Ferienhausverwaltung Bodensee – Markt, Zahlen und Regeln
Unsere Deutschland-Zentrale in Rostock verwaltet Ihre Objekte mit regionalen Partnern vor Ort. Von Konstanz über Friedrichshafen bis Lindau verwalten wir Ferienobjekte mit der gleichen Sorgfalt, die Sie von Ihrem eigenen Zuhause erwarten würden.
Sie möchten Ihr Ferienhaus oder Ihre Ferienwohnung in der Region Bodensee verwalten lassen? Leistungen, Pakete und Festpreise für Bodensee finden Sie auf der Seite Ferienhaus- und Ferienwohnungsverwaltung Bodensee.
Was Favorent-Objekte am Bodensee erreichen
Wie sich der Bodensee über das Jahr verteilt
Auslastungs-Profil Bodensee
Amtliche Auslastung des Reisegebiets Bodensee 2025, umgerechnet auf das Ferienwohnungs-Segment und den Favorent-Aufschlag
Regionale Besonderheit
Der Bodensee grenzt an Deutschland, Österreich und die Schweiz, und das Fürstentum Liechtenstein gehört zum Verbund der Erlebniskarten. Kurtaxenfinanziert sind die Echt Bodensee Card und die Bodensee Card West — sie erhält Ihr Gast mit dem Kurbeitrag. Die vielfach beworbene Bodensee Card PLUS ist dagegen ein Verkaufsprodukt für 78 bis 124 Euro und in keiner Satzung der Region verankert. Konstanz hat die Kurtaxe zum 1. April 2023 abgeschafft und erhebt stattdessen eine Tourismus- und Klimaschutzabgabe von 5,6 Prozent; Singen folgte zum 1. Januar 2026 mit 3,0 Prozent. In den übrigen 20 Orten gilt ein Festbetrag je Person und Tag.
Saisonfenster
Hauptsaison: Juni bis September, mit dem Gipfel allein im August. Nebensaison: November bis März. Amtlich erreicht das Reisegebiet im August 68,2 Prozent über alle Betriebsarten, im Januar 22,1 Prozent. Bemerkenswert ist der Aprilbuckel: Mit 48,6 Prozent liegt der April über dem Mai, weil Ostern und der Start der Campingsaison zusammenfallen. In der Nebensaison sichern wir die Grundauslastung durch gezielte Paarurlauber- und Wellness-Kampagnen.
Zwanzig Jahre Ferienunterkünfte am Bodensee
Wer die Entwicklung am Bodensee beurteilen will, muss zuerst wissen, wovon die Statistik überhaupt spricht. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg führt ein eigenes Reisegebiet Bodensee: den Landkreis Konstanz und den Bodenseekreis, abzüglich des Reisegebiets Hegau. Der bayerische Landkreis Lindau zählt statistisch nicht dazu, sondern zur Tourismusregion Allgäu. Das klingt nach Kleinkram, entscheidet aber darüber, ob eine Zahl trägt.
Mehr Gäste, weniger Häuser
2006 zählte die Region 3.574.300 Übernachtungen. 2025 waren es 5.455.128. Das sind 52,6 Prozent mehr in zwanzig Jahren. Die Zahl der Betriebe ging im selben Zeitraum zurück, von 603 auf 551, seit dem Höchststand 2010 sogar um ein Sechstel. Die Bettenzahl blieb dabei nahezu unverändert und stieg leicht auf 42.207.
Daraus folgt eine Verschiebung, die für Eigentümer wichtiger ist als jede Wachstumsrate: Die Kapazität wandert in weniger, größere Häuser. Ein Betrieb zählte 2006 im Schnitt 64,8 Betten, heute sind es 76,6. Und jedes einzelne Bett arbeitet härter. 91,5 belegte Nächte je Bett standen 2006 zu Buche, 2025 sind es 129,2 — ein Plus von 41 Prozent aus praktisch derselben Kapazität.
Die Saison ist messbar länger geworden
Der auffälligste Wandel steckt nicht in der Nachfrage, sondern im Angebot. 2006 stand im Dezember noch nicht einmal die Hälfte der Sommerkapazität zur Verfügung, genau 40,6 Prozent. 2025 sind es 58,7 Prozent, also fast drei Fünftel. Immer mehr Häuser bleiben im Winter geöffnet.
Bemerkenswert daran ist, dass die Auslastung trotzdem gestiegen ist, von 34,7 auf 45,7 Prozent. Wer heute ganzjährig vermietet, konkurriert also mit deutlich mehr Angebot als vor zwanzig Jahren und wird dennoch besser belegt. Bei der Nachfrage bleibt der See allerdings sommerlastig: Im Januar liegt die amtliche Auslastung bei 22,1 Prozent, im August bei 68,2.
Was in keiner Statistik steht
Eine Einschränkung gehört unbedingt dazu. Baden-Württemberg erhebt die Kleinbeherbergung überhaupt nicht. Im Jahresbericht steht wörtlich, auf die Einbeziehung der kleineren Betriebe und der Privatquartiere werde verzichtet. Die einzige belastbare Schätzung liefert die dwif-Studie von 2023: Sie beziffert die Übernachtungen in Privatquartieren unter zehn Betten auf 2,25 Millionen, während die amtliche Statistik 6,24 Millionen ausweist. Damit erfasst die amtliche Zählung nur rund 67 Prozent des tatsächlichen Volumens.
Zwei Brüche, die man kennen muss
Die Reihe ist nicht durchgehend vergleichbar, und beide Stellen sind amtlich nirgends vermerkt. Zum Berichtsjahr 2013 wanderten rund 94.000 Übernachtungen vom Reisegebiet Bodensee ins benachbarte Hegau; die übergeordnete Region blieb unberührt. In keiner Vorbemerkung und keiner Fußnote findet sich ein Hinweis darauf. Sichtbar wird der Schnitt nur, wenn man die veröffentlichten Veränderungsraten zurückrechnet.
Der zweite Bruch liegt 2019 und betrifft die Landesebene. Ein einziges neu eröffnetes Ferienzentrum hob die Bettenzahl seiner Betriebsart von 2.015 auf 7.025. Seit 2020 fasst das Land Ferienzentren und Ferienwohnungen aus Geheimhaltungsgründen zusammen. Der veröffentlichte Segmentwert von 40,4 Prozent ist deshalb kein Ferienwohnungswert; der letzte saubere liegt bei 35,4 Prozent aus dem Jahr 2019.
Corona und die Jahre danach
Der Einbruch 2020 fiel am Bodensee deutlich milder aus als anderswo: minus 23,8 Prozent gegenüber minus 40,2 Prozent in Baden-Württemberg insgesamt. Eine Seenregion, die man mit dem Auto erreicht, war im Sommer 2020 im Vorteil. Das Rekordjahr ist allerdings nicht 2025, sondern 2023 mit 5.533.300 Übernachtungen. Seither bewegt sich die Region seitwärts.
Zwei weitere Zahlen ordnen den Bodensee ein, und beide widersprechen der naheliegenden Erwartung. Er ist nur das sechstgrößte von neun Reisegebieten Baden-Württembergs; der Schwarzwald ist rund viermal so groß. Und trotz dreier Staatsgrenzen liegt der Auslandsanteil bei nur 15,6 Prozent, im Land sind es 20,0. Bei den Übernachtungen ist der Bodensee ein deutscher Markt.
- 2004Camping wird in die amtliche Zählung einbezogen. Die Bettenzahl im Land springt um 27,9 Prozent.
- 2013Ein stiller Gebietsschnitt: rund 94.000 Nächte wandern ins Hegau, ohne jede Fußnote.
- 2019Ein einziges Ferienzentrum hebt die Landesgruppe von 2.015 auf 7.025 Betten und verzerrt fortan den Segmentwert.
- 2020Corona: minus 23,8 Prozent am See, minus 40,2 Prozent im Land.
- 2023Rekordjahr mit 5.533.300 Übernachtungen, dem höchsten Wert der Reihe.
- 20255.455.128 Übernachtungen bei 45,7 Prozent Auslastung, knapp unter dem Rekord.
Quellen: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Statistischer Bericht G IV 1 m, Tabelle 2, Jahrgänge 2006 bis 2025, sowie G IV 1 j; GENESIS Baden-Württemberg, Tabelle 45412; dwif-Studie 2023. Kapazitäts- und Verhältniswerte eigene Berechnung.
Die Reihe 2016 bis 2025
Alle Werte beziehen sich auf das amtliche Reisegebiet Bodensee, also den Landkreis Konstanz und den Bodenseekreis ohne das Hegau. Sie stammen unmittelbar aus den Monatsberichten des Statistischen Landesamts und sind nicht geglättet.
| Jahr | Übernachtungen | Auslastung | Betriebe (Juli) | Betten je Betrieb |
|---|---|---|---|---|
| 2016 | 5.052.100 | 45,0 % | 605 | 65,8 |
| 2017 | 5.149.400 | 46,1 % | 585 | 68,4 |
| 2018 | 5.301.000 | 46,6 % | 580 | 69,8 |
| 2019 | 5.240.800 | 46,3 % | 575 | 70,7 |
| 2020 | 3.992.000 | 42,6 % | 558 | 72,5 |
| 2021 | 4.005.700 | 42,0 % | 552 | 73,8 |
| 2022 | 5.222.100 | 44,1 % | 552 | 75,9 |
| 2023 | 5.533.300 | 46,7 % | 546 | 77,4 |
| 2024 | 5.413.700 | 44,2 % | 564 | 76,4 |
| 2025 | 5.455.128 | 45,7 % | 551 | 76,6 |
Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten über alle Betriebsarten. Die Betriebszahl ist der Julistand, weil im Winter ein Teil der Häuser geschlossen ist. Hervorgehoben das Rekordjahr 2023.
Warum der Jahreswert über dem Monatsmittel liegt
Das schlichte Mittel der zwölf Monatswerte 2025 ergibt 42,2 Prozent, amtlich sind es 45,7. Der Grund ist die Kapazität: Sie schwankt zwischen Februar und August um den Faktor 1,87, von 22.633 auf 42.356 Betten. Die schwachen Wintermonate tragen also viel weniger Betten und wiegen im Jahreswert entsprechend leichter.
Auslastung niemals selbst nachrechnen
Das Land rechnet mit Öffnungstagen, nicht mit Kalendertagen. Eine Eigenrechnung über 365 Tage ergibt 43,0 Prozent, mit den Julibetten 35,4 und mit den Dezemberbetten 60,4 — eine Spanne von 25 Punkten für dasselbe Jahr. Ein amtlicher Gemeindewert lag sogar über 100 Prozent.
Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Bericht G IV 1 m, Tabelle 2, Jahrgänge 2016 bis 2025. Betten je Betrieb eigene Berechnung.
Was die Region trägt — und wo sie kleiner wird
Ein ehrlicher Blick auf eine Ferienregion zeigt beides: was sie trägt und wo sie kleiner wird. Am Bodensee liegt beides dicht beieinander, und einiges davon betrifft Eigentümer unmittelbar.
Die Schifffahrt verliert Fahrgäste
Die Weiße Flotte gehört zum Bild des Sees wie kaum etwas anderes. Ihre Zahlen gehen jedoch seit Jahren zurück. 2024 zählten die im Verbund VSU zusammengeschlossenen Reedereien rund 2.869.000 Fahrgäste — ein Rückgang um 13,5 Prozent. Als Ursachen nennt der Verbund wechselhaftes Wetter mit häufigen Regenphasen und eine längere Hochwasserperiode. Zum Verbund gehören die Bodensee-Schiffsbetriebe, die Vorarlberg Lines, die Schweizerische Bodensee Schifffahrt und die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein.
2025 setzte sich das Bild uneinheitlich fort. Die Bodensee-Schiffsbetriebe kamen auf rund 1,7 Millionen Fahrgäste, leicht über dem Vorjahr, aber weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt früherer Jahre. Die Vorarlberg Lines meldeten ein Minus von 7,8 Prozent und führten allein 21 Regentage im Juli an.
Eine Muschel verändert die Kostenrechnung
Seit 2016 breitet sich die Quaggamuschel im Bodensee aus, und sie ist längst mehr als ein ökologisches Thema. Die Bodensee-Wasserversorgung, die über 183 Verbandsmitglieder Millionen Menschen beliefert, veranschlagt für den Umbau ihrer Anlagen bis 2046 4,6 Milliarden Euro — 2,2 Milliarden reine Materialkosten, 2,4 Milliarden Preissteigerungen und Finanzierung. Staatliche Förderung erhält sie dafür nicht.
Was das für Eigentümer bedeutet, steht in derselben Rechnung: Die Umlagen verdoppeln sich innerhalb von zehn Jahren und erreichen in zwanzig Jahren etwa das Dreieinhalbfache des heutigen Werts. Wasser ist am Bodensee also eine Position, die in der Nebenkostenplanung absehbar wächst.
Was dagegen trägt
Der Radtourismus ist die stabilste Säule. In der ADFC-Radreiseanalyse 2025 teilt sich der Bodensee Platz 3 der meistbefahrenen Radregionen mit der Grafschaft Bentheim samt Emsland und Osnabrücker Land. Für Gastgeber heißt das ganz konkret: abschließbarer Radraum, Lademöglichkeit für Pedelecs und ein trockener Platz für nasse Ausrüstung sind am Bodensee keine Zusatzausstattung, sondern Erwartung.
Ein Marktsegment, das leicht übersehen wird
Die drei höchsten Ortsauslastungen der Region gehören keinem Ferienort, sondern Rehabilitationskliniken: Gailingen am Hochrhein erreicht 68,5 Prozent bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 11,1 Tagen, Allensbach 61,8 Prozent.
Wer Ortsranglisten liest, muss das wissen — sonst vergleicht er seine Ferienwohnung mit einer Klinik. Der höchste rein touristische Ortswert ist Hagnau am Bodensee mit 65,2 Prozent.
Quellen: Vereinigte Schifffahrtsunternehmen für Bodensee und Rhein über Binnenschifffahrt Online, 7. April 2025 · Dampferzeitung, Rückblick 2025 · Zeitung für kommunale Wirtschaft zur Bodensee-Wasserversorgung, 28. August 2025 · ADFC-Radreiseanalyse 2025, vorgestellt am 4. März 2026 · Statistisches Landesamt Baden-Württemberg für die Ortswerte 2025.
Wer am Bodensee tatsächlich bucht
Wer am Bodensee vermietet, richtet sein Objekt am besten nach den Gästen aus, die tatsächlich kommen — nicht nach denen, die man erwarten würde. Zwei amtliche Zahlen räumen dabei mit verbreiteten Annahmen auf.
2,9 Tage — und die Zahl fällt seit vierzig Jahren
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer am Bodensee liegt bei 2,9 Tagen. Im Land ist sie von 3,68 Tagen im Jahr 1984 auf 2,43 Tage gefallen, ohne eine einzige Unterbrechung. Für den Betrieb heißt das: viele Wechsel, hohe Reinigungsfrequenz, kurze Buchungsfenster. Ein Objekt, das nur auf Wochenvermietung ausgelegt ist, lässt hier Ertrag liegen.
Ein deutscher Markt, trotz dreier Staatsgrenzen
Der Auslandsanteil an den Übernachtungen beträgt 15,6 Prozent. Im Landesdurchschnitt sind es 20,0 Prozent — der Bodensee liegt also unter dem Landeswert, obwohl Österreich und die Schweiz am selben Ufer liegen. Das Vorkrisenniveau ist zudem noch nicht wieder erreicht. Mehrsprachige Ausstattung schadet nie, entscheidend ist aber der deutsche Gast.
Sommerlastig, mit einem Buckel im April
Der Jahresverlauf ist eindeutig sommerlastig: 22,1 Prozent Auslastung im Januar, 68,2 Prozent im August. Bemerkenswert ist der April mit 48,6 Prozent, der damit über dem Mai liegt — Ostern und der Beginn der Campingsaison fallen zusammen. Wer Ostern früh und aktiv bepreist, nimmt einen Ertrag mit, den viele übersehen.
Die verlässlichste Gruppe der Region
Der Bodensee gehört zu den drei meistbefahrenen Radregionen Deutschlands. Radgäste reisen zuverlässig auch in der Vor- und Nachsaison, bleiben oft nur ein bis zwei Nächte und entscheiden kurzfristig. Sie erwarten einen abschließbaren Radraum, eine Lademöglichkeit für Pedelecs und einen Ort zum Trocknen.
Quellen: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Bericht G IV 1 m, Berichtsjahr 2025; Statistisches Bundesamt, Tabelle 45412-06 für die Aufenthaltsdauer auf Reisegebietsebene; ADFC-Radreiseanalyse 2025. Auslandsanteil und Aufenthaltsdauer eigene Berechnung aus amtlichen Werten.
Rechtliche Rahmenbedingungen am Bodensee
Kurtaxe und Gästebeitrag
Am Bodensee fällt pro Gast und Übernachtung die Kurabgabe an. Sie wird vom Vermieter eingezogen und an die Gemeinde abgeführt. Die Abführung erfolgt monatlich an die jeweilige Kommune. Favorent übernimmt die komplette Abwicklung einschließlich der Ausgabe der örtlichen Gästekarte — je nach Gemeinde die Echt Bodensee Card oder die Bodensee Card West.
Meldepflicht und Meldeschein
Seit dem 1. Januar 2025 entfällt der Meldeschein für Gäste aus Deutschland; für Gäste aus dem Ausland bleibt er bestehen. Die Satzungen am Bodensee verlangen Name, Anschrift, Geburtsdatum sowie An- und Abreisetag — keine Ausweisnummer. Das elektronische Meldescheinverfahren gilt vielerorts ohne Bettenschwelle, also auch für eine einzelne Ferienwohnung. Favorent übernimmt die gesamte Abwicklung elektronisch, sodass Sie als Eigentümer keine administrativen Lasten tragen.
Zweckentfremdung und Genehmigung
Anders als in vielen Ferienregionen gibt es hier tatsächlich kommunale Satzungen: sechs in der geprüften Region, davon drei mit Registrierungspflicht (Konstanz, Radolfzell, Überlingen). Meersburg und Bodman-Ludwigshafen greifen schon nach sechs Wochen Fremdenbeherbergung und damit früher als das Landesgesetz. Vor Aufnahme einer neuen Vermietung prüfen wir für Sie die konkrete Rechtslage in Ihrer Gemeinde und beantragen falls erforderlich die notwendigen Genehmigungen. So vermeiden Sie Bußgelder und rechtliche Nachforderungen.
Steuerreporting für Sie
Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Kleinunternehmer-Regelung: Wir liefern Ihnen monatlich eine konsolidierte Abrechnung, die Ihr Steuerberater oder Sie selbst direkt ins Jahres-Reporting übernehmen können. Inklusive Betriebsausgaben-Zuordnung und Kurtaxe-Nachweisen.
Was Eigentümer am Bodensee rechtlich beachten müssen
Für diese Seite haben wir das Ortsrecht von 24 Gemeinden am deutschen Bodenseeufer im Volltext geprüft — Satzung für Satzung, nicht über Zusammenfassungen. Wo etwas nur für einen Ort gilt, steht der Name dabei. Wo wir etwas nicht belegen konnten, sagen wir das.
Zwei Orte erheben gar keine Kurtaxe mehr
Von den 24 geprüften Gemeinden erheben 22 eine Gästeabgabe. Markdorf und Tettnang erheben keine — das ist über die jeweils vollständigen Ortsrechtsverzeichnisse belegt.
Bemerkenswerter ist der zweite Befund: Konstanz hat die Kurtaxe zum 1. April 2023 abgeschafft und erhebt stattdessen eine Tourismus- und Klimaschutzabgabe von 5,6 Prozent des Übernachtungspreises. Singen folgte zum 1. Januar 2026 mit einer Übernachtungssteuer von 3,0 Prozent. Beide stützen sich auf § 9 Absatz 4 des Kommunalabgabengesetzes, nicht auf § 43. Für die Abrechnung ist das ein Unterschied ums Ganze: Bemessungsgrundlage ist nicht mehr der Aufenthaltstag, sondern der Preis.
Die Kinderfreigrenze: fünf verschiedene Werte
Die verbreitete Faustregel „Kinder bis 18 sind frei" trifft am Bodensee auf zwei von 22 Orten zu. Der Normalfall ist das vollendete 15. Lebensjahr.
| Befreiung bis … | Orte | Anzahl |
|---|---|---|
| vollendetes 15. Lebensjahr | Überlingen, Sipplingen, Hagnau, Immenstaad, Langenargen, Uhldingen-Mühlhofen, Allensbach, Reichenau, Gaienhofen, Öhningen, Nonnenhorn, dazu Radolfzell und Bodman-Ludwigshafen mit gleicher Wirkung | 13 |
| vollendetes 6. Lebensjahr | Meersburg, Friedrichshafen, Eriskirch, Lindau, Wasserburg | 5 |
| vollendetes 16. Lebensjahr | Kressbronn am Bodensee | 1 |
| 18 Jahre beziehungsweise Minderjährigkeit | Salem, Konstanz | 2 |
| keine Befreiung | Singen (Hohentwiel) | 1 |
Die Sätze reichen von 1,00 bis 4,50 Euro
In der Hauptsaison liegt der günstigste Satz bei 1,00 Euro in Salem, der höchste bei 4,50 Euro in Meersburg. Eine Saisonstaffelung ist hier der Normalfall und in 18 der 20 Festbetragsorte geregelt. Salem löst die Nebensaison über eine Vollbefreiung von November bis März.
Eine pauschale Spanne nennen wir bewusst nicht. Die Sätze bewegen sich schnell: Reichenau hat zum 1. Januar 2026 um 32 Prozent erhöht, Sipplingen das Übernachtungsgeld um 250 Prozent. Wir prüfen die geltende Fassung vor jeder Übernahme.
Zweckentfremdung: hier gibt es sie wirklich
In vielen Ferienregionen bleibt das Zweckentfremdungsrecht eine bloße Ermächtigung ohne kommunale Satzung. Am Bodensee ist das anders: sechs Gemeinden der geprüften Region haben eine Satzung, und Konstanz, Radolfzell und Überlingen führen eine Registrierungspflicht mit eigener Nummer. In Konstanz gilt sie seit Juni 2022.
Meersburg und Bodman-Ludwigshafen greifen früher als das Landesgesetz. Während dieses eine Schwelle von zehn Wochen Fremdenbeherbergung im Kalenderjahr kennt, setzen beide Orte bereits bei sechs Wochen an.
Die Meldepflicht kennt vielerorts keine Untergrenze
Seit dem 1. Januar 2025 entfällt der Meldeschein für Gäste aus Deutschland; für Gäste aus dem Ausland bleibt er bestehen. Die Satzungen am Bodensee verlangen Name, Anschrift, Geburtsdatum sowie An- und Abreisetag — eine Ausweisnummer fordert keine.
Wichtiger ist der Zuschnitt: Das elektronische Meldescheinverfahren gilt in den geprüften Satzungen ohne Betten- oder Objektschwelle. Wer eine einzige Ferienwohnung vermietet, ist genauso erfasst wie ein Hotel. Befreiung gibt es nur auf Antrag im Härtefall. Allensbach verlangt die Meldung binnen 24 Stunden und hat damit die schärfste Frist der Region.
Zweitwohnungssteuer erheben alle 24 Orte
Hier gibt es keine Ausnahme. Die Sätze und Maßstäbe unterscheiden sich allerdings erheblich, von 20 Prozent der Jahresnettokaltmiete in Salem bis 30 Prozent eines geschätzten Mietaufwands in Bodman-Ludwigshafen.
Welche Gästekarte Ihr Gast wirklich bekommt
Kurtaxenfinanziert und in den Satzungen namentlich verankert sind die Echt Bodensee Card und die Bodensee Card West. Welche von beiden gilt, hängt am Ort. Einige Gemeinden geben zudem eine rein örtliche Papierkarte aus.
Die vielfach beworbene Bodensee Card PLUS ist etwas anderes: ein Verkaufsprodukt der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH für 78 bis 124 Euro je Erwachsenem. Sie kommt in keiner der geprüften Satzungen vor. Ein Verwalter kann sie weder ausgeben noch in den Kurbeitrag einschließen. Ihr Geltungsgebiet umfasst übrigens vier Länder, nicht drei — Liechtenstein gehört dazu.
Zwei Entscheidungen, die vom Bodensee ausgingen
Der Verwaltungsgerichtshof hat die Kurtaxesatzung von Kressbronn zweimal beanstandet, und zwar aus einem Grund, den man kaum erwartet: Der Bodensee gehört zu keinem Gemeindegebiet. Das Gemeindegebiet endet an der Uferlinie, weshalb Leistungen auf dem Wasser nicht ohne Weiteres über die Kurtaxe finanziert werden können.
Und die Leitentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Zweitwohnungssteuer, auf die bundesweit bis heute verwiesen wird, erging zur Satzung der Stadt Überlingen.
Grundlage sind die im August 2026 abgerufenen Satzungsvolltexte der 24 geprüften Gemeinden sowie die Ortsrechtsverzeichnisse, über die Fehlanzeigen belegt wurden. Rechtsstand 26. August 2026. Kommunales Abgabenrecht ändert sich jährlich; diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Vor Übernahme eines Objekts prüfen wir die dann geltende Fassung.
Ferienhausverwaltung in der Nachbarschaft
Verwalten Sie mehrere Objekte oder liegt Ihre Immobilie außerhalb der Region? Diese Seiten führen die gleiche Prüfung für die Nachbarschaft.
Unser Netzwerk am Bodensee
„Die Drei-Länder-Region bringt ein internationales Publikum. Favorent spricht Englisch, Französisch und Italienisch, was bei unseren Gästen sehr gut ankommt."
„Die Bodensee Card PLUS ist ein echter Mehrwert für Gäste. Favorent erklärt den Nutzen im Welcome-Pack klar, und die Rückmeldungen sind durchweg positiv."
Was zuletzt über die Region berichtet wurde
Diese Auswahl deckt die vergangenen zwei Jahre ab. Wir verlinken die Quelle jeweils direkt, damit Sie jede Angabe selbst nachschlagen können. Die Zusammenfassungen geben wieder, was dort steht — nicht unsere Einschätzung dazu.
Positive Tourismusbilanz am Bodensee im ersten Halbjahr 2025
Die Gästeankünfte am nördlichen Bodenseeufer stiegen um 1,1 Prozent, die Übernachtungen blieben knapp unter dem sehr guten Vorjahresniveau. Die Ankünfte aus dem Ausland wuchsen um 4,7 Prozent und glichen einen leichten Rückgang der Inlandsübernachtungen weitgehend aus.
Konstanzer Zweckentfremdungsverbot verlängert
Der Gemeinderat verlängerte die Satzung um fünf Jahre. Nach Angaben der Stadt wurden über sie 234 Wohnungen wieder dem Wohnungsmarkt zugeführt. Der Zensus vom Mai 2022 hatte in Konstanz 1.041 leerstehende Wohnungen ausgewiesen, 394 davon länger als ein Jahr.
Trotz Rückgang in 2024: Zuversicht für Bodenseeschifffahrt
Rund 2.869.000 Fahrgäste bedeuteten für die im VSU zusammengeschlossenen Reedereien einen Rückgang um 13,5 Prozent. Als Ursachen werden wechselhaftes Wetter mit häufigen Regenphasen und eine längere Hochwasserperiode genannt.
Quaggamuschel: Bodensee-Resilienz kostet 4,6 Milliarden Euro
Die Bodensee-Wasserversorgung veranschlagt bis 2046 rund 4,6 Milliarden Euro für den Umbau ihrer Anlagen, davon 2,2 Milliarden Materialkosten. Staatliche Förderung erhält sie nicht; die Umlagen verdoppeln sich innerhalb von zehn Jahren.
ADFC-Radreiseanalyse 2025
Der Bodensee teilt sich Platz 3 der meistbefahrenen Radregionen Deutschlands. Die Analyse beruht auf über 17.300 Befragten und wurde auf der ITB in Berlin vorgestellt.
Rückblick auf die Bodenseesaison 2025
Die Bodensee-Schiffsbetriebe kamen auf rund 1,7 Millionen Fahrgäste und lagen damit leicht über 2024, aber weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt früherer Jahre. Die Vorarlberg Lines meldeten ein Minus von 7,8 Prozent bei 21 Regentagen allein im Juli.
Stand der Sichtung: 26. August 2026. Externe Verweise führen zu den jeweiligen Herausgebern; für deren Inhalte übernehmen wir keine Gewähr.
Ihre Immobilie am Bodensee verdient professionelle Verwaltung
Fordern Sie ein unverbindliches Erstgespräch an. Wir besprechen mit Ihnen Ihre individuelle Situation, schätzen den realistischen Jahresertrag und erklären, wie die Übergabe konkret abläuft.
Passend dazu aus dem Vermieterwissen