Vermarktung, Gästeservice und Betreuung vor Ort zum Festpreis
Eine Ferienhausagentur vermarktet Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Auftrag der Eigentümer: Sie bringt das Objekt auf die Portale, verhandelt mit den Gästen, wickelt Buchungen ab und organisiert je nach Vereinbarung auch Reinigung, Schlüssel und Hilfe vor Ort. Favorent rechnet dafür bundesweit einen festen Betrag je Objekt und Monat ab und keinen Anteil am Umsatz.
Die Vermarktung mit Boost kostet bei Favorent 89 Euro netto im Monat je Objekt, der Komplettservice mit Gästebetreuung als Plus 166 Euro; eine eigene Objekt-Website mit Direktbuchung bringt der Marketing-Turbo Platin für 299 Euro.
Stand 12. Oktober 2026 · alle Preise netto, Umsatzsteuer kommt hinzu · über 750 Ferienobjekte in Deutschland
Wer eine Agentur für sein Ferienhaus sucht, bekommt auf eine Frage schnell drei Antworten: Die eine Agentur vermittelt nur Gäste, die zweite betreut sie auch, die dritte kümmert sich um alles und rechnet dafür ein Viertel des Umsatzes ab.
Diese Seite ordnet die Begriffe, stellt die Vergütungsmodelle nebeneinander und rechnet an einer Ferienwohnung im Allgäu durch, was Provision und Festpreis im Jahr ausmachen. Die laufende Betreuung beschreibt die Schwesterseite zur Ferienhausverwaltung; ob sich die Beauftragung für Sie trägt, prüft der Beitrag Lohnt sich eine Ferienhausagentur?.
Eine Ferienhausagentur ist ein Dienstleister, der Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Auftrag der Eigentümer vermarktet, Gäste vermittelt und je nach Vertrag auch die Betreuung vor Ort organisiert. Eine gesetzliche Definition gibt es nicht: Der Duden kennt nur die Agentur als Einrichtung, die vertritt und vermittelt; der Deutsche Ferienhausverband spricht von einem externen Dienstleister, den 16 Prozent der privaten Vermieter beauftragen.
Ein Portal wie Airbnb oder FeWo-direkt stellt nur Reichweite bereit und behält dafür eine Gebühr, bei Airbnb seit Juni 2026 für die meisten Gastgeber 15,5 Prozent. Eine Agentur vermittelt aktiv im Auftrag des Eigentümers; die Ferienhausverwaltung führt darüber hinaus den laufenden Betrieb am Objekt. Bei Favorent liegen Vermarktung und Betreuung in einer Hand.
Deutsche Agenturen, die ihre Konditionen veröffentlichen, verlangen zwischen 12 und 25 Prozent des Umsatzes: Vermittler ohne Betreuung 10 bis 12 Prozent, Agenturen mit Gästeservice 15 bis 20 Prozent, Komplettanbieter mit Reinigung 23 bis 25 Prozent (Abruf 12. Oktober 2026). Favorent rechnet einen Festpreis ab: Boost 89 Euro und Plus 166 Euro netto im Monat je Objekt, Portalgebühren und Dienstleister vor Ort kommen hinzu.
Der Festpreis wird günstiger als eine Provision, sobald der Übernachtungserlös über dem Gleichstand liegt: Boost mit 1.068 Euro im Jahr erreicht 15 Prozent Provision bei 7.120 Euro, Plus mit 1.992 Euro erreicht 20 Prozent bei 9.960 Euro. Bei der Beispiel-Ferienwohnung mit 18.000 Euro Erlös bleiben mit Boost 2.532 Euro mehr als mit 20 Prozent Provision.
Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht; viele Agenturen verlangen aber die alleinige Vermarktung, damit Kalender und Preise nur an einer Stelle gepflegt werden. Favorents Mustervertrag sieht drei Monate bindungsfreie Startzeit vor, danach zwölf Monate Laufzeit mit jährlicher Kündbarkeit; am Markt sind laut Favorent 24 bis 36 Monate verbreitet. Für Verbraucherverträge setzt § 309 Nr. 9 BGB Grenzen, etwa bei Laufzeiten über zwei Jahren.
Zuerst Kündigungsfrist und Vertragsende ablesen, dann klären, wem Fotos, Texte, Portalkonten und Bewertungen gehören und wie bestätigte Buchungen übergeben werden. Favorent nimmt Objekte in acht Phasen innerhalb von drei bis sechs Wochen auf; ein Werkzeug zum Agenturwechsel auf favorent.de führt durch Fristen, Daten und Übergabe.
Die Entscheidung über Eigennutzung, Investitionen und den Preisrahmen. Bei Favorent schlägt die Agentur einen Preisrahmen vor und steuert die Preise auf Wunsch mit PriceLabs; die Empfehlung übernimmt der Eigentümer oder gibt einen anderen Rahmen vor. Reparaturen über der vereinbarten Grenze, Versicherung und Steuern bleiben seine Aufgabe, in Favoweb sieht er Buchungen und Einnahmen.
| Kennzahl | Wert | Quelle, Stand |
|---|---|---|
| Private Ferienunterkünfte in Deutschland | 454.793 von 555.111 | DFV und Statista Q, Studie 2024, Daten 2022 |
| Anteil mit Agentur oder externer Verwaltung | 16 % (rund 72.767 Einheiten, eigene Rechnung) | DFV und Statista Q, Studie 2024 |
| Jahresumsatz privater Unterkünfte | 14.921 € mit, 12.265 € ohne externe Verwaltung | DFV und Statista Q; Zusammenhang, keine Ursache |
| Veröffentlichte Agentursätze (zehn Anbieter) | 12 bis 25 % des Umsatzes | Anbieterwebsites, Abruf 12.10.2026 |
| Festpreis Boost bei Favorent | 89 € im Monat, 1.068 € im Jahr, netto je Objekt | Paketübersicht, Abruf 12.10.2026 |
| Festpreis Plus bei Favorent | 166 € im Monat, 1.992 € im Jahr, netto je Objekt | Paketübersicht, Abruf 12.10.2026 |
| Gleichstand Festpreis und Provision | Boost zu 15 %: 7.120 €; Plus zu 20 %: 9.960 € Erlös | eigene Rechnung, Sektion 06 |
| Airbnb-Gastgebergebühr | 15,5 % für die meisten Gastgeber | Airbnb Hilfe-Center, Deutschland seit 22.06.2026 |
| Ferienwohnungs-Übernachtungen über Airbnb, Booking, Expedia 2025 | 68,3 Mio., 13,0 % mehr als 2024 | Destatis, Pressemitteilung 28.07.2026 |
| Favorent-Vertrag laut Mustervertrag | 3 Monate bindungsfrei, dann 12 Monate, jährlich kündbar | Favorent, Stand 12.10.2026 |
Stand 12. Oktober 2026. Verantwortlich: Volker Rantz, Geschäftsführer der Favorent Ferienhausverwaltung GmbH, Deutschland-Zentrale Rostock.
Wer eine Agentur für Ferienwohnungen oder für ein Ferienhaus sucht, findet sehr verschiedene Angebote: vom Vermittler, der nur Gäste zuführt, bis zum Vollservice mit Reinigung. Die vier Modelle unterscheiden sich in Umfang und Bezahlung.
Aus den veröffentlichten Konditionen lassen sich drei Agenturtypen ablesen, dazu kommt das Festpreismodell von Favorent. Reine Vermittler stellen das Inserat ein, leiten Anfragen weiter und berechnen nur im Buchungsfall 10 bis 12 Prozent. Regionalagenturen betreuen die Gäste mit, organisieren Schlüssel und Zahlungen und nehmen 15 bis 20 Prozent. Vollservice-Agenturen schließen Reinigung und Instandhaltung ein und liegen bei 23 bis 25 Prozent. Das Co-Hosting auf einer Plattform erklärt die Wissensbasis, die Airbnb Agentur eine eigene Seite.
Die Karten fassen Angebotstypen zusammen, keine Anbieter; verbindlich ist die Leistungsbeschreibung im Vertrag.
Die Prozentsätze stammen von den Websites der Anbieter, die ihre Konditionen offenlegen; 17 von 26 geprüften Agenturen tun das. Was ein Satz abdeckt, steht erst in der Leistungsbeschreibung: Ob die Endreinigung in der Provision steckt und wer abends ans Telefon geht, sagt mehr als die Zahl vor dem Prozentzeichen.
Der Kern jeder Agentur ist die Reichweite: Sie legt das Objekt bei Airbnb, Booking.com, FeWo-direkt und anderen Portalen an und pflegt Kalender und Preise an einer Stelle; bei Favorent laufen die Buchungen aller Plattformen im Kanalmanager Guesty zusammen. Gute Inserate beginnen mit Fotos, die Räume so zeigen, wie der Gast sie vorfindet, und einem Text, der Treppen, Parkplätze oder Hanglage offen benennt.
Zur Vermarktung gehört auch der Weg am Portal vorbei. Mit dem Marketing-Turbo Platin erhält ein Objekt bei Favorent eine eigene Website mit Direktbuchung, laufende Inhalte, Social Media und eine Gästedatenbank für Wiederkehrer. Direktbuchungen senken die Portalgebühren, ersetzen die Portale aber nicht. Wie Ihr Inserat heute abschneidet, prüft der kostenlose Inserat-Check.
Eine Agentur, die am Umsatz beteiligt ist, hat ein Interesse an vollen Kalendern; eine zum Festpreis hat keinen Grund, Nächte unter Wert zu verkaufen. Zur Vermarktung gehört in beiden Fällen ein Preisrahmen aus Mindestpreis, Basispreis und Saisonaufschlägen. Favorent berät dazu, arbeitet den Rahmen auf Wunsch aus und steuert die Tagespreise mit PriceLabs und einer regionalen Preislogik; das letzte Wort behält der Eigentümer, der die Empfehlung übernimmt oder einen anderen Rahmen vorgibt. Nicht jede Agentur räumt dieses Recht ein.
Wie ein Preisrahmen entsteht, zeigt der Beitrag zur Preisstrategie; neben dem Nachtpreis zählen Mindestaufenthalte und Rabatte für längere Buchungen. Einen bestimmten Mehrumsatz sagt Favorent nicht zu.
Zwischen Anfrage und Anreise liegen Bestätigung, Anzahlung, Restzahlung, Kaution und gelegentlich eine Stornierung. Die Agentur legt die Bedingungen je Portal fest, zieht Zahlungen ein oder überwacht sie und trägt Änderungen in alle Kalender ein. Bei Favorent laufen die Buchungen aller Kanäle in Guesty zusammen, die Endreinigung zahlt der Gast. Die Zahlungsabwicklung mit Inkasso gehört zu jedem Paket: Favorent autorisiert die Zahlung bei der Buchung und zieht sie beim Check-in ein; die Gästezahlungen laufen über ein separates Treuhandkonto, ausgezahlt wird monatlich zum 15. des Folgemonats. Weil jede Änderung auch den Reinigungstermin verschiebt, trennt die Kalenderpflege eine sorgfältige Agentur von einer nachlässigen. Prüfen Sie, wer bei einer Stornierung das Risiko trägt; welche Stornobedingungen zu Ihrem Objekt passen, zeigt ein Werkzeug auf favorent.de.
Gäste fragen vor der Buchung nach der Ausstattung, am Anreisetag nach dem Schlüssel und abends nach dem WLAN-Passwort. Reine Vermittler reichen diese Fragen an den Eigentümer weiter, Agenturen mit Gästebetreuung beantworten sie selbst. Im Paket Plus übernimmt Favorent die Gästekommunikation von 8 bis 24 Uhr, täglich, mit Notfall-Hotline rund um die Uhr; mit Boost bleibt der Gästekontakt beim Eigentümer.
Ein Anruf ist noch kein Einsatz am Haus. Legen Sie fest, wer bei einem Heizungsausfall in der Nacht kommt, in welcher Zeit und zu welchem Preis; so wird aus Erreichbarkeit eine prüfbare Vereinbarung. Wie Antwortzeit und Tonfall die Bewertung beeinflussen, beschreibt der Beitrag zu Kommunikationsstil und Reaktionszeit.
Reinigung, Wäsche, Schlüsselübergabe und kleine Reparaturen zeigen, ob eine Agentur ihr Versprechen hält. Favorent arbeitet dafür mit regionalen Servicepartnern, die laut der Seite So funktioniert es zu 92 Prozent aus der Region stammen, und koordiniert sie aus Zentrale und Regionalzentren. Welche Reinigungsstandards Sie vereinbaren sollten, zeigt die Wissensbasis.
Ob eine überregionale Agentur vor Ort so zuverlässig arbeitet wie der Anbieter aus dem Nachbarort, hängt an der Dichte ihres Netzes; fragen Sie, wer an Ihrem Objekt reinigt und wer bei Krankheit einspringt. Mit digitalem Zugang entfällt die persönliche Schlüsselübergabe.
Bei einer Provisionsagentur zahlt der Gast an die Agentur, die ihren Anteil einbehält und den Rest überweist; beim Festpreis stehen Vergütung und Gästezahlung getrennt nebeneinander. In beiden Fällen brauchen Sie eine Abrechnung, die je Buchung Erlös, Reinigung, Portalgebühr und Vergütung einzeln ausweist. Favorent stellt Buchungen, Einnahmen, Eigennutzungszeiten, Dokumente und den Reinigungsstand mit Zeitstempel und Fotobeleg im Eigentümer-Cockpit Favoweb bereit.
Aus den Zahlen sollten Entscheidungen folgen: Bleiben Einzelnächte frei, ändert sich der Mindestaufenthalt; bemängeln Gäste dreimal dasselbe Sofa, wird es ersetzt.
| Kennzahl | So wird sie gerechnet | Was sie über die Agentur sagt |
|---|---|---|
| Auslastung | Verkaufte durch angebotene Nächte | Nachfrage ja oder nein; allein kein Ertragsmaß |
| Durchschnittspreis je verkaufter Nacht | Übernachtungserlös durch verkaufte Nächte | Preise durchgesetzt oder über Rabatte gefüllt? |
| Erlös je verfügbarer Nacht | Übernachtungserlös durch angebotene Nächte | Verbindet Preis und Belegung |
| Vergütungsquote | Agenturvergütung durch Übernachtungserlös | Macht Provision und Festpreis vergleichbar |
| Kosten je Gästewechsel | Reinigung, Wäsche und Übergabe durch Aufenthalte | Zehren kurze Aufenthalte den Ertrag auf? |
| Direktbuchungsanteil | Buchungen ohne Portal durch alle Buchungen | Je höher, desto geringer die Portalgebühren |
Voreingestellt ist die Ferienwohnung im Allgäu aus der Beispielrechnung; tragen Sie Ihre Werte ein.
Mit 150 verkauften von 300 angebotenen Nächten ergibt das Beispiel 50 Prozent Auslastung, 120 Euro je verkaufter und 60 Euro je verfügbarer Nacht sowie 60 Euro je Gästewechsel bei fünf Nächten Aufenthaltsdauer. Tragen Sie Ihre Eigennutzung nicht als angebotene Nächte ein, sonst fällt die Auslastung niedriger aus, als die Vermarktung leistet.
Eine Agentur kann bundesweit vermarkten und trotzdem vor Ort präsent sein, wenn sie die Betreuung regional organisiert. Favorent betreut über 750 Ferienobjekte in ganz Deutschland, in diesen Regionen mit eigenen Seiten und Servicepartnern.
Deutschland-Zentrale ist Rostock (Lindenstraße 2, 18055 Rostock); vier Regionalzentren steuern die Betreuung: Hamburg (Nord-West), Kiel (Nord), Berlin (Mitte) und Teisnach im Bayerischen Wald (Süd).
Wie viele Eigentümer eine Agentur beauftragen, was sie zahlen und wie die Nachfrage sich entwickelt, beschreiben drei Quellen: Verbandsstudie, Anbieterwebsites und amtliche Statistik.
Die Marktstudie des Deutschen Ferienhausverbands mit Statista Q, erschienen im Januar 2024 mit Daten für 2022, zählt 555.111 Ferienunterkünfte in Deutschland. 454.793 davon vermieten Privatpersonen; 84 Prozent dieser Einheiten vermarkten die Eigentümer selbst, 16 Prozent übernehmen Agenturen oder eine externe Verwaltung. Umgerechnet sind das rund 72.767 fremdvermarktete private Unterkünfte; die Zahl ergibt sich aus den beiden Angaben und steht so nicht in der Studie.
Fremdverwaltete private Objekte erzielten laut derselben Studie im Schnitt 14.921 Euro im Jahr, selbst verwaltete 12.265 Euro; der Abstand beträgt 21,7 Prozent. Belegt ist ein Unterschied, keine Ursache: Eigentümer geben eher stark nachgefragte Objekte ab, Agenturen nehmen eher gut vermarktbare an. Die Zahl taugt als Größenordnung, nicht als Versprechen.
Der Verband zählte laut Lobbyregister des Bundestages am 27. Juni 2025 84 Mitglieder, vor allem kleine und mittelständische Agenturen und Vermittlungsplattformen. Große Anbieter wie Interhome, Novasol und Belvilla veröffentlichen für Deutschland keine Provisionssätze; das Bild der bezifferten Sätze prägen regionale Agenturen.
Für diese Seite wurden am 12. Oktober 2026 die Websites von 26 Anbietern gelesen. 17 davon nennen einen Satz oder eine Pauschale, die übrigen verweisen auf ein individuelles Angebot. Die bezifferten Sätze reichen von 10 Prozent für ein reines Online-Co-Hosting bis 25 Prozent für den Vollservice mit Reinigung und Instandhaltung. Ratgeber von Portalbetreibern und Softwareanbietern nennen 15 bis 30 Prozent; sie stammen meist von Unternehmen mit eigenem Interesse.
Das Diagramm zeigt zehn Anbieter, die ihren Satz offen angeben. Die Balken sind nur bedingt vergleichbar, weil jeder Satz auf einer anderen Grundlage ruht: Nettoumsatz, Logis-Umsatz, gesamte Einnahmen oder Umsatz nach Abzug von Reinigung und Plattformprovision; die Umsatzsteuer kommt teils hinzu, teils ist sie enthalten.
Ein Balken je Anbieter, Skala 0 bis 30 Prozent, Modell laut Website.
Die Nachfrage wächst vor allem über die Plattformen. Destatis zählte für 2025 insgesamt 497,5 Millionen Übernachtungen in Betrieben ab zehn Schlafgelegenheiten (plus 0,3 Prozent), davon 97,0 Millionen in Ferienwohnungen und Ferienhäusern. Über Airbnb, Booking.com und Expedia wurden daneben 68,3 Millionen Übernachtungen in Ferienwohnungen gebucht, 13,0 Prozent mehr als 2024, zu 94 Prozent bei Anbietern mit weniger als zehn Betten. Für die EU meldete Eurostat 951,6 Millionen Plattformnächte 2025 (plus 11,4 Prozent) und 258,8 Millionen im zweiten Quartal 2026 (plus 5,3 Prozent); die Zählungen lassen sich nicht addieren.
Favorent wertet seine vermarkteten Objekte selbst aus: Ihre Auslastung liegt 12 bis 25 Prozent über dem Durchschnitt des jeweiligen Marktes, relativ gerechnet. Liegt der Markt bei 40 Prozent, sind das 44,8 bis 50 Prozent, nicht 52 bis 65. Im August erreichen aktiv vermarktete Objekte 63 Prozent und mehr; einzelne liegen deutlich darüber, was sich nicht verallgemeinern lässt. Quelle ist Favorent selbst (Volker Rantz, 11. Oktober 2026), keine unabhängige Studie; der Regler darunter rechnet die Angabe auf Ihren Markt um.
Wählen Sie mit dem Regler die übliche Marktauslastung an Ihrem Ort.
Prozentsätze sagen über die Kosten einer Agentur wenig, solange die Grundlage fehlt: 15 Prozent zuzüglich Umsatzsteuer vom Mietpreis können teurer sein als 17,75 Prozent vom Buchungswert, und ein Festpreis ist erst günstig, wenn der Umsatz hoch genug ist.
Drei Vergütungsmodelle prägen den Markt. Bei der Provision erhält die Agentur einen Prozentsatz des Umsatzes und verdient in der Hochsaison mit, ohne dass ihr Aufwand im gleichen Maß steigt. Bei der Pauschalmiete mietet die Agentur das Objekt an und vermietet es weiter; der Eigentümer bekommt eine feste Miete, verliert aber Mehrertrag und meist die freie Eigennutzung. Beim Festpreis überweist der Eigentümer jeden Monat denselben Betrag je Objekt; so rechnet Favorent ab.
Bevor Sie zwei Provisionssätze vergleichen, klären Sie vier Punkte: Nettoumsatz oder Gesamteinnahmen mit Reinigung und Kurabgabe? Portalgebühren vorher abgezogen? Umsatzsteuer hinzu? Was gilt bei Stornierung? Die Tabelle zeigt, wie sieben Anbieter aus dem Diagramm ihre Grundlage beschreiben; weshalb der Festpreis bei steigendem Umsatz die Provision schlägt, rechnet ein Kostencheck zu Festpreis und Provision vor.
| Anbieter | Satz | Bemessungsgrundlage | Umsatzsteuer, Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Zimmervermittlung Insel Rügen | 12 % | Mietpreis, nur bei Vermittlung | inklusive; Gäste zahlen an den Vermieter |
| TOP VERMIETEN | 15 % | gesamte erzielte Einnahmen | nicht genannt; Reinigung beim Eigentümer |
| Hausen und Gottschalk | 15 % | Mietpreis | zuzüglich 19 %; Nebenkosten provisionsfrei |
| Apartments Harz Panorama | 19 % | Netto-Übernachtungspreis | Reinigung 80 € je Abreise |
| agentur-fewo.de | 20 % | Umsatz nach Reinigung und Plattformprovision | zuzüglich |
| Werbewind | 23 % | Nettoumsatz ohne Gästetaxe und Endreinigung | Werbekosten enthalten |
| residir | Ø 25 % | Gesamtnettoumsatz | Spanne 15 bis 30 % |
| Favorent | 89 € oder 166 € im Monat | fester Betrag je Objekt | zuzüglich; Portale und Dienstleister gesondert |
Angaben der Anbieterwebsites, abgerufen am 12. Oktober 2026; Quellen 2 bis 11 am Seitenende.
Boost
89 €
netto je Monat und Objekt
Vermarktung auf allen Portalen, Preissteuerung, digitales Meldewesen und Kurtaxe-Abwicklung; die Betreuung vor Ort organisieren Sie selbst
Plus
166 €
netto je Monat und Objekt
Komplettservice: Vermarktung, operative Organisation vor Ort und Gästebetreuung 8 bis 24 Uhr mit Notfall-Hotline
Platin (Marketing-Turbo)
+299 €
netto je Monat und Objekt
Eigene Objekt-Website mit Direktbuchung, SEO-Landingpage, Content, Social Media, Wiederkehrer-Marketing
Alle Preise netto je Monat und Objekt zuzüglich Umsatzsteuer, abgerufen am 12. Oktober 2026. Platin lässt sich nur mit Boost oder Plus buchen.
Die Beträge stehen in der Paketübersicht von Favorent, netto je Monat und Objekt; bei 19 Prozent Umsatzsteuer werden aus 166 Euro 197,54 Euro. Setup-Gebühren gibt es nicht, Portalgebühren und Dienstleister vor Ort werden gesondert abgerechnet, die Endreinigung zahlt der Gast. Platin ergänzt Boost oder Plus um Marketing. Preise steuert bereits Boost.
Der Unterschied zur Provision liegt im Anreiz: Eine Agentur mit 20 Prozent vom Umsatz verdient an jeder Preiserhöhung mit, ein Festpreis bleibt gleich, ob das Objekt 10.000 oder 30.000 Euro einspielt. Die häufigen Fragen auf favorent.de beschreiben die Pakete im Alltag.
Zur Agenturvergütung kommen die Portalgebühren, gleich ob die Agentur oder Sie das Inserat betreiben. Für Gastgeber mit Wohnsitz in Deutschland gilt bei Airbnb seit dem 22. Juni 2026 eine einheitliche Servicegebühr, laut Hilfe-Center für die meisten Gastgeber 15,5 Prozent; Einzelheiten erklärt die Seite zum Airbnb Verwaltung Service. FeWo-direkt nennt 12 Prozent Gesamtprovision. Einen Standardsatz von Booking.com gibt es öffentlich nicht, Ratgeber gehen von rund 15 Prozent aus; Traum-Ferienwohnungen berechnet statt einer Provision 399 Euro brutto je zwölf Monate.
Für die Beispielrechnung ist deshalb ein Mischsatz von 12 Prozent angenommen: Von 120 Euro Nachtpreis bleiben 105,60 Euro, damit 120 Euro ankommen, wären 136,36 Euro nötig. Dieselbe Rechnung gilt für die Reinigungspauschale. Wie Direktbuchungen die Gebührenlast senken, beschreibt der Beitrag zur Provisionslast.
Was bleibt von einem Nachtpreis von 120 Euro, wenn die Portale im Schnitt 12 Prozent einbehalten, und welcher Preis lässt 120 Euro bei Ihnen ankommen?
Voreingestellt sind 12 Prozent als angenommener Mischsatz, zum Vergleich: Airbnb 15,5, FeWo-direkt 12 Prozent. Es zählen die Gebühren in Ihren Konten.
Als Beispielannahme dient eine Ferienwohnung im Allgäu mit 18.000 Euro Übernachtungserlös im Jahr und 1.800 Euro, die Gäste für die Reinigung zahlen. Die Portale behalten im Mischsatz 12 Prozent der Gesamteinnahmen, Reinigung und Wäsche kosten 1.800 Euro, Energie und Internet 1.500 Euro, Instandhaltung 800 Euro, Versicherung 600 Euro; wer selbst verwaltet, zahlt 480 Euro für Software. Nur der Jahrespreis von Boost mit 1.068 Euro ist die veröffentlichte Vergütung. Gerechnet wird netto mit vollem Vorsteuerabzug und ohne Mehrumsatz durch die Agentur.
| Jahresposition | Selbstverwaltung | Favorent Boost | Provisionsagentur 20 % |
|---|---|---|---|
| Übernachtungserlös | 18.000 | 18.000 | 18.000 |
| Vom Gast bezahlte Reinigung | 1.800 | 1.800 | 1.800 |
| Gesamteinnahmen | 19.800 | 19.800 | 19.800 |
| Portalgebühren, Mischsatz 12 % auf 19.800 Euro | -2.376 | -2.376 | -2.376 |
| Reinigung und Wäsche | -1.800 | -1.800 | -1.800 |
| Energie und Internet | -1.500 | -1.500 | -1.500 |
| Instandhaltung | -800 | -800 | -800 |
| Versicherung | -600 | -600 | -600 |
| Software bei Selbstverwaltung | -480 | 0 | 0 |
| Vergütung der Agentur | 0 | -1.068 | -3.600 |
| Betriebsergebnis vor Ertragsteuern | 12.244 | 11.656 | 9.124 |
In der Selbstverwaltung bleiben 12.244 Euro, mit Boost 11.656 Euro und bei der Provisionsagentur 9.124 Euro. Boost kostet gegenüber der Selbstverwaltung also 588 Euro im Jahr, weil die Vergütung die gesparte Software übersteigt, und bringt gegenüber der Provision 2.532 Euro mehr. Die Provision von 20 Prozent bezieht sich nur auf die 18.000 Euro Übernachtungserlös; Gästebetreuung und Reinigung bleiben in den ersten beiden Spalten beim Eigentümer. Mit Plus ergeben 1.992 Euro Vergütung 10.732 Euro, 1.512 Euro weniger als in Selbstverwaltung und 1.608 Euro mehr als mit Provision, bei deutlich weniger Arbeit.
Nicht enthalten sind Kurabgabe, Anschaffungen, Abschreibung, Einkommensteuer und Finanzierung. Ob die Agentur den Umsatz steigert, bleibt bewusst offen; eine Ertragsprognose beantwortet diese Frage für Ihr Objekt mit Marktdaten. Im Rechner darunter ändern Sie jede Position.
Voreingestellt ist die Ferienwohnung im Allgäu. Alle drei Spalten rechnen mit denselben Einnahmen; Mehrumsatz tragen Sie selbst über den Erlös-Regler ein.
Mit Boost bleiben 588 € weniger als in Selbstverwaltung und 2.532 € mehr als mit 20 Prozent Provision. Festpreis und Provision kosten bei 5.340 € Übernachtungserlös gleich viel.
Modellrechnung netto bei vollem Vorsteuerabzug, ohne Kurabgabe, Anschaffungen, Abschreibung, Einkommensteuer und Finanzierung.
Vier Wege führen zur vermieteten Ferienwohnung. Sie unterscheiden sich in Aufwand, Kostenlogik, Ertragschance, Kontrolle und Risiko, und für jeden gibt es Eigentümer, für die er der richtige ist.
Wer selbst vermietet, trägt alles und behält alles. Wer nur ein Portal nutzt, kauft Reichweite gegen Gebühr und bleibt Betreiber. Die Provisionsagentur nimmt Arbeit ab und beteiligt sich am Umsatz, die Festpreis-Agentur berechnet dafür einen festen Betrag. Die Grundsatzfragen davor behandelt der Leitfaden Ferienwohnung vermieten.
| Kriterium | Selbst | Nur Portal | Provisionsagentur | Festpreis-Agentur |
|---|---|---|---|---|
| Aufwand | Alles selbst: Inserat, Gäste, Reinigung, Abrechnung | Portal liefert Anfragen, der Betrieb bleibt beim Eigentümer | Je nach Modell Vermarktung bis Vollservice | Wie Provisionsagentur; mit Plus auch Organisation vor Ort |
| Kostenlogik | Software, eigene Zeit, Portalgebühren | Gebühr je Buchung (Airbnb 15,5 %, FeWo-direkt 12 %) oder Jahresgebühr | 12 bis 25 % des Umsatzes plus Portalgebühren, wächst mit dem Umsatz | 89 oder 166 € netto im Monat plus Portalgebühren, bleibt gleich |
| Ertragschance | Hängt an Können und Zeit | Reichweite ja, Preissteuerung und Betreuung nein | Professionelle Vermarktung, Mehrertrag wird geteilt | Professionelle Vermarktung, Mehrertrag bleibt beim Eigentümer |
| Kontrolle | Vollständig | Vollständig, an Portalregeln gebunden | Oft eingeschränkt: Exklusivität, Preisvorgaben, Sperrfristen | Eigennutzung in Favoweb planbar, letztes Wort beim Preisrahmen |
| Risiko | Ausfall bei Krankheit oder Urlaub, keine Vertretung | Wie selbst, dazu Abhängigkeit von einem Kanal | Agentur verdient auch bei Preisnachlässen; Laufzeit teils mehrjährig | Festpreis läuft auch in schwachen Monaten; 3 plus 12 Monate laut Mustervertrag |
Agenturspalten: Modelle, kein bestimmter Anbieter außer Favorent.
Drei Rechnungen entscheiden, ob die Agentur sich trägt. Erstens der Gleichstand: 1.068 Euro Festpreis für Boost kosten genauso viel wie 15 Prozent Provision bei 7.120 Euro Übernachtungserlös; Plus mit 1.992 Euro erreicht 20 Prozent Provision bei 9.960 Euro. Oberhalb dieser Schwelle gewinnt der Festpreis, unterhalb die Provision. Bei 18.000 Euro läge eine Provision von 15 Prozent bei 2.700 Euro, 1.632 Euro über dem Boost-Preis; gegen 20 Prozent liegt der Gleichstand für Boost bei 5.340 Euro.
Zweitens der Mehrumsatz gegenüber der Selbstverwaltung: Boost kostet 1.068 Euro, spart aber 480 Euro Software, bleiben 588 Euro Mehrkosten. Bleiben von jedem weiteren Euro Erlös 75 Prozent als Deckungsbeitrag übrig, braucht es 784 Euro Mehrumsatz, 4,4 Prozent von 18.000 Euro; ohne Softwareersparnis 1.424 Euro. Drittens der Zeitwert.
Für den Zeitwert nehmen wir 120 Stunden Eigenverwaltung im Jahr an, von denen mit Boost 40 Stunden für Reinigung, Übergaben und Freigaben beim Eigentümer bleiben. 80 gesparte Stunden entsprechen bei einem Stundenwert von 35 Euro 2.800 Euro; niemand überweist diesen Wert, aber er zeigt, dass die 588 Euro Mehrkosten eine andere Größenordnung haben als die ersetzte Zeit.
Drei Reiter, drei Rechnungen; voreingestellt sind die Beispielwohnung im Allgäu und das Paket Boost.
7.120 €
784 €
2.800 €
Kalkulatorischer Wert Ihrer Zeit, kein Zahlungseingang. Fahrten zu einem entfernten Objekt sind nicht eingerechnet.
Selbst vermieten passt, wenn Sie in der Nähe wohnen, wenige Aufenthalte haben und gern Gastgeber sind. Boost passt, wenn die Abläufe vor Ort stehen, Sie aber Portale, Preise und Meldewesen abgeben wollen. Plus passt, wenn das Objekt weit entfernt liegt oder niemand vor Ort einspringen kann. Unterhalb des Gleichstands kann eine Provisionsagentur die günstigere Wahl sein.
Zwei Fragen gehören vor jede Entscheidung: Dürfen Sie am Standort kurzfristig vermieten? Der Zweckentfremdungs-Check führt durch die ersten Schritte. Und welche Gäste wollen Sie? Auf Wunsch des Eigentümers nimmt ein Objekt auch Monteure und längere Aufenthalte auf, eine Option, keine Bedingung. Der Finder darunter ordnet Ihre Lage ein.
Sechs Fragen, drei Antworten: selbst vermieten, Portal plus Vermarktung oder Komplettservice.
Wie lange brauchen Sie bis zu Ihrem Ferienhaus?
Gibt es vor Ort jemanden, der zuverlässig reinigt und Schlüssel übergibt?
Wie viele Aufenthalte erwarten Sie im Jahr?
Wollen Sie Inserate, Preise und Portale weiter selbst betreuen?
Sollen Direktbuchungen über eine eigene Website dazukommen?
Ist geklärt, dass Sie am Standort kurzfristig an Gäste vermieten dürfen?
Noch 6 Antworten offen.
Eine Agentur lässt sich vor dem Vertrag prüfen: an ihrer Präsenz vor Ort, an Zahlen mit Bezug, an der Abrechnung und daran, wem am Ende Fotos, Konten und Bewertungen gehören.
Erstens die Präsenz vor Ort: Lassen Sie sich nennen, wer an Ihrem Objekt reinigt und wer bei Ausfall einspringt; ohne Partner in der Region kann eine Agentur vermarkten, aber nicht betreuen. Zweitens die Objektzahl mit Bezug: Ein Bestand von über 750 Ferienobjekten bundesweit zeigt Erfahrung, über Ihre Betreuung sagt erst die Zahl der Objekte in Ihrer Region etwas. Drittens Bewertungen und Referenzen, die zu Lage und Ausstattung Ihres Hauses passen; Gästebewertungen der betreuten Objekte sagen mehr als Sterne für die Agentur.
Viertens die Abrechnung: Verlangen Sie eine Musterabrechnung mit Erlös, Reinigung, Portalgebühr und Vergütung je Buchung. Fünftens die Rechte an Inseraten, Fotos, Portalkonten und Bewertungen: Laufen die Konten auf die Agentur, nehmen Sie beim Wechsel oft nichts mit. Sechstens der Datenexport von Buchungen, Gästedaten und Belegen. Mehr dazu in der Bewertungscheckliste und im Beitrag zur Datenhoheit.
| Aufgabe | Agentur | Eigentümer | Im Vertrag festhalten |
|---|---|---|---|
| Inserate und Portale | Anlegen, pflegen, Kanäle verbinden | Inhalte freigeben, Besonderheiten melden | Wem Konten, Texte und Fotos gehören |
| Preisrahmen | Rahmen vorschlagen, auf Wunsch steuern | Empfehlung übernehmen oder abweichend vorgeben | Entscheidungsrecht, Mindestpreis |
| Gäste und Buchungen | Ab Boost: Zahlungsabwicklung und Inkasso; mit Plus: Kommunikation 8 bis 24 Uhr, Stornierungen | Mit Boost: Gästekontakt selbst oder über das eigene Netzwerk | Betreuungszeiten, Notfallweg, Einsatzkosten |
| Reinigung und Übergabe | Mit Plus: Servicepartner koordinieren, Stand dokumentieren | Mit Boost: selbst organisieren | Standard, Vertretung, Abrechnung |
| Reparaturen | Schaden aufnehmen, Handwerker beauftragen | Freigabe über der vereinbarten Grenze | Ausgabengrenze, Notfallbefugnis |
| Eigennutzung | Gesperrte Zeiträume nicht mehr verkaufen | Zeiten in Favoweb eintragen | Umgang mit bestehenden Buchungen |
| Meldewesen und Kurtaxe | Ab Boost: digitales Meldewesen, Kurtaxe-Abwicklung | Melderechtliche Verantwortung als Betreiber | Zuständigkeit, Haftung nach Satzung |
| Abrechnung und Daten | Buchungen, Einnahmen und Dokumente in Favoweb | Prüfen, Rückfragen stellen | Format, Fristen, Herausgabe bei Vertragsende |
Viele Agenturen verlangen das alleinige Vermarktungsrecht, damit Kalender und Preise nicht an zwei Stellen gepflegt werden. Je länger die Bindung, desto mehr zählen Kündigungsrechte bei Schlechtleistung. Die Stichprobe vom 12. Oktober 2026 zeigt die Bandbreite: Ein Anbieter an der Nordsee lässt jährlich bis zum 30. September für das Folgejahr kündigen, Interhome arbeitet unbefristet mit drei Monaten Frist, ein Vertrag aus dem Sauerland von 2016 lief zunächst 27 Monate. Wie Sie Vertragsdauer und Klauseln bewerten, beschreibt die Wissensbasis.
Favorent beschreibt seinen Mustervertrag so: drei Monate bindungsfreie Startzeit mit zwei Wochen Kündigungsfrist, danach zwölf Monate Laufzeit, Verlängerung um jeweils ein Jahr, Kündigung spätestens drei Monate vor Ablauf. Verbindlich ist die Vereinbarung, die Sie unterschreiben. Bei vorformulierten Verbraucherverträgen zieht § 309 Nr. 9 BGB Grenzen: unwirksam sind Laufzeiten über zwei Jahren, stillschweigende Verlängerungen außer auf unbestimmte Zeit mit höchstens einem Monat Kündigungsfrist sowie Kündigungsfristen von mehr als einem Monat vor Ablauf; für Verträge mit Unternehmern schließt § 310 BGB die Anwendung von § 309 aus. Ob ein vermietender Eigentümer Verbraucher ist und welche Klauseln wirksam sind, prüft eine Kanzlei.
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