ferienwohnen ist bauplanungsrechtlich also eine andere Nutzungsart. Wer eine Wohnung in eine Ferienwohnung umwidmet, nimmt damit eine Nutzungsänderung vor, und die bedarf nach § 62 Abs. 1 der Thüringer Bauordnung der Baugenehmigung.

Zwei Hinweise zur Sorgfalt. Erstens liefert das amtliche Landesrechtsportal unter „§ 62 ThürBO“ noch die Fassung von 2014 mit abweichender Zählung; maßgeblich ist die Bauordnung in der seit dem 19. Juli 2024 geltenden Fassung. Zweitens gibt es zu dieser Frage keine obergerichtliche Entscheidung aus Thüringen. Wer Ihnen eine nennt, sollte das Aktenzeichen mitliefern. Zuständig ist die untere Bauaufsichtsbehörde Ihres Landkreises.

Ein zweiter Erlaubnisvorbehalt kommt hinzu, wenn das Haus ein Kulturdenkmal ist oder in einem Denkmalensemble steht: Dann ist nach § 13 des Thüringer Denkmalschutzgesetzes jede Veränderung des Erscheinungsbilds erlaubnispflichtig, zusätzlich zur Baugenehmigung, bis hin zum Schild an der Fassade. Das betrifft vor allem den Fachwerkgürtel um Schmalkalden. Ilmenau hat 2024 und 2025 zwei Gestaltungssatzungen erlassen, Schmalkalden führt eine Baugestaltungssatzung im Sanierungsgebiet Innenstadt.

Zweitwohnungssteuer: zwei Orte, und beide lassen die Kapitalanlage heraus

Das ist der stärkste Eigentümerbefund dieser Seite, und er fällt anders aus als in der Rhön oder in der Sächsischen Schweiz. Von achtzehn geprüften Orten erheben genau zwei überhaupt eine Zweitwohnungssteuer. Und beide nehmen Objekte, die der Einkommenserzielung dienen, vollständig aus dem Steuergegenstand heraus.

OrtSteuersatzBemessungSeitAusnahme für reine Kapitalanlage
Oberhof15 vom HundertNettokaltmiete1. Januar 2025ja, § 2 Abs. 7 Nr. 3
Schmalkalden10 vom HundertNettokaltmiete1. Januar 2013ja, § 2 Abs. 7 Buchst. e
Die übrigen 16 geprüften Ortekeine Zweitwohnungssteuer

„Nicht der Steuer unterliegen: … Zweitwohnungen, die nachweislich ganz oder überwiegend zum Zwecke der Einkommenserzielung (Geld- und Vermögensanlagen) gehalten werden. Eine ganz oder überwiegende Haltung zur Einkommenserzielung liegt vor, wenn die Zweitwohnung unter solchen objektiven Gesamtumständen innegehabt wird, die erkennen lassen, dass eine Eigennutzung … nur für einen Zeitraum von weniger als drei Monaten im Kalenderjahr vorgesehen ist.“

Zweitwohnungssteuersatzung der Stadt Oberhof, § 2 Abs. 7 Nr. 3. Schmalkalden formuliert in § 2 Abs. 7 Buchst. e nahezu wortgleich.

Der Weg unterscheidet sich von dem, den Eigentümer aus Goslar kennen. Dort bleibt das Objekt im Steuertatbestand, und der Nutzungsfaktor wird auf null gesetzt. Hier fällt die Wohnung ganz aus dem Steuergegenstand heraus. Das Ergebnis ist dasselbe, nämlich keine Steuer, die Begründung ist eine andere.

Die Grenze

Weniger als drei Monate Eigennutzung

Beide Satzungen ziehen dieselbe Linie. Wer sein Objekt überwiegend selbst nutzt, zahlt in Oberhof 15 Prozent der Nettokaltmiete. Wer es vermietet und selbst unter drei Monaten im Jahr nutzt, zahlt nichts.

Verwechseln Sie diese drei Monate nicht mit der Drei-Monats-Frist in Friedrichroda: Dort geht es um die Dauer des Eigentums und wirkt zu Ihren Lasten.

Was trotzdem zu tun ist

Die Befreiung greift nicht von selbst

In Oberhof ist das Innehaben binnen zwei Wochen anzuzeigen und bis zum 31. Mai eine Erklärung abzugeben. Eigentümer und Vermieter trifft eine Auskunftspflicht über Bewohner und Nettokaltmiete, auch wenn sie selbst nicht steuerpflichtig sind.

Schmalkalden hat dafür ein eigenes Ankreuzfeld im amtlichen Erklärungsbogen, mit der Pflicht, Nachweise beizufügen. Die Ausnahme ist dort also gelebte Verwaltungspraxis, nicht totes Satzungsrecht.

Die Negativbefunde für die übrigen sechzehn Orte stammen aus deren vollständigen, veröffentlichten Satzungsverzeichnissen. Gestützt werden sie durch eine landesweite Aufstellung des Thüringer Landesamtes für Statistik in der Landtagsdrucksache 7/3025 vom 6. April 2021: Für 2018 und 2019 vereinnahmten in ganz Thüringen jeweils dieselben neun Kommunen eine Zweitwohnungssteuer, aus dem Reisegebiet nur Schmalkalden. Die Aufstellung erfasst Einnahmen, nicht Satzungen, und endet mit dem Berichtsjahr 2019. Eine schriftliche Bestätigung der einzelnen Verwaltungen liegt nicht vor.

Der Tourismusbeitrag trifft Sie selbst, nicht den Gast

Das ist die Kostenposition, die Neuvermieter am häufigsten übersehen. Anders als der Gästebeitrag ist sie nicht an den Gast durchreichbar. Rechtsgrundlage ist § 8 des Thüringer Kommunalabgabengesetzes. Bemessen wird sie am Umsatz, nicht an der Bettenzahl: Das sächsische Modell einer Abgabe je vorgehaltenem Bett gibt es in Thüringen nicht. Von achtzehn geprüften Orten erheben wieder genau zwei einen solchen Beitrag, und in beiden Satzungen stehen Ferienwohnungen namentlich in der höchsten Kategorie.

OrtHebesatzVorteilssatz BeherbergungBemessungsjahrEffektiv vom JahresumsatzBagatellgrenze
Oberhof0,4 vom Hundert, seit 11. März 2026, vorher 0,385 vom Hundertabgelaufenes Kalenderjahr0,34 Prozent10 Euro
Bad Tabarz0,7 vom Hundert, seit 1. Januar 2019, vorher 0,3590 vom Hundert, Hotels nur 80Vorvorjahr0,63 Prozent, siehe Hinweis5 Euro
Die übrigen 16 geprüften Ortekein Tourismus- oder Fremdenverkehrsbeitrag

Zur Größenordnung, gerechnet an einem Beispiel und nicht aus der Satzung entnommen: Bei 30.000 Euro Jahresumsatz sind das in Oberhof rund 102 Euro und in Bad Tabarz rund 189 Euro im Jahr. Der Wert von 0,63 Prozent für Bad Tabarz steht so in keiner Satzung; er ist das Produkt aus Hebesatz und Vorteilssatz und nur als solches brauchbar. In beiden Orten gilt außerdem eine Öffnungsklausel nach unten: Wer nachweist, dass sein Vorteil aus dem Tourismus geringer ist, bekommt einen niedrigeren Prozentsatz, und die Satzung formuliert das als Muss, nicht als Ermessen.

Ihre Fristen in Oberhof

Anzeige, Erklärung, Vorauszahlung

  • Anzeige der beitragspflichtigen Tätigkeit binnen eines Monats nach Aufnahme.
  • Umsatzerklärung auf städtischem Formblatt bis zum 31. März des Erhebungsjahres, belegt durch die Nachweise, die dem Finanzamt vorliegen.
  • Bei fehlenden Angaben darf die Stadt beim Finanzamt Auskunft einholen oder schätzen.
  • Zum 1. Januar können Vorausleistungen in Höhe des Vorjahresbeitrags erhoben werden.

Drei Abgaben nebeneinander

Was ein Objekt in Oberhof auslöst

  • Gästebeitrag: zahlt der Gast, 3,00 Euro je Person und Tag seit dem 1. Juli 2026. Sie ziehen ein, führen ab und haften als Gesamtschuldner.
  • Tourismusbeitrag: zahlen Sie selbst, 0,34 Prozent des Jahresumsatzes, mindestens 10 Euro.
  • Zweitwohnungssteuer: 15 Prozent der Nettokaltmiete, aber nicht bei reiner Vermietung mit Eigennutzung unter drei Monaten.

Gästebeitrag: fünf Altersgrenzen, keine Saisonstaffelung

So stand es bisher auf dieser Seite

„Aktuelle Sätze Hauptsaison: 1,80 bis 3,00 Euro pro Person und Tag. Nebensaison: 1,20 bis 2,00 Euro. Kinder unter 18 Jahren meist befreit.“

So ist es

Keiner der achtzehn Orte mit Gästebeitrag hat eine Saisonstaffelung; alle erheben einen ganzjährigen Einheitssatz. Die tatsächlichen Sätze reichen von 1,50 bis 3,50 Euro und liegen damit vielfach über dem behaupteten Höchstwert der Hauptsaison. Und kein einziger Ort befreit Kinder bis 18.

Statt einer einheitlichen Kinderregelung gibt es fünf verschiedene Altersgrenzen in elf Formulierungen. Zella-Mehlis befreit bis zum fünften Geburtstag, sieben Orte bis zum sechsten, Floh-Seligenthal durch die Formulierung „einschließlich sechs Jahren“ bis zum siebten, Steinbach-Hallenberg und Georgenthal bis zum siebten, Bad Liebenstein bis vierzehn und nur auf Antrag, Ruhla bis sechzehn. Vier Orte haben überhaupt keine Befreiungsnorm, sondern nur eine Tarifstaffel, die erst bei sechs oder sieben Jahren beginnt: Bad Tabarz, Brotterode-Trusetal, Großbreitenbach und Masserberg. Kinder darunter zahlen dort faktisch nichts, aber ohne Vorschrift.

Die Sätze, Altersgrenzen und Jahrespauschalen je Ort stehen in der Tabelle im Abschnitt „Die Region in Zahlen“ weiter oben. Prüfen Sie dort besonders die letzte Spalte: In sechs Orten zahlen Sie als Eigentümer einen Jahresbetrag, in vier davon auch dann, wenn Sie ausschließlich vermieten und selbst nie anreisen.

Meldepflicht: der Schein ist weg, die Pflicht nicht

So stand es bisher auf dieser Seite

„Gäste müssen vor Ort einen Meldeschein ausfüllen, der Daten wie Name, Anschrift, Ausweisnummer und Aufenthaltsdauer enthält.“

So ist es

Der besondere Meldeschein für deutsche Staatsangehörige ist zum 1. Januar 2025 entfallen. Für Gäste aus dem Ausland bleibt er Pflicht. Ihre Meldepflicht gegenüber der Gemeinde bleibt davon unberührt: Sie folgt der Kurbeitragssatzung und dem Kommunalabgabengesetz, nicht dem Bundesmeldegesetz.

Im Thüringer Wald ist dieser Punkt besonders scharf. Die Oberhofer Kurbeitragssatzung verlangt in § 5 Abs. 2 ausdrücklich eine Meldung für jede Vermietung, unabhängig davon, ob der Gast überhaupt beitragspflichtig ist. Nach § 5 Abs. 3 hat der Vermieter die Daten über das von der Stadt vorgegebene System aufzunehmen. Bei Pflichtverletzung haftet er der Stadt gegenüber, die Abrechnung darf geprüft werden, und Meldeformulare sind vier Jahre aufzubewahren.

Technisch läuft das in der Region über die Meldescheinplattform der AVS GmbH aus Bayreuth. 32 Thüringer Orte nutzen dieses elektronische Verfahren, und die Gästekarte setzt darauf auf. Seit dem 12. Mai 2026 wird sie in rund einem Dutzend Orten zusätzlich digital ausgegeben.

Naturpark und Biosphärenreservat: weniger dramatisch als sein Ruf

Das UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald umfasst rund 337 Quadratkilometer und liegt vollständig innerhalb des Naturparks. Neun Städte und Gemeinden mit neunzehn Ortsteilen haben Anteil. Entscheidend für Eigentümer ist die Zonierung: 3,1 Prozent der Fläche sind Kernzone ohne wirtschaftliche Nutzung, 23,56 Prozent Pflegezone, und 73,34 Prozent sind Entwicklungszone. Genau dort liegen die Siedlungen und damit die Ferienobjekte. Für ein bestehendes Haus im Ort entsteht aus dem Schutzstatus keine zusätzliche Genehmigungsebene über das Bau- und Denkmalrecht hinaus.

Eine Einschränkung gehört dazu: Der Wortlaut der Ge- und Verbote nach Zonen ist online nicht abrufbar, die Verwaltung verweist für Bauvorhaben auf direkte Rücksprache. Für Vorhaben im Außenbereich lässt sich daraus deshalb keine pauschale Aussage ableiten, weder in die eine noch in die andere Richtung.

Diese Angaben sind eine Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Sie geben den Stand vom 20. August 2026 wieder. Kommunale Satzungen ändern sich, und mehrere der hier genannten wurden allein in den vergangenen achtzehn Monaten geändert. Vor Übernahme eines Objekts prüfen wir die geltende Fassung der Kurbeitrags-, Tourismusbeitrags- und gegebenenfalls Zweitwohnungssteuersatzung Ihrer Gemeinde und klären die Nutzungsänderung mit der zuständigen Bauaufsichtsbehörde.

Quellen: Zweitwohnungssteuersatzung der Stadt Oberhof, in Kraft seit 1. Januar 2025 · Zweitwohnungssteuersatzung der Stadt Schmalkalden vom 15. Oktober 2012 samt amtlichem Erklärungsbogen · Tourismusbeitragssatzung der Stadt Oberhof 2025 und 1. Änderungssatzung 2026 · Fremdenverkehrsbeitragssatzung der Gemeinde Bad Tabarz vom 6. Dezember 2016 mit zwei Änderungssatzungen · Kurbeitragssatzungen der genannten Gemeinden · Thüringer Landtag, Drucksachen 7/9214 und 7/3025 · Stellungnahme des Deutschen Ferienhausverbands vom 2. April 2024 · Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 18. Oktober 2017, Aktenzeichen 4 C 5.16 · Thüringer Bauordnung in der Fassung seit 19. Juli 2024, § 62 Abs. 1 · § 13 Thüringer Denkmalschutzgesetz · Bundesnetzagentur zur Kurzzeitvermietungsverordnung · Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Thüringer Wald.

ANGEBOT UND BESTAND

Was die Region bietet und was sie verloren hat

Der Thüringer Wald hat etwas, das in dieser Serie selten ist: Die Gästekarten existieren wirklich, sie sind gut dokumentiert und satzungsrechtlich verankert. Das Risiko liegt hier nicht bei erfundenen Karten, sondern bei falsch beschriebenen Leistungen. Genau deshalb steht der folgende Abschnitt so ausführlich da.

Die Gästekarte, ehrlich beschrieben

Die Thüringer Wald Card wird von der Thüringer Wald Service GmbH herausgegeben und läuft technisch über das elektronische Meldescheinsystem der AVS GmbH. Sie ist auf der Rückseite der personalisierten Gästekarte integriert. Der Betreiber selbst unterscheidet zwei Varianten, und dieser Unterschied wird in Ratgebertexten fast immer eingeebnet.

Variante A, der Regelfall

GästeKarte

Kommt automatisch mit dem Gästebeitrag. Der Betreiber schreibt dazu: Gäste profitieren von „attraktiven Ermäßigungen auf den Eintrittspreis“.

Das ist ein Rabatt, kein freier Eintritt. Wer auf seiner Objektseite schreibt, im Thüringer Wald sei mit der Gästekarte der Eintritt frei, beschreibt eine Karte, die seine Gäste nicht bekommen.

Variante B, freiwillig und kostenpflichtig

All-Inclusive-GästeKarte

Gestartet am 1. Juni 2024. Sie ermöglicht laut Betreiber „den einmalig kostenfreien Eintritt“ während des Aufenthalts, also je Einrichtung einmal, nicht beliebig oft.

Teilnehmende Gastgeber zahlen dafür einen Aufschlag je touristisch motivierter Übernachtung und geben ihn im Übernachtungspreis weiter. Der Preis wird nur auf Anfrage genannt, und im Freiverkauf gibt es die Karte nicht. Wer sie anbieten will, zahlt sie.

Beim Nahverkehr ist die Formulierung des Betreibers ebenso eindeutig wie einschränkend: kostenfreier öffentlicher Nahverkehr gilt „je nach Urlaubsort“. Das frühere Rennsteig-Ticket heißt seit 2024 NahTour-Ticket und gilt nicht im gesamten Verkehrsverbund, sondern in exakt aufgezählten Tarifzonen sowie auf bestimmten Linien. Die Thüringer Bergbahn zwischen Obstfelderschmiede und Cursdorf, also die Oberweißbacher Bergbahn, ist ausdrücklich ausgenommen. Der Gast braucht außerdem einen Lichtbildausweis, und bei Verlängerung des Aufenthalts eine neue Gästekarte.

Noch eine dritte Karte kursiert unter demselben Namen: eine Kaufkarte für 15 Euro, die ein volles Jahr gilt und Ermäßigungen von zehn bis fünfzig Prozent bringt, für einen Erwachsenen plus ein Kind unter zwölf Jahren. Ihr Gültigkeitsgebiet reicht über Thüringen hinaus bis nach Oberfranken. Sie hat mit dem Gästebeitrag nichts zu tun. Zur Zahl der Partner kursieren nebeneinander 150, 170, über 170 und über 200; wir nennen deshalb keine.

Was es nicht gibt, obwohl es oft genannt wird

  • Eine „Rennsteig-Card“ existiert nicht. Alle Treffer führen zur Thüringer Wald Card oder zum Rennsteig- und NahTour-Ticket.
  • Eine „Erlebnis Card“ für den Thüringer Wald ist nicht auffindbar. Es gibt einen Erlebnisführer als Beigabe zur Kaufkarte; daher stammt der Begriff vermutlich.
  • Für Eisenach ist weder eine Gästekarte noch eine Kurtaxe verifizierbar. Die Stadt gehört nicht zum Kreis der Kur- und Erholungsorte, die einen Gästebeitrag erheben.
  • Eine „Werratal Therme Bad Salzungen“ gibt es nicht. Die WerratalTherme liegt in Bad Sooden-Allendorf in Hessen. Das Bad Salzunger Haus heißt SOLEWELT.
  • Den Preis der All-Inclusive-Variante nennt niemand öffentlich. Er steht nur „auf Anfrage“. Wer Ihnen eine Zahl nennt, sollte sagen, woher sie stammt.

Zwei Bilanzen für dieselbe Region

Die bisherige Fassung dieser Seite warb damit, die Karte ziehe nach einem Jahr eine starke Bilanz. Diese Bilanz gibt es, und sie ist beeindruckend. Sie stammt allerdings von der Gesellschaft, die die Karte vermarktet, und misst etwas anderes als die amtliche Statistik. Beide Zahlen stehen hier nebeneinander, weil sich der Widerspruch nicht auflösen lässt.

Gästekartensystem, Dezember 2025 bis Februar 2026

+10,0 %

330.366 Übernachtungen, 106.796 Ankünfte, 3,09 Nächte Aufenthaltsdauer, Februar mit plus 17,3 Prozent am stärksten. Datenbasis sind die Gästekarten aus 34 touristischen Orten. Herausgeberin ist die Thüringer Wald Service GmbH.

Amtliche Statistik, Jahr 2025

−0,8 %

Übernachtungen im Reisegebiet Thüringer Wald gegenüber 2024, erhoben vom Thüringer Landesamt für Statistik in Betrieben ab zehn Betten. Es ist zugleich der größte absolute Rückgang aller elf Thüringer Reisegebiete.

Beide Zahlen können stimmen. Die eine misst drei Wintermonate in den Kartenorten und zählt dabei auch kleine Vermieter mit, die andere ein ganzes Jahr im gesamten Reisegebiet und nur Betriebe ab zehn Betten. Wer nur die Kartenzahl zitiert, zeichnet ein deutlich zu positives Bild. Wer nur die amtliche zitiert, übersieht, dass die Erholung in den kleinen Häusern stattfindet. Für Sie als Eigentümer ist beides relevant, und genau deshalb steht es hier doppelt.

Was die Region verloren hat

Wintersport und Bäder

  • Thüringen Alpin GmbH, Betreiberin der Skiarena Silbersattel und des Skilifts am Eisenberg, insolvent seit dem 7. März 2024. Zehn Festangestellte, 34 Saisonkräfte.
  • Skilift Steinbach-Hallenberg: Der Stadtrat entschied im Oktober 2025 über die Schließung der Anlage auf dem Knüllfeld.
  • Seimberg Brotterode: In der Saison 2024/25 blieb der Lift ganz geschlossen, 2025/26 lief er an 18 Tagen.
  • Ottilienbad Suhl: Die Schwimmhalle ist seit fast einem Jahr zu, das Becken von 1972 wird abgerissen. Bis wieder Wasser drin ist, dauert es nach dem Stand vom Juni 2026 noch über ein Jahr. Der Schwimmunterricht aus Suhl, Zella-Mehlis und Oberhof läuft ersatzweise in Freibädern.
  • Inselbergbad Brotterode: energetische Sanierung vom 27. Juli bis 30. Oktober 2026, Bad geschlossen, Sauna offen.
  • Solewelt Bad Salzungen: 615.000 Euro Defizit für 2024 nach 483.000 Euro im Vorjahr, Investitionsbedarf 16 Millionen Euro.

Häuser, Wege und Wald

  • Golfhotel Oberhof: nach 114 Jahren im Juni 2026 abgerissen.
  • Haus am See in Ilmenau und Pension am Markt in Suhl: zwei Betreiber haben aufgehört, beide suchen Nachfolger. Das ist genau die Lage, in der Eigentümer über Verwaltung nachdenken.
  • Oberweißbacher Bergbahn: vollgesperrt vom 13. Juli bis Mitte Dezember 2026. 2025 nutzten sie knapp 125.000 Fahrgäste.
  • Brandleitetunnel: vollgesperrt vom 11. Juli bis 11. Oktober 2026, kein Zugverkehr zwischen Zella-Mehlis und Gräfenroda.
  • Rennsteigbahn Südteil: 1998 stillgelegt und im Masterplan Schieneninfrastruktur 2023 als gering nutzbringend bewertet.
  • Die Fichte: Von den 2017 erfassten Fichtenbeständen Thüringens stehen noch 35 Prozent. 41 Prozent der Waldfläche gelten als deutlich geschädigt.

Und was gerade dazukommt

  • Fellbergbahn Silbersattel Steinach, eröffnet am 19. Dezember 2025: ein autonomer Sechser-Sessellift mit der ersten autonomen Bergstation Deutschlands, 9,3 Millionen Euro.
  • Rennsteig: komplette Neubeschilderung auf 169,7 Kilometern, Modernisierung des Radwegs, Ruheeinrichtungen und digitale Schließsysteme für die Rennsteighäuser, rund 960.000 Euro.
  • Biathlon-Hotel „Basislager“ in Oberhof, ein Projekt des Biathleten-Paares Philipp und Antonia Horn, Eröffnung im September 2026.
  • Holz-Hotel Oberhof: Der Bebauungsplan liegt im Verfahren, der Baubeginn ist spätestens für 2027 angestrebt.
  • Snow Factory Masserberg: eine Anlage, die noch bei bis zu 15 Grad Schnee produziert, in Vorbereitung.
  • Rennsteigbahn Schleusingen bis Bahnhof Rennsteig: von einem Verein saniert, seit Dezember 2025 fahren dort wieder durchgehende Züge.

Woran die Region tatsächlich hängt

Der Rennsteig und das Wandern

  • 169,7 Kilometer von Hörschel bei Eisenach bis Blankenstein, Deutschlands bekanntester Kammwanderweg und Top-Route der Priorität A in der landesweiten Wanderwegekonzeption.
  • Über 700.000 Besucher im Jahr vor 2026. Der Rennsteig-Radweg misst rund 195 Kilometer, das markierte Wanderwegenetz der Region über 6.000 Kilometer.
  • Der GutsMuths-Rennsteiglauf brachte 2026 rund 18.500 Anmeldungen und etwa 30.000 Zuschauer, der Supermarathon führt über 73,9 Kilometer von Eisenach nach Schmiedefeld. Für Objekte entlang der Strecke ist das ein planbares Nachfragefenster im Mai.
  • Für den Langlauf zählt die Region 13 DSV-Nordic-Aktiv-Zentren mit rund 1.400 Kilometern Loipennetz.

Oberhof, Kurorte und Ziele

  • Oberhof ist seit 1974 staatlich anerkannter Erholungsort, der Status wurde bis 2035 verlängert. Genannt werden über 160.000 Gäste im Jahr, 14 Hotels, 22 Pensionen und 296 Kilometer markierte Wanderwege.
  • Die Lotto Thüringen Skisport-HALLE in Oberhof ist die einzige Langlaufhalle Mitteleuropas und an 365 Tagen im Jahr in Betrieb, unabhängig vom Wetter.
  • Das UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald ist seit 1979 anerkannt und umfasst rund 337 Quadratkilometer. Prädikatsorte sind unter anderem Bad Tabarz als Kneipp-Heilbad sowie Friedrichroda und Finsterbergen als heilklimatische Kurorte.
  • Als Ermäßigungspartner der Gästekarten sind unter anderem der Rennsteiggarten Oberhof, das Exotarium, das H2Oberhof, die Marienglashöhle Friedrichroda, das Schaubergwerk und das Wildkatzendorf, die Dampflokwelt Meiningen und das Fahrzeugmuseum Suhl belegt.

Drei bekannte Ziele nennen wir bewusst ohne Zahlen, weil sich für sie keine belastbaren Besucherangaben finden ließen: die Glasbläserei in Lauscha, Schloss Elisabethenburg in Meiningen und die Drachenschlucht. Die Drachenschlucht liegt zudem bei Eisenach und gehört damit in den nächsten Absatz.

Nachbarschaft, aber nicht Region

Die Wartburg und Eisenach gehören touristisch zur Nachbarschaft, statistisch aber nicht zum Thüringer Wald. Sie bilden seit 2023 ein eigenes Reisegebiet mit dem Namen Welterberegion Wartburg-Hainich. Alle Zahlen dieser Seite schließen sie deshalb aus. Wer sie als Ausflugsziel nennt, liegt richtig; wer sie mit den Übernachtungszahlen des Thüringer Waldes verbindet, rechnet falsch.

Die Wartburg selbst ist seit 1999 UNESCO-Welterbe und zählte 2024 insgesamt 480.804 Besucher, davon 270.399 mit Ticket. Das Wartburghotel dagegen steht seit Herbst 2023 leer: Der Betreiber meldete im November 2023 Insolvenz an, der Pachtvertrag wurde im Januar 2024 gekündigt, und eine Wiedereröffnung ist frühestens für 2027 in Aussicht, zunächst nur mit Gastronomie. Der Sanierungsbedarf wird auf rund 25 Millionen Euro beziffert.

Quellen: Thüringer Wald Service GmbH, Gäste- und Gastgeberbereich der Thüringer Wald Card · Tourismusnetzwerk Thüringen, Beteiligungsangebot All-Inclusive und Meldungen vom 4. März 2026, 12. Mai 2026, 4. Februar 2026 und 25. September 2025 · AVS GmbH · Flyer „Rennsteig- und NahTour-Ticket“, Stand 04/2024, Regionalverbund Thüringer Wald e. V. und Bus und Bahn Thüringen e. V. · Regionalverbund Thüringer Wald e. V., Auswertungen der Wintersportsaisons 2023/2024 und 2025/2026 · inSüdthüringen zu Ottilienbad, Solewelt, Golfhotel, Inselbergbad, Hotelprojekten und Nachfolgefällen · eisenbahn.de vom 30. Juni 2026 · Thüringer Umweltministerium, Waldzustandsbericht 2025 · Rennsteiglauf Sportmanagement und Touristik GmbH · eisenach.life zur Wartburg-Stiftung · Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Thüringer Wald. Stand: 20. August 2026.

GÄSTE UND MÄRKTE

Wer in den Thüringer Wald kommt

Über die Gäste dieser Region gibt es weniger belastbare Daten, als man erwarten würde. Der Regionalverbund veröffentlicht keine Quellmarktanteile, und eine eigene Wirtschaftsfaktor-Studie nur für den Thüringer Wald existiert nicht. Was es gibt, steht hier. Was es nicht gibt, steht am Ende dieses Abschnitts, und zwar ausdrücklich.

Ein Binnenmarkt mit vergleichsweise langen Aufenthalten

Auslandsanteil an den Übernachtungen

4,33 %

163.782 von 3.785.689 Übernachtungen im Jahr 2025. Thüringen insgesamt liegt bei 5,41 Prozent. Ihre Gäste kommen praktisch ausschließlich aus Deutschland.

Aufenthaltsdauer im Reisegebiet

3,2 Tage

Stabil in allen drei Jahren seit 2023. Thüringen insgesamt liegt bei 2,6 Tagen. Über das Gästekartensystem gemessen waren es im Winter 2025/26 sogar 3,09 Nächte.

Aufenthaltsdauer im Ferienhaus-Segment

2,9 Tage

Landesweiter Wert gegenüber 2,1 Tagen in der Hotellerie. Das Segment hat die niedrigere Auslastung und die längeren Buchungen, und das eine hängt am anderen.

Für die Wintersaison gibt es eine einzige belastbare Quellmarkt-Fundstelle: eine Agenturmeldung vom Februar 2026. Danach kamen die Gäste vor allem aus Bayern, Hessen, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und dem Raum Berlin und blieben zwei bis vier Tage, in Oberhof teils fünf. In der Ferienwoche ab dem 16. Februar 2026 waren in Oberhof rund 90 Prozent der Betten belegt, in Bad Tabarz, Ilmenau und Friedrichroda meldete man eine solide Buchungslage. Genannt werden über 580 Kilometer präparierte Loipen, über 30 Rodelhänge und 36 Winterwanderwege.

Das ist eine Momentaufnahme einer einzigen Ferienwoche, keine Jahresstruktur. Sie taugt als Hinweis auf die Einzugsgebiete, nicht als Grundlage für Prozentangaben. Genau deshalb finden Sie auf dieser Seite keine Quellmarktanteile.

Wen die Region selbst als ihre Gäste bezeichnet

  • Als größte Zielgruppen nennt der Regionalverbund Wanderer, Naturradler und Wintersportler, ergänzend Mountainbiker, Familien und Kulturinteressierte.
  • Seit 2018 organisiert sich die Region entlang von vier Produktmarken: Kulturregion Wartburg, Aktivregion Rennsteig, Naturregion Biosphärenreservat und Eventregion Oberhof. Die zugrunde liegende Tourismuskonzeption zielte auf das Jahr 2025 und ist damit ausgelaufen.
  • Der Gesundheits- und Kurtourismus ist eine eigene Säule: Bad Tabarz als Kneipp-Heilbad, Friedrichroda und Finsterbergen als heilklimatische Kurorte, dazu Bad Liebenstein und Bad Salzungen.
  • Motorradtourismus wird von Betrieben aktiv bedient. Belegt ist das nur aus Anbieterdarstellungen, deshalb steht hier keine Zahl dazu.

Warum der Ortsdurchschnitt eines Kurorts trügt

  • Bad Liebenstein kommt auf 70,0 Prozent Jahresauslastung und 9,1 Tage Aufenthaltsdauer, Bad Tabarz auf 62,7 Prozent und 6,9 Tage. Das ist ein Klinikprofil, kein Ferienwohnungsprofil.
  • Landesweit erreichen die Heilbäder 53,1 Prozent Auslastung gegenüber 30,7 Prozent in den sonstigen Gemeinden. Vorsorge- und Reha-Kliniken kommen auf 88,6 Prozent.
  • Rechnet man die beiden Klinikorte aus dem Reisegebiet heraus, sinkt dessen Auslastung von 32,2 auf rund 29,6 Prozent. Das ist eine Näherung, keine amtliche Zahl.
  • Für Sie heißt das: Ein hoher Ortsdurchschnitt in einem Kurort ist kein Versprechen für Ihre Ferienwohnung dort. Er stammt zu einem großen Teil aus dem Klinikbetrieb.

Die Zielgruppe, die in keiner amtlichen Zahl steht

Der stärkste Befund dieses Abschnitts stammt nicht aus der Statistik, sondern aus ihrer Kritik. Der Regionalverbund Thüringer Wald schreibt in seinem eigenen Wintersportbericht:

„Das Thüringer Landesamt für Statistik erfasst nur Betriebe mit mehr als neun Betten. Ferienwohnungen/-häuser und Kleinbetriebe sind darin nicht erfasst, die für den Wintersporttourismus aber sehr wichtig sind.“

Regionalverbund Thüringer Wald e. V., Auswertung der Wintersportsaison 2025/2026 vom 25. März 2026

Deshalb führt der Verband zusätzlich eine Meldescheinumfrage in den Wintersportorten, und die zählt Ferienwohnungen mit. Das Ergebnis für die Monate Dezember bis Februar ist gemeindescharf und für Eigentümer aufschlussreicher als jede Landeszahl.

GemeindeDez. 2024 bis Feb. 2025Dez. 2025 bis Feb. 2026Veränderung
Oberhof142.900153.170+7 %
Masserberg16.52620.407+23 %
Bad Tabarz, ohne Klinik8.75212.998+49 %
Zella-Mehlis4.6196.133+33 %
Frauenwald5.6106.944+24 %
Steinach1.3953.820+174 %
Schmiedefeld am Rennsteig3.6583.502−4 %
Steinbach-Hallenberg3.4533.275−5 %
Manebach711keine Angabe
Stützerbachkeine Angabe1.595
Großbreitenbachkeine Angabekeine Angabe
Summe laut Bericht187.624211.844nicht ausgewiesen
Summe ohne Oberhof44.72458.674+31 %

Zwei Dinge stehen in dieser Tabelle. Erstens: Die kleinen Orte wachsen stärker als das Zentrum. Der Verband zieht daraus selbst den Schluss, die Region trete erstmals wieder als Einheit mit breitem Aufschwung auf statt als einseitiges Zentrum. Zweitens: Zwei Orte verlieren trotzdem. Es sind Übernachtungen aus einer Verbandsumfrage, keine amtliche Statistik, sie decken nur drei Monate ab, und drei Gemeinden haben in mindestens einem der beiden Jahre nichts gemeldet. Für die Gesamtsumme weisen wir deshalb keine Veränderung aus; der Bericht selbst tut es ebenfalls nicht. Nur die Zeile ohne Oberhof beziffert er im Text mit über 31 Prozent.

Was sich über Großereignisse sagen lässt und was nicht

Oberhof ist ein Wintersportzentrum von internationalem Rang. Dass Weltcup und Weltmeisterschaften der Ferienvermietung im Umland messbar mehr Buchungen bringen, ist damit aber nicht belegt. Der Regionalverbund räumt in seinem eigenen Bericht ein, dass sich Schnee- und Veranstaltungseffekt nicht trennen lassen. Eine Wirkungsstudie zu Weltcup oder Weltmeisterschaft in Oberhof existiert nicht auffindbar, und die beiden Umsatzzahlen, die dazu im Netz kursieren, stammen aus einer Schätzung vor der Veranstaltung beziehungsweise von einer Ticketvermittlung. Wir verwenden sie deshalb nicht.

Die Zahlen sprechen sogar eher dagegen. Im Winter 2025/26 wuchs Oberhof als Austragungsort um 7 Prozent, die übrigen Wintersportorte zusammen um über 31 Prozent. Wären die Weltcups der Treiber, müsste das Verhältnis umgekehrt aussehen. Und der Januar, in dem die Weltcups seit Jahrzehnten stattfinden, ist in allen drei verfügbaren Jahren der schwächste Monat des Reisegebiets.

Belegt ist dagegen die Gegenrichtung: Der Wintersportbericht 2023/24 nennt für die Wintersportorte einen Übernachtungsrückgang von 13 Prozent und begründet ihn mit fehlendem Schnee in den Winterferien, mit ausbleibenden Buchungen und Stornierungen. Am stärksten betroffen waren nach diesem Bericht kleinere Gastgeber und Pensionen ohne Wellness- oder Indoor-Angebot. Wer wissen will, was Schneemangel in dieser Region kostet, findet die Antwort dort, und nicht im Weltcup-Kalender.

Was wir für diese Region nicht belegen konnten

  • Quellmärkte mit Anteilen, Altersstruktur, Reiseanlässe in Prozent, Aufenthaltsdauer je Zielgruppe und Tagungsgeschäft. Der Regionalverbund veröffentlicht dazu nichts, und das Sparkassen-Tourismusbarometer arbeitet auf Landes-, nicht auf Regionsebene.
  • Eine eigene Wirtschaftsfaktor-Auswertung für den Thüringer Wald. Die viel zitierten 72,5 Millionen Tagesreisen und 98,5 Millionen Aufenthaltstage aus der dwif-Studie für das Berichtsjahr 2024 gelten für ganz Thüringen. Wer sie neben den Namen dieser Region stellt, produziert einen Sachfehler.
  • Das Verhältnis von Tagesgästen zu Übernachtungsgästen im Thüringer Wald. Es lässt sich aus den Landeszahlen nicht herunterbrechen.
  • Belastbare Besucherzahlen für einzelne Ausflugsziele der Region jenseits von Rennsteig, Wartburg und Oberweißbacher Bergbahn.

Quellen: Thüringer Landesamt für Statistik, Tabellen ld000805, ld000804, ld000808 und gm000801, Abruf 19. August 2026 · Regionalverbund Thüringer Wald e. V., Auswertungen der Wintersportsaison 2023/2024 und 2025/2026 · dpa-Meldung „Schnee lockt Urlauber in den Thüringer Wald“ vom 8. Februar 2026 · Thüringer Wald Service GmbH über das Tourismusnetzwerk Thüringen, 4. März 2026 · Regionalverbund Thüringer Wald e. V., Selbstdarstellung · dwif-Consulting, Tourismuskonzeption Thüringer Wald 2025 und Wirtschaftsfaktor Tourismus Thüringen, Berichtsjahr 2024. Stand: 20. August 2026.

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